Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Die Herrschaft des Angrond von Sturmfels
von Mitte Rondra 1033 nach Bosparans Fall bis heute

Nach seinem Sieg im Thronfolgestreit war Angrond von Sturmfels bemüht, seine Herrschaft in der wiedererrungenen Baronie zu festigen. Als zentrales Problem erwies sich schon bald das Verhältnis zur Herzogenstadt Twergenhausen, die von ihrer Herrschaft über Burg und Rittergut Schwarzfels nicht lassen wollte, das gesamte von ihr kontrollierte Gebiet seit 1035 BF sogar provokativ »Herzoglich Dohlenfelde« nennt.
Die erwarteten Spannungen zwischen den Bewohnern des Junkerguts Erzweiler, die mehrheitlich hinter Hagen standen, und den Bewohnern der eigentlichen Dohlenfelder Lande hingegen erwiesen sich zumindest vordergründig als leicht überbrückbar. Entscheidend war hier die uneingeschränkte Parteinahme der neuen Ritterin zu Maringen, der ranghöchsten Adligen Erzweilers, für Angrond. Dadurch, dass die Erzweilerer Landwehr unter Führung der Ritterin zu Maringen auf dem Schönbunder Grün zu Angrond übergelaufen war, hatte man schlussendlich auf der gleichen Seite gefochten. Auch »Voltans Reise« wirkte sich sehr positiv aus, hatten dadurch doch nur wenige Dohlenfelder auf dem Schönbunder Grün gefochten. Insgesamt hatten nur wenige Dutzend Bewohner der Baronie, größtenteils Erzweilerer, mitgekämpft. Und in der Tat glätteten sich die Wogen schon bald: Schon wenige Wochen nach der Schlacht hörte man überall in Dohlenfelde und Erzweiler, dass auf dem Schönbunder Grün »alle« Dohlenfelder Seite an Seite gegen »die Koscher« und gegen die »Stadt« gestritten hätten. Niemand, abgesehen von der Praioshochgeweihten im Markt Dohlenfelde, wollte nun noch auf Hagens Seite gestanden haben. Die tiefer liegenden strukturellen Probleme der Baronie – die Herzogenstadt Twergenhausen ist auf den Handel mit Erzweiler und vor allem den über den Marktort laufenden Handel der Erzzwerge angewiesen, während die Bauern des Darlintals, der Altenau und Wichtenfelses ersetzbar sind – kann Angrond nicht lösen. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis es wieder zu einer Annäherung Erzweilers und Twergenhausens kommt, die die Kluft zwischen dem Junkergut Erzweiler und dem Rest der Baronie erneut vertiefen würde.
 

30. Rondra 1033 BF

Hagen erkennt Angronds Herrschaft über Dohlenfelde vertraglich an

Am 30. Rondra schlossen Hagen und Angrond einen umfangreichen Vertrag, in dem der Streit um die Herrschaft in Dohlenfelde nach über zwei Jahren beigelegt wurde.

» Vertrag zwischen Seiner Hochgeboren Angrond von Sturmfels, hochadliger Reichskammerrichter sowie Baron zu Dohlenfelde, und Seiner Hochgeboren Hagen von Salmingen-Sturmfels, hochadliger Reichskammerrichter sowie Baron zu Dunkelforst und Baruns Pappel, unter den Augen der hochgeborenen Zeugen Roklan von Leihenhof, Baron zu Galebquell, Roderich von Quakenbrück, Baron zu Eisenhuett, Derya von Sturmfels, Baronin zu Tommelsbeuge, und Alvide von Eichental, Baronin zu Sindelsaum, gezeichnet, gegengezeichnet und gesiegelt von allen Genannten am dreißigsten Tage des Rondramondes des 1033sten Götterlaufs nach dem Falle des vieltürmigen Bosparan auf dem Schönbunder Hof in der Baronie Dohlenfelde:
Ad primam: Vor Frau Rondra, Herrn Praios und deren zehn alveranischen Geschwistern sowie allen Halbgöttern, Hochheiligen und Heiligen schwört Seine Hochgeboren Hagen von Salmingen-Sturmfels feierlich und auch im Namen seiner Gemahlin, Ihrer Hochgeboren Ansoalda von Leihenhof, Baronin von Dunkelforst und Baruns Pappel, und seiner Mutter, Ihrer Hochgeboren Frylinde von Salmingen, sowie all seiner Erben, geboren wie ungeboren, ab sofort und auf alle Zeiten den vollständigen Verzicht auf jegliche Ansprüche, Herrschaftsausübung und Lehens-, Titel- sowie Ämtervergabe in der Baronie Dohlenfelde und all ihren Unterlehen und abhängigen Herrschaften, das sind die Freiherrlich Dohlenfelde genannten Lande, das Junkergut Erzweiler, das Edlengut Wolkenfold, das Rittergut Darlinstein, das Rittergut Perainshof, das Rittergut Freyen, das Rittergut Maringen, der Markt Dohlenfelde und der Markt Erzweiler. Dem letzten Testament des Bernhelm von Sturmfels sprechen sowohl Angrond von Sturmfels als auch Hagen von Salmingen-Sturmfels die Rechtskräftigkeit ab, als maßgeblich gilt daher wieder die letzte zu Burg Dohlenhorst verfasste Testamentsfassung.
Ad secundam: Hagen von Salmingen-Sturmfels verpflichtet sich, umgehend nach der Siegelung dieses Vertrages in ausführlicher schriftlicher Form eine gehorsamste Eingabe beim Reichskronanwalt, Seiner Hochwohlgeborenen Exzellenz Alrik Greifax von Gratenfels, sowie bei Seiner Eminenz Pagol Greifax von Gratenfels, Ihrer Eminenz Rudraighe ni Direach, Seiner Exzellenz Jorgast von Bollharsch-Schleiffenröchte, Ihrer Kaiserlichen Majestät Rohaja von Gareth, Seiner Hoheit Jast Gorsam vom Großen Fluss, Seiner Hoheit Bernfried von Ehrenstein, Seiner Durchlaucht Blasius vom Eberstamm, Seiner Hochwohlgeboren Ghambir Sohn des Gruin sowie Seiner Hochwohlgeboren Growin Sohn des Gorbosch zu machen, in dem er explizit die unter ad primam dieses Vertrags genannten Punkte bekräftigt und zudem, im Falle des Schreibens an den Reichskronanwalt, seine ebendort anhängige Klage in Sachen Dohlenfelde gleichermaßen als causa finita und forum non conveniens zurückzieht. Vor Expedition der Schreiben hat Hagen von Salmingen-Sturmfels diese jeweils Angrond von Sturmfels und den vier hochgeborenen Zeugen, die da sind Roklan von Leihenhof, Roderich von Quakenbrück, Derya von Sturmfels und Alvide von Eichental vorzulegen, die die Schreiben für angemessen befinden müssen.
Ad tertiam: Das vor fast einhundert Jahren geschmiedete Schwert Hlûtharhilf, eines der vier Insignien der Baronie Dohlenfelde, das sich seit dem Tode Seiner Hochgeboren Bernhelm von Sturmfels im Besitz Hagen von Salmingen-Sturmfels‘ befindet, ist für alle Zeit Eigentum des Patriarchen der nordmärkischen Linie des Hauses Sturmfels. Dieser ist unwidersprochen Angrond von Sturmfels. Hagen von Salmingen-Sturmfels sei es jedoch gestattet, bis zum Ende seiner Tage das Schwert Hlûtharhilf im Frieden wie im Kriege, im Rahmen der Gefolgschaftstreue wie im persönlichen Hader, zu führen. Solange Hagen von Salmingen-Sturmfels lebt, sei es Angrond von Sturmfels oder dessen Erben nicht gestattet, Anspruch auf das Schwert Hlûtharhilf geltend zu machen. Am Tage des Todes des Hagen von Salmingen-Sturmfels jedoch fällt das Besitzrecht am Schwert Hlûtharhilf sofort an Angrond von Sturmfels oder dessen Erben zurück.
Ad quartam: Die leiblichen und angenommenen Kinder des Hagen von Salmingen-Sturmfels, geboren wie ungeboren, dürfen nicht den Geschlechternamen ihres Vaters, das ist Salmingen-Sturmfels, führen, und schon gar nicht den Geschlechternamen Sturmfels. Vielmehr sollen sie den alten und würdigen Koscher Geschlechternamen Salmingen führen, wie Hagen von Salmingen-Sturmfels‘ Mutter Frylinde von Salmingen.
Ad quintam: Hagen von Salmingen-Sturmfels erklärt, auch im Namen seiner Gemahlin Ansoalda von Leihenhof, den Boden der Baronie Dohlenfelde und all ihrer Unterlehen und abhängigen Herrschaften, das sind die Freiherrlich Dohlenfelde genannten Lande, das Junkergut Erzweiler, das Edlengut Wolkenfold, das Rittergut Darlinstein, das Rittergut Perainshof, das Rittergut Freyen, das Rittergut Maringen, der Markt Dohlenfelde und der Markt Erzweiler, nur mehr auf ausdrückliche Einladung Angrond von Sturmfels oder dessen Gattin Isida von Quakenbrück zu betreten. Ausgenommen hiervon ist ausdrücklich der Besuch des Sankta-Hildrun-Rondratempels zu Erzweiler mit der Grablege des Hauses Sturmfels. Die Anreise hat über die Via Ferra über die Baronie Rabenstein und das Grafengut Moxarosch zu erfolgen, die Abreise auf umgekehrtem Wege. Nicht mehr als ein halbes Dutzend Bewaffnete dürfen in Hagen von Sturmfels‘ Gefolge reisen.
Ad sextam: Hagen von Salmingen-Sturmfels verpflichtet sich, die Hintermänner und anderweitig Verantwortlichen des feigen Attentats auf Angrond von Sturmfels und seine Getreuen am Morgen des sechzehnten Tage des Rondramondes des 1033sten Götterlaufs nach dem Falle des vieltürmigen Bosparan der zuständigen Gerichtsbarkeit zu übergeben. Von jedem Schritt, den Hagen von Salmingen-Sturmfels in dieser Sache unternimmt, ist Angrond von Sturmfels umgehend persönlich oder schriftlich zu unterrichten. Hagen von Salmingen-Sturmfels verpflichtet sich zudem, keinem der in das genannte Attentat Verwickelten Schutz oder anderweitige Unterstützung zu gewähren.
Ad septam: Angrond von Sturmfels verpflichtet sich, die Hintermänner und anderweitig Verantwortlichen der Entführung des damaligen Twergenhäuser Bürgermeisters Perval Gliependiek und der mit dieser Entführung verbundenen Morde im Praiosmond des 1033sten Götterlaufs nach dem Falle des vieltürmigen Bosparan der zuständigen Gerichtsbarkeit zu übergeben. Von jedem Schritt, den Angrond von Sturmfels in dieser Sache unternimmt, ist Hagen von Salmingen-Sturmfels umgehend persönlich oder schriftlich zu unterrichten. Angrond von Sturmfels verpflichtet sich zudem, keinem der in das genannte Attentat Verwickelten Schutz oder anderweitige Unterstützung zu gewähren.
Ad octam: Angrond von Sturmfels und Hagen von Salmingen-Sturmfels verpflichten sich hochfeierlich, aufgrund der Vorfälle um den Tod Bernhelms von Sturmfels und den sich daraus ergeben habenden unglückseligen Verwicklungen, die schließlich in der Schlacht auf dem Schönbunder Grün kulminierten, nicht mehr miteinander zu hadern und den damit verbundenen Zwist ein für alle Mal mit dem vorliegenden Vertrag beizulegen. Es sei untersagt, im Zusammenhang mit dem Geschehenen neue Fehden zu entfachen oder anderweitig Rache zu nehmen.
Ad nonam: Angrond von Sturmfels und Hagen von Salmingen-Sturmfels verpflichten sich, ihren Gefolgsleuten, Verbündeten, Unterstützern, Vertrauten und Freunden höflich nahezulegen, es wie sie selbst zu halten, und aufgrund der Vorfälle um den Tod Bernhelms von Sturmfels und den sich daraus ergeben habenden unglückseligen Verwicklungen, die schließlich in der Schlacht auf dem Schönbunder Grün kulminierten, nicht mehr miteinander zu hadern und den damit verbundenen Zwist ein für alle Mal mit dem vorliegenden Vertrag beizulegen. Keiner der Gefolgsleuten, Verbündeten, Unterstützern, Vertrauten und Freunden soll im Zusammenhang mit dem Geschehenen neue Fehden entfachen oder anderweitig Rache nehmen.
Ad decimam: Zur Erinnerung und Mahnung an die Schlacht auf dem Schönbunder Grün soll möglichst unmittelbar auf der Walstatt ein Borontempel des Puniner Ritus errichtet werden, in dem alle Toten des Zwistes um die Baronie Dohlenfelde, deren Angehörigen dies wünschen, ihre letzte Ruhe finden sollen. Zudem soll dort ein Memorialbuch für alle Gefallenen geführt werden. Angrond von Sturmfels und Hagen von Salmingen-Sturmfels verpflichten sich, das ihnen Mögliche an Gold, Material und Arbeitskräften für die Errichtung des Borontempels zur Verfügung zu stellen und alle ihre Gefolgsleute, Verbündeten, Unterstützer, Vertrauten und Freunde höflich zu bitten, ihr Scherflein zu dem heiligen Vorhaben beizutragen.
Ad undeciman: Der Geehrteste Ratsherr Emmeranus Eborëus Elgor Wladjeff, Patriarch des Patrizierhauses Wladjeff, Ratsherr und Gerichtsherr Twergenhausens, der Geehrte Ratsherr Hesindagoras Dumpfbrot, Zunftmeister der Amboss-Zunft der Eisenwerker, Ratsherr und Wasserherr Twergenhausens, sowie die freien Reichsbürger Herr Helmfried Armbruster, Frau Tsagunde Ditschenthal, Herr Reto Gepperthalt, Frau Freiline Mühlenteich, Herr Perainwin Mühlenteich, Herr Alrik Rosstäusch und Herr Eslam Wichter, auf deren Grund und Boden die Schlacht auf dem Schönbunder Grün geschlagen wurde, sollen für eventuell entstandene und in den nächsten drei Götterläufen noch entstehende Verluste durch Ernteausfall oder Ernteminderung, sofern ursächlich auf die Schlacht zurückzuführen, in voller Höhe und zu gleichen Teilen in nordmärkischen Silbertalern von Angrond von Sturmfels und Hagen von Salmingen-Sturmfels entschädigt werden. Als Schlichterin in strittigen Fragen gilt das Wort Ihrer Hochwürden Heiltrude Bachenthal, Hüterin der Saat des Perainetempels zu Mühlenheim sine ira et studio. Ihr Spruch ist unanfechtbar.
Ad duodecimam ultimamque: Sollten Angrond von Sturmfels oder Hagen von Salmingen-Sturmfels es wagen, mit Worten oder gar Taten auch nur gegen einen der oben aufgeführten Absätze zu verstoßen, und nach der Feststellung eines solchen Verstoßes nicht umgehend willens sein, angemessene Abbitte zu leisten, so soll der Übeltäter der Unehre anheimfallen und von jedermann wie ein Lügner und Betrüger behandelt werden. Maßgeblich für die Feststellung eines Verstoßes gegen den Vertrag – falsa demonstratio non nocet – ist die übereinstimmende Feststellung eines solchen durch zumindest drei der vier unterzeichnenden hochgeborenen Zeugen, die da sind Roklan von Leihenhof, Roderich von Quakenbrück, Derya von Sturmfels und Alvide von Eichental. Pacta tertiis nec nocent nec prosunt.
Finis.«

(Text des Vertrages, wie hinterlegt auf Burg Dohlenhorst, 1033 BF)

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20. Firun 1033 BF

Die Wilsitzsche Reduktion

Im Winter 1033 BF gab Kaiserin Rohaja einer Bitte Herzog Jast Gorsams statt, das in Dohlenfelde gelegene Reichsgut Wilsitz in herzogliche Herrschaft zurückzuführen. Mit der Retoschen Reichsgrundreform 982 BF war der Gebietstausch des Jahres 671 BF, durch den Wilsitz kaiserlich geworden war, in Frage gestellt worden, hatte das nordmärkische Herrscherhaus doch seine umfassenden Jagdrechte im almadanischen Eisenwald weitgehend verloren – denn diese waren damals gegen Wilsitz getauscht worden.
Am 20. Firun 1033 BF schließlich wurde Wilsitz per kaiserlichem Erlass wieder herzoglich. Der Herzog sprach das gesamte ehemalige Reichsgut der ihm während der Dohlenfelder Wirren allzeit treuen Herzogenstadt Twergenhausen als »Stadtforst Wilsitz« zu.


Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Tatsächlich hatte Herzog Jast Gorsam in seiner Zeit als Reichsregent die Reduktion der Reichsvogtei Wilsitz bereits in die Wege geleitet – auf Anraten des Illuminatus Jorgast. Eine eingehende Prüfung der Sache Wilsitz wurde jedoch in der Reichsbürokratie erst verschleppt, dann zog sie sich über viele Jahre hin. Kaiserin Rohaja unterzeichnete am 20. Firun 1033 BF ein von einem ihrer Unterkanzleiräte vorgelegtes Dokument, ohne es auch nur zu lesen. Ohnehin hatte die Monarchin von der Reichsvogtei Wilsitz noch nie gehört – der berühmte, kräftig-pikante Wilsitter war ohnehin nicht nach Rohajas Geschmack.
 
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Peraine 1033 BF

Hagen von Salmingen-Sturmfels tritt von seinem Reichsrichteramt zurück

Ein gutes halbes Jahr nach der Schlacht auf dem Schönbunder Grün bat Hagen von Salmingen-Sturmfels Kaiserin Rohaja um seine Demission als Reichskammerrichter. Im Peraine 1033 BF gab Rohaja der Bitte statt, Hagen übernahm ein militärisches Kommando im Kosch. Kurz darauf übernahm der Baron das Kommando über die neu geschaffene Koscher Kompanie »Herzogin Efferdane«.
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2. Praios 1034 BF

Gilia von Siobháran wird zur Edlen zu Wolkenfold erhoben

Gilia von Siobháran, bis dahin Ritterin zu Perainshof, wurde für ihre treuen Dienste am 2. Praios 1034 BF von Baron Angrond von Sturmfels zur Edlen Wolkenfolds erhoben.Gleichzeitig nahm Angrond den unter Hagen amtierenden Edlen zu Wolkenfold, Ardor von Schwarzfels, als landlosen Ritter wieder in sein Gefolge auf.
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18. Praios 1034 BF

Der herzogliche Teil Dohlenfeldes wird erstmalig offiziell »Herzoglich Dohlenfelde« genannt

Seit der Inkorporation des Ritterguts Schwarzfels im Rahja 1032 BF wurde für den herzoglichen Herrschaftsbereich in Dohlenfelde in städtischen Dokumenten hin und wieder der Begriff »Herzoglich Dohlenfelde« als Oberbegriff für die Gebiete der Herzogenstadt Twergenhausen und die Landedlengüter Wichtenfels und Zwackelfegen verwendet. Das Eichene Gemach zu Elenvina übernahm die Bezeichnung zum ersten Mal ein halbes Jahr nach der Reduktion des vormaligen Reichsgutes Wilsitz in einem öffentlichen Grußwort des Illuminatus Jorgast an den Magistrat der Herzogenstadt zum Festtag der Heiligen Bethana, Schutzpatronin Twergenhausens. Das Handschreiben wurde von Bürgermeister Throndwig feierlich von der Kanzel Sankta-Bethana-Sakrale verlesen. Damit war die Bezeichnung »Herzoglich Dohlenfelde« offiziell.
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10. Rahja 1034 BF

»Herzoglich Dohlenfelde« wird in die nordmärkische Wappenrolle eingetragen

Der Wappenmarschall der Nordmarken trug das auf Bitten des Magistrats von Frylinde von Salmingen neukreierte Wappen »Herzoglich Dohlenfeldes « am 10. Rahja 1034 BF in die nordmärkische Wappenrolle ein – gegen die scharfen Proteste Baron Angronds. Diese werden vom Eichenen Gemach ohne Kenntnisnahme mit der Begründung abgewiesen, dass Angrond nicht Baron zu Dohlenfelde sei, da er seinem Grafen noch keinen Vasalleneid geleistet hätte.
Auf den Affront, einen Vogt für Herzoglich Dohlenfelde zu bestallen, verzichtet Jorgast jedoch. Da sich jedoch selbst nach der Ernennung eines herzoglich-Dohlenfelder Vogtes an der Herzogenunmittelbarkeit der eigentlichen Herzogenstadt Twergenhausen, die mit dem Privilegium Sighelmi eindeutig vertraglich geregelt ist, nichts ändern würde, wäre die Macht eines solchen Amtes ohnehin sehr eingeschränkt.
Das neue Wappen wurde von Bürgermeister Throndwig nach dem Verlesen eines Handschreibens des Illuminatus Jorgast zum 471. Jubiläum der Anerkennung des Privilegium Sighelmi durch Herzog Koradin den Nordmärkischen dem Großen Rat der Stadt im Kaiser-Sighelm-Saal feierlich vorgestellt.
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4. Praios 1035 BF

Angrond von Sturmfels wird auf Burg Dohlenhorst festgenommen

Am 4. Praios 1035 BF begehrte Seine Hochwürden Helmbrecht Angroban von Zweifelfels, der Ordentliche Inquisitionsrat der Grafschaft Isenhag, Einlass auf Burg Dohlenhorst. Baron und Reichskammerrichter Angrond empfing den Hochgeweihten, der den überraschten Baron vom Attentat auf Herzog Jast Gorsam am Tag zuvor unterrichtete. Da das Attentat in Elenvina von einem Koradiner verübt worden war, erklärte der Inquisitionsrat, dass alle Mitglieder des Turnierbundes vorläufig in Gewahrsam und zu weiteren Verhören nach Elenvina zu bringen seien. Angrond leistete keinen Widerstand. Auf einer herzoglichen Flussgaleere wurde der Baron zusammen mit zwei weiteren Koradinern aus seinem Gefolge –seiner Heroldin Alannia von Krotenau und dem Ritter Ardor von und zu Schwarzfels – nach Elenvina gebracht und dort mit anderen arretierten Koradinern verhört.
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11. Praios 1035 BF

Angrond wird in Elenvina freigelassen

Auf Ehrenwort gegenüber Frankwart wurden alle arretierten Koradiner, darunter Angrond von Sturmfels, wieder freigelassen. Zuvor hatte Hartuwal scharf gegen die Festnahme insbesondere des hochadligen Reichskammerrichters protestiert.
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30. Praios 1035 BF

Koradiner-Erklärung

Am Tag der Zweiten Dämonenschlacht des Jahres 1035 BF erschien eine offen zirkulierte Erklärung der Koradiner, das erste derartige Schreiben des Turnierbundes überhaupt. Angrond von Sturmfels war maßgeblich am Verfassen einer Erklärung der Koradiner beteiligt, in der sich diese gegen alle Vorwürfe verteidigen und gegen Prinz Frankwart stellen.
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3. Rondra 1035 BF

Hagen verlässt die Koradiner

Kurz nach er Koradiner-Erklärung vom 30. Praios zirkulierte in Elenvina und weiteren Orten der Nordmarken eine Erklärung des Hagen von Salmingen-Sturmfels und seiner getreuen Ritterin Roana von Schwarzfels, in der die beiden ihren Austritt aus dem Koradinerbund erklärten.
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Praios und Rondra 1035 BF

Dohlenfelde stellt sich im Grafenstreit gegen Graf Ghambir

Vor allem aus tiefer Abneigung gegen des kriegerischen Aktionismus Ghambirs für Herzog Frankwart ignorierte der freigelassene Baron Angrond von Sturmfels den Aufruf des Isenhager Grafen zum Heerbann. Offiziell begründete er dies – von der Elenvina Reichskanzlei aus – mit seinem dem Grafen immer noch nicht geleisteten Lehnseid, dabei die Argumentation Jorgasts vom Rahja 1034 BF übernehmend. Angrond bekundete derweil offen seine Sympathie für die Partei Hartuwals und für dessen wichtigstem Unterstützer, den Landgrafen Alrik. Er beorderte die Ritter und Gardisten seiner Baronie ins Elenviner Kanzleiviertel, um dies und Reichserzkanzler Hartuwal, Seite an Seite mit den Kämpfern anderer Koradiner, gegen einen befürchteten Angriff der Flussgarde oder des Elenviner Garderegiments zu verteidigen. Doch erteilte Herzog Frankwart keinen Angriffsbefehl.
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Rondra 1035 BF

Der Landedle Voltan versenkt im Grafenstreit ein Schiff des Barons zu Tandosch

Ein von Graf Ghambir entsandtes Flussschiff des Barons zu Tandosch, bemannt mit Streitern des Barons zu Eisenstein, wollte Burg Dohlenhorst passieren. Die Burg der Barone zu Dohlenfelde wurde – die Ritter und Gardisten der Baronie befanden sich in Elenvina – von Angronds Vetter, dem Landedlen Voltan von Sturmfels verteidigt. Voltan erkannte die Gefahr für die Baronie und versenkte das Flussschiff. Aufgrund des unblutigen Endes des Grafenstreits hatte die Versenkung keine weiteren Konsequenzen für Voltan oder Angrond. Die Beziehungen zu den Baronen zu Tandosch und Eisenstein waren ohnehin auf dem Tiefpunkt, hatten diese im Thronfolgestreit doch Hagen unterstützt.
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1. Boron 1035 BF

Ein großer Borontempel wird zum Gedenken an die Schlacht auf dem Schönbunder Grün geweiht

Als Grablege sowie zum Gedenken und zur Ehr’ der Gefallenen der Schlacht auf dem Schönbunder Grün am 16. Rondra 1033 BF wurde nach zwei Jahren Bauzeit ein prächtiger, tief in den Granit der steilen Nordwand des Sankt Valpo gehauener Borontempel geweiht – gemeinschaftlich von beiden Parteien gestiftet und erbaut von erzzwergischen Meistern.
Ursprünglich hatte Angrond von Sturmfels gewünscht, den Tempel deutlich kostengünstiger auf dem eigentlichen Schlachtfeld zu bauen, doch die freien Reichsbürger, denen das gute Ackerland gehörte, weigerten sich strikt, ihr Land zu verkaufen. Es wurde nach verschiedenen Bauplätzen gesucht, doch die Herzogenstadt Twergenhausen verweigerte den Tempelbau im nun ihr gehörenden Rittergut Schwarzfels, so dass der Tempel schließlich einige Meilen vom Schlachtfeld entfernt in den Nordhang des Sankt Valpo getrieben wurde, auf dem Grund des Junkerguts Erzweiler. Von dort aus ist die Walstatt, zumindest an klaren Tagen, gut zu sehen.
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30. Tsa 1035 BF

Graf Ghambir erkennt Angrond von Sturmfels als Baron an

Im tiefsten Winter, mehr als zwei Jahre nach der Schlacht auf dem Schönbunder Grün, am 30. Tsa 1035 BF – dem Tag der Erneuerung – nahm der Isenhager Graf Ghambir Sohn des Gruin dem Reichskammerrichter Angrond von Sturmfels den traditionell auf Rogolan gesprochenen Lehenseid ab. Erst damit war der Streit um die Baronie Dohlenfelde auch formell beendet. Seit dem Tode Bernhelm von Sturmfels’ des letzen allgemein anerkannten Baron zu Dohlenfelde, waren mehr als fünfeinhalb Jahre vergangen. Herzog Hartuwal hatte nach seiner Thronbesteigung massiven Druck auf Graf Ghambir aus, um die Anerkennung Angronds durch diesen zu erzwingen.
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1. Boron 1035 BF

Ein großer Borontempel wird zum Gedenken an die Schlacht auf dem Schönbunder Grün geweiht

Als Grablege sowie zum Gedenken und zur Ehr’ der Gefallenen der Schlacht auf dem Schönbunder Grün am 16. Rondra 1033 BF wurde nach zwei Jahren Bauzeit ein prächtiger, tief in den Granit der steilen Nordwand des Sankt Valpo gehauener Borontempel geweiht – gemeinschaftlich von beiden Parteien gestiftet und erbaut von erzzwergischen Meistern.
Ursprünglich hatte Angrond von Sturmfels gewünscht, den Tempel deutlich kostengünstiger auf dem eigentlichen Schlachtfeld zu bauen, doch die freien Reichsbürger, denen das gute Ackerland gehörte, weigerten sich strikt, ihr Land zu verkaufen. Es wurde nach verschiedenen Bauplätzen gesucht, doch die Herzogenstadt Twergenhausen verweigerte den Tempelbau im nun ihr gehörenden Rittergut Schwarzfels, so dass der Tempel schließlich einige Meilen vom Schlachtfeld entfernt in den Nordhang des Sankt Valpo getrieben wurde, auf dem Grund des Junkerguts Erzweiler. Von dort aus ist die Walstatt, zumindest an klaren Tagen, gut zu sehen.
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30. Tsa 1035 BF

Graf Ghambir erkennt Angrond von Sturmfels als Baron an

Im tiefsten Winter, mehr als zwei Jahre nach der Schlacht auf dem Schönbunder Grün, am 30. Tsa 1035 BF – dem Tag der Erneuerung – nahm der Isenhager Graf Ghambir Sohn des Gruin dem Reichskammerrichter Angrond von Sturmfels den traditionell auf Rogolan gesprochenen Lehenseid ab. Erst damit war der Streit um die Baronie Dohlenfelde auch formell beendet. Seit dem Tode Bernhelm von Sturmfels’ des letzen allgemein anerkannten Baron zu Dohlenfelde, waren mehr als fünfeinhalb Jahre vergangen. Herzog Hartuwal hatte nach seiner Thronbesteigung massiven Druck auf Graf Ghambir aus, um die Anerkennung Angronds durch diesen zu erzwingen.
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