Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Die Bregelsaumschen Jahre
von 797 bis 920 nach Bosparans Fall

Nach dem Ende des Hauses Streitebeck stellte das darpatische Haus Bregelsaum die Barone zu Dohlenfelde. Das Land blühte erneut auf, Twergenhausen erreichte eine nie gekannte Macht und Pracht. Das Junkergut Erzweiler wurde ein Teil Dohlenfeldes, die Sturmfelser stützten die Herrschaft der Bregelsaums. Die Junker zu Erzweiler forderten jedoch ihren Teil der Macht.
 

797 BF

Madalberta Gundelin von Sturmfels wird Baronin Dohlenfeldes, Siegelung der »Lex Darlinensis«

797 BF heiratete Baron Dankrath die wesentlich jüngere Tochter des Junkers zu Erzweiler, seines treuesten Unterstützers im »Krieg um die Darlinkrone«. Die Junker von Erzweiler ließen sich die Unterstützung des in Dohlenfelde ungeliebten Dankrath teuer bezahlen: Der Ehevertrag sah zwar vor, dass der Junker zu Erzweiler, Markward Reginbald von Sturmfels, dem Baron den Treueeid leistete. Die Wappen Erzweilers und Dohlenfeldes wurden vereint, der neue Wahlspruch lautete »Indivisibiliter ac inseparabiliter« (»Unteilbar und untrennbar«). Doch ließen sich die Junker eine weitgehende Autonomie Erzweilers garantieren. Zusätzlich vereinbarten sie noch mit dem Haus Bregelsaum die Übernahme der Lehenshoheit über das Edlengut Wichtenfels unter der Familie Eisentann – was diese zur großen Erleichterung aller Beteiligten akzeptierte.
Im Ausgleich für den Verlust des Junkerguts Erzweiler – das bisher immerhin ein direkter Vasall war – ließ sich der Graf das Recht zusichern, einen Verwalter Dohlenfeldes zu bestimmen, der unter anderem das Recht bekam, neue Steuern- und Zollregelungen des Barons zu untersagen.
Alle Neuregelungen wurden in der »Lex Darlinensis« festgehalten, die 797 BF vom Grafen des Isenhag, dem Baron Dohlenfeldes, dem Junker Erzweilers und den übrigen Landadligen Dohlenfeldes unterzeichnet wurde. Durch die Lex Darlinensis wurde der Darlinrat, der zu Beginn der Rohalszeit zum ersten Mal zusammengetreten war, institutionalisiert: Von nun an hatten die Landadligen Dohlenfeldes und Vorsteher der wichtigen Tempel, aufgeteilt nach Cis- und Transdarlinien, das Privileg, in allen größeren finanziellen und militärischen Fragen von ihrem Baron gehört zu werden. Der Junker zu Erzweiler bekam ein Vetorecht eingeräumt, wenn Neuregelungen sein Lehen betrafen.
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Mitte 797 BF

Falgrosch Sohn des Farmosch wird Verwalter Dohlenfeldes

Der einige Monde nach der Eheschließung vom Isenhager Grafen eingesetzte Verwalter der Baronie wurde Falgrosch Sohn des Farmosch. Seinen Amtssitz bezog der Erzzwerg auf Burg Dohlenhorst, er nahm daher den Amtstitel »Burgvogt zu Dohlenhorst« an.
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Ende 797 BF

Zwackelfegen wird gegründet

Noch im Jahr der Hochzeit Dankraths und Madalbertas fassten die Barone Dohlenfeldes und Rabensteins sowie der Junker Erzweilers den Entschluss, das Tal der Stiege zu erschließen. In der Hoffnung auf reiche Erzvorkommen zogen einige dutzend Familien in das Hochgebirgstal und errichteten ihre Häuser neben ein paar erbärmlichen Katen, die im Schatten des Burgbergs der Ruine Löwintrutz standen und deren Bewohner alle zur Familie Knurrpitz gehörten. Niemand wusste, wann in den letzten Jahrhunderten sich die Bergbauern dort angesiedelt hatten, oder ob sie gar Nachfahren der almadanischen Siedler aus der Priesterkaiserzeit waren. Die Knurrpitzer nannten ihren Weiler jedenfalls »Zwackelfegen«, und dieser Name wurde übernommen. Ein Ritter aus dem Gefolge des Barons zu Dohlenfelde wurde der erste Edle von Zwackelfegen, der dem Junker zu Erzweiler die Treue schwor. Der Baron zu Rabenstein erhielt eine finanzielle Entschädigung dafür, dass er seine seit der Priesterkaiserzeit auf das Tal der Stiege bestehenden Ansprüche nicht einforderte.
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Ende 798 BF

Dankrath wird perainekirchlich exkommuniziert

Nachdem alle Proteste der Perainekirche und sogar des Dieners des Lebens persönlich gegen die »Dohlenfeldschen Verhältnisse« (die Reduktion des Kirchenguts Perainshof und die eigenmächtige Einsetzung eines Hochgeweihten in Dohlenfelde) ergebnislos verhallt waren, schleuderte der Diener des Lebens in Anchopal den Bannfluch gegen Baron Dankrath von Bregelsaum. Der Baron ignorierte den Fluch – und verbat den Peraingeweihten seines Lehens bei Androhung schwerster Strafen das Predigen gegen seine Herrschaft.
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Anfang 800 BF

Die »Bittere Rache der Milden«

Eine Missernte betraf weite Teile des Eisenwalds, Dohlenfelde litt besonders schwer. Die Geweihten sahen darin eine Rache Peraines am exkommunizierten Baron Dankrath. Nur durch kostenlose Kornverteilungen durch den Baron konnten Hungertote verhindert werden – was ironischerweise die Zuneigung der bäuerlichen Bevölkerung zu ihrem Herrn deutlich erhöhte.
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Ende 800 BF

Das Junkergut Growingen wird für weitere 144 Jahre an Twergenhausen verpachtet

Im Jahre 800 BF verlängerten die Baronie und die Herzogenstadt Twergenhausen den Pachtvertrag über das Junkergut Growingen um weitere 144 Jahre, die Stadt akzeptierte gleichzeitig die Ausweitung der Erzweilerer Handelserleichterungen auf ganz Dohlenfelde. Die nächsten Jahrzehnte ließen den Wohlstand Dohlenfeldes und Erzweilers – und damit auch Twergenhausens noch einmal deutlich wachsen. Die Missernte blieb ein einmaliges Ereignis, die Lande am Darlin florierten wieder, die Werft der Familie Klippstein in Twergenhausen konnte sich vor Aufträgen aus Elenvina, Albenhus und Ferdok kaum retten. Einzig das Reichsedlengut Wolkenfold war aufs Tiefste in die Familienfehde der Häuser Schwarzfels und Rhán verstrickt.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Baron Dankrath hatte die Hungersnot nur mit von Twergenhausen eingeräumten Krediten bekämpfen können, und war der Stadt daher zu großer Dankbarkeit verpflichtet.
 
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801 BF

Das Hesindekloster Norivon brennt nieder

Das Hesindekloster Norivon in Wolkenfold, das nie eine erwähnenswerte Bedeutung erlangt hatte und zu seinen besten Tagen zwei Geweihte und vier Akoluthen beherbergte, brannte 801 BF vollständig nieder und wurde nicht wieder aufgebaut. Nicht wenige Gläubige sahen einen Zusammenhang mit der Exkommunikation Baron Dankraths.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Das Hesinde-Orakel zu Salmingen bestätigte einige Jahre später genau diesen Zusammenhang: »Die Schlange zürnt dem Räuber des heiligen Ackers nicht weniger als die Störchin, weshalb der Hort der Weisheit im Lande des Schändlichen brennen musste!« Die entsprechenden Aufzeichnungen liegen bis heute im Hesindetempel ebendort unter Verschluss.
 
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805 BF

Der Neubau der Werft Klippstein außerhalb der Mauern Twergenhausens

Um den vielen Bauaufträgen für neue Schiffe nachkommen zu können, errichtete die Familie Klippstein ein neues Werftgelände außerhalb der Stadtmauern Twergenhausens im Junkergut Growingen auf, wo bei Bedarf zwei Schiffe gleichzeitig auf Kiel gelegt werden konnten. Der Reichtum der Familie Klippstein übertraf zum ersten Mal denjenigen der ärmsten Patrizierfamilie.
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807 BF

Zwackelfegen wird mit Unfreien besiedelt

Die 797 BF nach Zwackelfegen gezogenenen Siedler aus Rabenstein, Dohlenfelde und Erzweiler wurden bitter enttäuscht, da in den Bergen um das Tal der Stiege keine einzige Erzader gefunden wurde. So hatten selbst die hoffnungsvollsten Prospektoren nach wenigen Jahren das Tal wieder verlassen, der Edle zu Zwackelfegen war um den Fortbestand seines Gutes besorgt. So wurden leibeigene Familien aus Erzweiler und Dohlenfelde nach Zwackelfegen umgesiedelt. Erneut wurden Gerüchte laut, dass nach Peraine und Hesinde nun auch Ingerimm den Baron strafte.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Hiermit hatten die Götter nichts zu tun: Schon die Zwerge wussten vor Jahrtausenden, dass im Tal der Stiege keine Erzadern verliefen.
 
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811 BF

Dankrath von Bregelsaum verstirbt

Nach dem schweren Tod ihres Vaters Dankrath wurde 811 BF dessen Tochter Ermenegilda von Bregelsaum zur Baronin Dohlenfeldes gekrönt. Die neue Baronin spendete der Perainekirche einen großen Betrag und entschuldigte sich bei der Geweihtenschaft – gab jedoch das Rittergut Perainshof, dass sie an ihre Tochter verlieh, nicht an dir Kirche zurück.
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835 BF

Das Haus Engstrand wird in den Patrizierstand erhoben

Der seit einigen Jahrzehnten in Twergenhausen ansässige Zweig des Havener Kaufmannsgeschlechts Engstrand wurde im Jahre 835 BF in den Patrizierstand erhoben. Nun waren die Patrizierfamilien Engstrand, Gliependiek, Kessler, Steinhauer und Wladjeff im Magistrat vertreten. Die reiche und alte Bootsbauer- und Werftbesitzerfamilie Klippstein forderte, ebenso in den Patrizierstand erhoben zu werden – vergeblich, obwohl ihr versteuertes Einkommen höher als das der Familien Engstrand und Steinhauer war.
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Anfang 839 BF

Verkauf des Junkerguts Growingen an Twergenhausen, seither »Herzoglich Growinsmark«

Um ihre immensen Spielschulden zu begleichen, war die junge Baronin Dohlenfeldes, Emergunde von Bregelsaum, Anfang 839 BF gezwungen, das Junkergut Growingen, also alles Land vom Großen Fluss bis zur Grüngischt, das bereits seit 656 BF von Twergenhausen gepachtet wurde, an die Herzogenstadt zu verkaufen. Die Junker zu Growingen verkauften so gut wie alle ihre Rechte in ihrem Junkergut an die Stadt und behielten nicht viel mehr als einen Teil der Pachteinnahmen und ihren Titel, aus dem Junkergut Growingen wurde die »HerzoglicheGrowinsmark«. Alrik von Darlinmund-Schleiffenröchte zog von seinem Gutshof in ein Stadthaus, der Bürgermeister zu Twergenhausen bestallte einen Markvogt.
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839 BF

Die Phexunruhen in Twergenhausen

Um die Growinsmark bezahlen zu können, musste der Magistrat Twergenhausens eine Sondersteuer für alle Bürger Twergenhausens einführen, den »Markentaler«. Die Matriarchin der Familie Klippstein – gleichzeitig Meisterin der Bootsbauerzunft – hatte nach der Erhebung der Engstrands in den Patrizierstand alle Hoffnungen aufgegeben, selbst in diesen Stand aufgenommen zu werden. So schwang sich die Handwerksmeisterin zur lautstarken Sprecherin der Handwerker der Stadt auf, die von den Patriziern die politische Mitbestimmung forderten, wie sie sie schon von 435 bis 550 BF hattten. Die Handwerker weigerten sich unter Führung der Klippsteins geschlossen, den »Markentaler« zu entrichten. Im Phexmond des Jahres 839 BF kam es zu offenen Protesten der Zunftgesellen und -meister in der Stadt, die von der Stadtwache gewaltsam beendet wurden.
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846 BF

Die Peraineunruhen in Twergenhausen

Im Perainemond des Jahres 846 BF wurde der Bürgermeister Twergenhausens vergiftet. Mehrere Patrizierfamilien bezichtigten diverse Handwerkerfamilien des Mordes, woraufhin es erneut zu schweren Unruhen kam, in deren Folge zwei Patriziervillen angesteckt wurden und der anschließende zweitägige Großbrand einen großen Teil der Darlinstadt verwüstete. Dabei kam unter anderem ein Traviageweihter ums Leben. Die Flussgarde und von Alrik von Darlinmund-Schleiffenröchte aus der Growinsmark zu Hilfe gerufene bewaffnete Freibauern beendeten die Unruhen, fünf Mordbrenner und Brandstifter wurden zum Tode verurteilt.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Der Tod des Traviageweihten hatte nichts mit dem Großbrand zu tun. Vielmehr wurde der Priester in einer blutigen Zeremonie von Mitgliedern der Patrizierfamilie dem Dreizeihnten geopfert. Anschließend warfen die Mörder den Leichnam in die Flammen der Darlinstadt.
 
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847 BF

Dohlenfelder Marktaufstand

Ein an den Peraineunruhen in Twergenhausen beteiligter Schneidergeselle flüchtete sich in den Traviatempel zu Dohlenfelde. Der Magistrat der Herzogenstadt forderte im Jahre 847 BF die Auslieferung des Übeltäters, der Dohlenfelder Baron weigerte sich unter Berufung auf das travianische Asyl. Der Hochgeweihte des Twergenhäuser Traviatempels, Gundelhard Kessler, erließ schließlich einen Dispens und erlaubte damit dem Baron die Festnahme des Schneidergesellen. Doch als freiherrliche Büttel anrückten, um den Gesellen festzunehmen, stellten sich ihnen bewaffnete Dörfler entgegen. Der Baron war erbost und forderte den Dorfschulzen und die Traviageweihten auf, einzulenken. Die Dohlenfelder bemannten die Wehrmauer ihres Dorfes, der Baron zu Dohlenfelde belagerte zusammen mit Truppen aus Twergenhausen den Markt. Nach mehreren Wochen kapitulierte die Ortschaft, der Dorfschulze sowie zwei Rädelsführer wurden öffentlich gehenkt, der Schneidergeselle jedoch hatte mittlerweile die niederen Weihen der Traviakirche empfangen, und der Hochgeweihte des Twergenhäuser Traviatempels gestand ihm als Akoluth der milden Göttin volle Immunität zu. So kam er mit dem Leben davon. In der Konsequenz des Marktaufstandes wurde aber die Mauer des Marktes Dohlenfelde geschleift, auf dass sich ein solcher Aufstand nie mehr wiederholen könne.
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852 BF

Die Badilakanerabtei zu Twergenhausen wird geweiht

Das Heilige Paar zu Rommilys war zutiefst erbost über die Ereignisse im Jahre 847 BF und exkommunizierte alle Ratsherren Twergenhausens sowie den Baron zu Dohlenfelde. Der Hochgeweihte des Twergenhäuser Tempels, Gundelhard Kessler, wurde schwer gerügt und von einem Kirchengericht zu einer fünfjährigen Pilgerreise als Bettler verurteilt, blieb aber im Amt. Der Magistrat der Stadt erkaufte sich die Wiederaufnahme in die Gemeinschaft der Traviakirche durch die Stiftung eines Badilakanerklosters in Twergenhausen – in der Darlinstadt, die sechs Jahre zuvor niedergebrannt war, wurde die Abtei Sankt Badilak fünf Jahre später, im Jahre 852 BF, geweiht.
Der Baron zu Dohlenfelde war zuerst erbost über die Einmischung der Traviageweihtenschaft, musste aber schon 848 BF, als die Traviageweihten seiner Baronie begannen, gegen ihn zu predigen, nachgeben. Er übergab die Baronskrone an seine Tochter, verließ die Baronie und wurde nie mehr in den Nordmarken gesehen.
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Ende 852 BF

Gundelhard Kessler wird Badilakanerabt

Nach der Rückkehr von seiner fünfjährigen Pilgerreise trat der geläuterte Gundelhard Kessler Ende 852 BF in den Dienst des Badilakanerordens. Die bisherige Äbtissin ließ sich auf eigenen Wunsch ins Garether Südquartier versetzen, Gundelhard wurde ihr Nachfolger. Bis heute stellen die Kesslers alle Äbte von Sankt Badilak. Das 598 BF gegründete Therbûnitenspital der Stadt verlor zusehends an Bedeutung, da die Kesslers ihre Unterstützung des Siechenhauses einstellten und fast alle Dienste an den Armen von den Badilkanern übernommen werden.
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869 BF

Twergenhausen wird Sitz des Isenhager Inquisitionsrates

Im Jahre 865 BF war die Heilige und Kaiserliche Inquisition gegründet worden, auch die Grafschaft Isenhag wurde zum Amtsbereich eines ordentlichen Inquisitionsrates. Dieser zog aber erst im Jahre 869 BF feierlich in Twergenhausen ein – nachdem vier Jahre lang zwischen der Praioskirche und dem Grafen des Isenhag verhandelt worden war. Die Herzogenstadt wurde als Sitz der Inquisitorin gewählt, da sich der Graf in seiner Residenz die Anwesenheit desselben verbat. Außerdem beschränkt sich die Zuständigkeit der Inquisitorin im Isenhag explizit nur auf Menschen. Angroschim sind generell von inquisitorischer Strafverfolg und und sogar Beobachtung ausgenommen. Der Graf des Isenhag ließ mit Zustimmung des Magistrats einen zugigen Wehrturm auf Burg Darlinmund als Inquisitionsturm herrichten – der gegenüber dem Eingang der Sankt-Hlûthar-von-den-Nordmarken-Sakrale lag, die zwar in der heutigen Form von 336 BF bis 349 BF als Praiostempel gebaut wurde, aber 468 BF der Göttin Rondra geweiht wurde.
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870 BF

Doppelter Raubmord an durchreisenden Hesindegeweihten

Zwei Hesindegeweihte wurden in ihrem Hotelzimmer ausgeraubt und anschließend ermordet, die Leichen fand man in den Ruinen der niemals fertiggestellten Praiosabtei Sankt Gurvan am linken Darlinufer, gegenüber der Stadt gelegen. Zwei Abenteurer, die festgenommen und der Inquisitiorin vorgeführt wurden, mussten wieder laufengelassen werden. Die Morde wurden nie aufgeklärt.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Hinter dem Doppelmord an den beiden Geweihten stand wieder die den Namenlosen verehrende Familie Steinhauer. Der Goldschmiedemeister Bernhelm Bollschlag, zu einer seit Generationen dem Dreizehnten huldigenden Familie gehörig, wurde zufällig Zeuge, als drei Mitglieder der Familie Steinhauer die beiden Leichen zurück auf ihr Hotelzimmer brachten. Bis dahin nahm Meister Bollschlag an, zur einzigen Sekte des Dreizehnten in Twergenhausen zu gehören.
 
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871 BF

Gründung der Twergenhäuser Hellsichsakademie

Ein Magier, der seit vielen Jahren in Twergenhausen lebte und als berühmter Hellsichtszauberer Kollegen und Schüler um sich geschart hatte, hatte 864 BF bei der Grauen Gilde ein eigenes Gildensiegel und die universelle Lehrbefugnis beantragt. Die auflagenlose Genehmigung erfolgte nach der üblichen siebenjährigen Antragsprüfungszeit im Jahre 871 BF, das »Haus der Hellsicht am Strom zu Twergenhausen« gegründet. Der Magistrat der Stadt akzeptierte die Magierakademie formell als städtische Gilde, der Herzog der Nordmarken erteilte den Magiern ein ausdrückliches Privileg, in der Stadt leben und arbeiten zu dürfen.
Doch die erste ordentliche Inquisitionsrätin, die zwei Jahre zuvor ihren Amtssitz in Twergenhausen bezogen hatte, war eine fanatische Anhängerin des Bannstrahl Praios’ und setzte es sich zum persönlichen Ziel, nicht zu ruhen, ehe die Magierakademie zu Twergenhausen wieder geschlossen sei.
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872 BF

Die Grauen Stäbe zu Perricum unterstützen die Twergenhäuser Hellsichtsschule

872 BF, kein Jahr nach seiner Gründung, geriet das » Haus der Hellsicht am Strom zu Twergenhausen« unter massiven Druck von Seiten der Inquisitorin des Isenhag. Tag und Nacht standen Bannstrahler vor dem Akademiegebäude, Hetzschriften gegen die kleine Magierschule, die nur drei Lehrmeister und 15 Schüler hatte, wurden jeden Tag auf dem Kaiser-Sighelm-Platz verlesen. Um die Position der Schule zu stärken und ein Exempel zu statuieren, entsandte der Orden der Grauen Stäbe zu Perricum einen Hohen Repräsentaten nach Twergenhausen, die Schule wurde zur »Ordensburg« ernannt.
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874 BF

Das erste Inquisitionsverfahren gegen die Twergenhäuser Hellsichtsschule

Die Inquisitorin hatte nach knapp zwei Jahren genügend Material gesammelt, um der Hellsichtsschule beziehungsweise ihren Lehrmeistern Verstöße gegen den Codex Albyricus vorzuwerfen. Das langwierige Verfahren wurde 874 BF am Stadt- und Marktgericht zu Twergenhausen eröffnet, es sollte vier Jahre dauern. Die Grauen Stäbe entsandten einen ihrer besten Rechtskundigen, um die Vorwürfe der Inquisitorin zu entkräften – und hatten schließlich Erfolg: Der vorsitzende Richter aus dem Hause Kessler erklärte Ende 878 BF die Argumente der Inquisitorin für unzureichend und verbot zudem den Bannstrahlern mit Verweis auf die Freiheitsrechte des Magierstandes, ihre Wacht vor der Akademie aufrechtzuerhalten (auf vorläufiges Verbot dieser Praxis war bereits zu Verfahrensbeginn erlassen worden).
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Anfang 879 BF

Mysteriöse Todesserie in der Familie der Junker zu Erzweiler

Ein schwerer Schlag ereilte das Haus Sturmfels im Jahre 879 BF. Im Sommer starben ein gutes Dutzend Mitglieder der Familien Sturmfels und der angeheirateten Eisenhuetter Familie Lanzenberg an plötzlichen Krankheiten, Vergiftungen, Unfällen und Selbstmord. Die Umstände vieler der Todesfälle konnten nie geklärt werden. Die Inquisition nahm umgehend ein neues Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf eine Verwicklung der Twergenhäuser Hellsichtsschule in die Todesserie auf.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Am 5. Tage des Namenlosen des Jahres 878 BF opferte sich Welferich von Lanzenberg, ein Geweihter des Dreizehnten im höchsten Weihegrad, seinem Gott. Weiterhin nannte er seinem finsteren Herrn zwölf weitere Familienmitglieder, die dieser zu sich nehmen durfte. Diese kamen im Wochenabstand ums Leben.
Der Namenlose ließ seine Macht in das Schwert »Indomabilis« fahren, das Welferichs Tochters Hagfrieda zu ihrem Ritterschlag überreicht bekommen sollte. Wer dieses Schwert führt, sollte nach dem Willen des Dreizehnten keinen Zweikampf und keine Schlacht verlieren.
 
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Ende 881 BF

Die Twergenhäuser Hellsichtsschule wird geschlossen

Im Jahre 881 BF nannte ein Ordensmagier der Grauen Stäbe die Inquisitorin »Hela im Praiotenrock« und wurde wegen schwerer und götterlästerlicher Beleidigung angeklagt, jedoch von seinem Orden gegen eine immense Zahlung ausgelöst. Dieser Zwischenfall ließ die Stimmung im Magistrat jedoch kippen, und es kam zu einem neuen Verfahren gegen die Hellsichtsschule. Die Inquisitorin hatte in den letzten Jahren viele neue Indizien gegen die Akademie und ihre Lehrmeister gesammelt – vor allem aber wurde der Magierschule eine Verwicklung in die Todesserie in den Familien Sturmfels und Lanzenberg vorgeworfen.
Der Herzog und die Grauen Stäbe entsandten, wie schon zuvor, Rechtsbeistände für die Hellsichtsmagier. Doch das Verfahren dauerte nur wenige Wochen: Der Vertreter der Grauen Stäbe wurde als befangen des Gerichts verwiesen, der Justiziar des Herzogs bekam die Macht des Privilegium Sighelmi zu spüren. Denn die Stadt verbat sich jegliche Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. Am Ende kam es zwar zu einer Abweisung der Vorwürfe, in die Mordserie verwickelt zu sein.
Einer der drei Lehrmeister wurde jedoch aufgrund seiner Unterstützung des Ordensmagiers, der die Inquisitorin beleidigt hatte, der Stadt verwiesen. Weiterhin wurde den Bannstrahlern wieder erlaubt, vor der Akademie zu wachen. Der Lehrbetrieb war so kaum aufrechtzuerhalten, der Akademieleiter gab nach, das » Haus der Hellsicht am Strom zu Twergenhausen« (und damit auch die »Ordensburg« der Grauen Stäbe) wurde geschlossen. Die Lehrmeister und ihre Schüler gingen nach Methumis, wo der ehemalige Akademieleiter einen bedeutenden Lehrstuhl übernahm.
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882 BF

Inquisitionsprozess gegen die Patrizierfamilie Steinhauer

Noch während des Prozesses gegen die Akademie ging eine anonyme Anzeige bei der Stadtwache ein, daraufhin wurde im Keller der Patriziervilla der Familie Steinhauer eine Kultstätte des Namenlosen entdeckt. Sofort wurde von der Inquisitionsrätin des Isenhag ein Verfahren eingeleitet, das binnen mehrerer Monde viele Ungeheuerlichkeiten hervorbrachte. Schon seit vielen Generationen schien die Familie Steinhauer dem Dreizehnten zu huldigen, ohne dass dies jemandem aufgefallen wäre. Mehrere Todesfälle der letzten Jahrzehnte konnten nun mit finsteren Ritualmorden in Verbindung gebracht werden. Es wurde gar gemutmaßt, dass die Familie Steinhauer für die tragische Todesserie im Hause Sturmfels drei Jahre zuvor verantwortlich sein könne, wofür es jedoch keine eindeutigen Beweise gab. So oder so wurden alle erwachsenen Familienmitglieder zum Tode verurteilt, die maximal zwölfjährigen Kinder hingegen in weit entfernte Praiosklöster zur strengen Erziehung gegeben. Aller Besitz der Familie Steinhauer wurde zugunsten der Stadt enteignet. Im Magistrat saßen nun noch die Patrizierfamilien Engstrand, Gliependiek, Kessler und Wladjeff. Die Zünfte der Stadt nahmen den Vorfall zum Anlass, Sitze und Stimmrecht im Stadtrat zu fordern – was der Magistrat mit den Stimmen der Familien Engstrand, Gliependiek und Wladjeff ablehnte.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Die Patrizierfamilie Steinhauer, die in den letzten zwanzig Jahren über dreißig Morde an Geweihten zu verantworten hatte, hatte mit den dreizehn Morden von 879 BF nichts zu tun. Hierfür war einzig die Welferich von Lanzenberg verantwortlich.
Die anonyme Anzeige wurde von Goldschmiedemeister Bernhelm Bollschlag erstattet. Der Namenlosengeweihte wusste bereits seit 870 BF von den finsteren Machenschaften der Patrizierfamilie Steinhauer. Er betrachtete die regelmäßigen, rituellen Geweihtenmorde durch die Patrizierfamilie als Gefahr für seinen eigenen, unauffälligen Zirkel und glaubte tatsächlich, dass die Familie Steinhauer auch hinter den Morden in den Familien Sturmfels und Lanzenberg steckte. Er nutzte daher die Inquisition, um die Familie Steinhauer zu vernichten.
 
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885 BF

Leumine Hagfrieda von Sturmfels wird Jungfer zu Erzweiler

Die Junkerwürde zu Erzweiler ging aufgrund der Todesserie im Jahre 885 BF direkt von Jungfer Growine Rondralda von Sturmfels auf ihre Enkelin Leumine Hagfrieda von Sturmfels über. In den nächsten Jahren blühte Erzweiler auf wie nie zuvor. Es war, als wollten die Götter die fürchterliche Todesserie von 879 BF vergessen machen.
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886 BF

Gründung der Bergbausiedlung Ilpettasbinge, Muragosch wird Burgvogt zu Dohlenhorst

Im Jahre 886 BF wurde die Bergbausiedlung Ilpettasbinge gegründet, die Erschließung reicher Eisenerz- und Zwergenkohlevorkommen stand an. Im gleichen Jahr verstarb der Burgvogt zu Dohlenhorst, Falgrosch Sohn des Farmosch. Sein Nachfolger wurde Muragosch Sohn des Murgrim, der umgehend damit begann, mit der Jungfer zu Erzweiler und dem Baron zu Dohlenfelde über die Rechte in Ilpettasbinge zu verhandeln.
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888 BF

Gründung der dohlenfeldschen Minencompagnie

Muragoschs Verhandlungen führten im Jahre 888 BF zur Gründung der »Bergköniglich-Eisenwaldschen und Freiherrlich-Dohlenfeldschen Minen-Compagnie«. Für die umfassende Beteiligung der Barone Dohlenfeldes an den Förderrechten im erzweilerschen Ilpettasbinge trat Dohlenfelde Maringen an Erzweiler ab, weiterhin erhielten die Erzweilerer freies Wegerecht auf der Via Ferra von Ochsenheim bis Twergenhausen.
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Ende 888 BF

Stiftung des Noionitenklosters zu Zwackelfegen

Im Jahr der Gründung der Minencompagnie trat der Herzog der Nordmarken an die Jungfer von Erzweiler heran und äußerte den Wunsch, ein Noionitenkloster am Rande des Boronsforst im Süden Zwackelfegens stiften zu dürfen, wo über viele Generationen immer wieder Borongeweihte ein Eremitendasein geführt hatten. Die gleichsam unzugängliche und uninteressante Gegend war zwischen der Baronie Rabenstein und dem Junkergut Erzweiler umstritten, die Stiftung eines zwölfgöttergefälligen Klosters könnte diesen Streit beenden. So verkaufte Jungfer Leumine Hagfrieda ganz Zwackelfegen an den Herzog, der den Abt des noch zu bauenden Klosters »Sankta Noiona am Stillen Quell« zum Landedlen Zwackelfegens erhob. Mit herzoglichem Gold wurde damit begonnen, auf den Ruinen der während der Priesterkaiserzeit zerstörten Burg Löwintrutz die Burg Zwackelfegen zu errichten. Die Summe, die der Herzog für Zwackelfegen bezahlte, ist nicht bekannt. Leumine erhielt aber nach der »Schenkung« Zwackelfegens den Beinamen »die Reiche«. Auch Rabenstein erhielt eine nicht unerhebliche Summe. Der Abt des Klosters wurde vertraglich verpflichtet, täglich ein Gebet für den Junker Erzweilers und den Baron Rabensteins zu sprechen.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Dass die zerstörte Nekropole des untergenganen Monata in direkter Nachbarschaft Zwackelfegens lag, spielte für die »Schenkung« keine Rolle.
 
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890 BF

Das erzweilersche Rittergut Maringen wird begründet

Jungfer Leumine Hagfrieda belehnte einen Ritter aus einer ihrem Hause seit Generationen treu ergebenen Familie mit dem Gut Maringen. Der neue Ritter zu Maringen stammte aus dem Geschlecht der »Eisernen«, die ihren Ehrennamen auf ihren Vorfahren Elriko den »Eisernen«, einen Held aus der Zeit des Ersten Orkenzugs zurückführten. Schon der erste Ritter zu Maringen nahm aufgrund eines Streites mit einer Wengenholmer Nebenlinie seines Hauses den Namen »von und zu Maringen« an.
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892 BF

Die erste »Große Markt- und Warenschau«, Einweihung des Kaiser-Sighelm-Saales

Im Jahre 892 BF feierte Twergenhausen das 750-jährige Jubiläum der Verleihung des Privilegium Sighelmi an den Magistrat der Stadt und damit 750 Jahre städtischer Selbstverwaltung. Dazu wurde im Magistratsgebäude der prächtige Kaiser-Sighelm-Saal eingeweiht, der vom berühmten Grangorer Malermeister Danilo ter Frese gestaltet worden war.
Um die Kaufleute am Großen Fluss insbesondere für die hochwertigen Erze aus Ilpettasbinge zu interessieren, veranstaltete Herzoglich Twergenhausen auch die erste »Große Markt- und Warenschau«, der mit Abstand wichtigste Aussteller war die »Bergköniglich-Eisenwaldsche und Freiherrlich-Dohlenfeldsche Minen-Compagnie«. Die ursprünglich als einmalige Veranstaltung geplante Messe war so erfolgreich, dass sie vom Jahr 893 BF an die Nachfolgeveranstaltung der »Twergenhäuser Erzmesse« wurde, die seit 260 BF alle zwei Jahre stattfand.
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895 BF

Das Gut Efferdshain wird aus dem Rittergut Freyen herausgelöst

Travienlieb Starkbaum, eine Freibäuerin, die den Hof Efferdshain im Rittergut Freyen bewirtschaftete, stritt viele Male mit dem Ritter zu Freyen über die Höhe ihrer Abgaben, bis sie schließlich vor das Land- und Marktgericht in Dohlenfelde zog, um den Streitfall zu klären. Burgvogt Muragosch, der seit neun Jahren der Verwalter Dohlenfeldes war, erhielt von seinem Herrn, Baron Dankrath, den Auftrag, den Status des Gutshofs zu prüfen. So kam es, dass das Gericht entschied, dass der Hof gar nicht rechtmäßig zum Rittergut Freyen gehörte, sondern vielmehr – mitsamt dem ganzen Uferstreifen des Ritterguts – zu Freiherrlich Dohlenfelde gehörte. Die Ritter fochten das Urteil des dohlenfeldschen Gerichtes beim Grafen an, doch dieser bestätigte das erste Urteil im Jahre 898 BF. Eine erneute Anfechtung beim Herzog wurde 900 BF abgeschmettert. Das vom Ritter zu Freyen angerufene Reichsgericht erklärte sich 911 BF für unzuständig.
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900 BF

Gründung der Brauerei in Dohlenfelde und Stiftung des »Edelstein- und Kristallmuseums« in Twergenhausen

Im Jahre 900 BF wurde auf Initiative Muragoschs von der hügelzwergischen Sippe Birnknödel die »Freiherrliche Dohlenfeldsche Brauerei« gegründet, deren »Dohlenfelder Dunkelbräu« zumindest in den Nordmarken Anklang fand. Die Birnknödels sind seit ihrem Zuzug im Jahre 606 BF für ihr exzellentes Bier bekannt.
Weiterhin stifteten im gleichen Jahr die Patrizier Twergenhausens und der Bergkönig des Eisenwaldes das städtische »Edelstein- und Kristallmuseum«.
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902 BF

Jungfer Leumine Hagfrieda von Sturmfels zieht als Söldnerin nach Tobrien

Jungfer Leumine Hagfrieda von Sturmfels war Rondra und vor allem Kor sehr zugeneigt und zog 902 BF wie so viele andere abenteuerlustige Adlige nach Tobrien, um in den dortigen Feldzügen Ruhm zu erlangen und Gold zu erbeuten. Sie schloss sich einer Söldnerkompanie an, in der sie schnell zum Profoss aufstieg.
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903 BF

Jungfer Leumine wird von Reichsverweser Tedesco geehrt

Bei einem unbedeutenden Gefecht war der Hauptmann von Leumines Söldnerkompanie gefallen, die Jungfer übernahm das Kommando und schloss sich dem Heer von Reichsverweser Tedesco an. Während der Belagerung von Warunk wurde dieser auf die Isenhagerin aufmerksam und dekorierte sie hoch. Leumine hatte sich durch ihren großen Mut und ihr taktisches Geschick ausgezeichnet, zudem war ihre Einheit eine der diszipliniertesten während der Kämpfe um Warunk.
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Ingerimm 903 BF

Gründung der Twergenhäuser Ratsbrauerei

Das von den Birnknödels seit 900 BF in der »Freiherrliche Dohlenfeldsche Brauerei« nach dem »Koscher Reynheytsgebothes des Jahres 40 BF« gebraute Bier erwies sich als überaus erfolgreich und wurde insbesondere in Twergenhausen immer beliebter. Daher gründete der Magistrat der Herzogenstadt im Jahre 903 BF eine eigene Ratsbrauerei, die jedoch von Beginn an weder an Qualität noch an Quantität mit dem hügelzwergischen Bier aus dem Hinterland mithalten konnte.
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904 BF

Die Zunftrevolte in Twergenhausen

In den Jahren nach der Gründung der Minencompagnie und der Brauerei erreichte das Handelsvolumen Twergenhausens ungeahnte Höhen, vor allem aber wurde die Macht der Handwerker größer. Die Bergwerke im Hinterland konnten nicht annäherend so viel Eisenerz fördern, wie die Waffenschmiede und Plättner in der Anfangsphase der Erbfolgekriege benötigten. Die Werftbesitzer-Familie Klippstein, auf deren Schiffen eine Ladung Erz nach der nächsten gen Ferdok verschifft wurde, war nun nach dem Haus Gliependiek diejenige mit dem größten versteuerten Einkommen in der Stadt – Familienoberhaupt und Bootsbauer-Zunftmeister Gudelhard Klippstein forderte im Jahre 904 BF im Namen aller Zünfte eine Beteiligung der Handwerker an der Macht in der Stadt. Als der Magistrat die Stadtgarde entsandte, um Gudelhard Klippstein zu verhaften, riefen die Zunftmeister die Stadtwehr – in der sie zahlenmäßig die große Mehrheit stellten – zu den Waffen und besetzten im Handstreich das Rathaus.
Der Magistrat hatte sich in die Festung Darlinmund in den Schutz der Flussgarde geflüchtet und rief den Stadtherrn, den Herzog der Nordmarken, um Hilfe. Dieser entsandte seine Tochter, die Allwasservögtin, mit zwei – pikanterweise auf der Werft Klippstein gebauten – Flussgaleeren und vier Bannern Flussgarde gen Twergenhausen. Unmittelbar zurvor war einer der wichtigsten Geweihten der Ingerimmkirche, der Garether Meister der Esse, der sich auf einer Pilgerfahrt nach Abilacht befand, in Twergenhausen eingetroffen. Der Ingerimmgeweihte war als wortgewaltiger Verfechter der Zunftrechte bekannt und diskutierte viele Stunden lang unter vier Augen mit der Allwasservögtin. Währenddessen belauerten sich Flussgardisten und die bewaffneten Bürger der Stadt. Freibauern aus der Growinsmark waren unterdessen vor den Toren der Herzogenstadt aufgezogen, um die Patrizierfamilien, die zuverlässigsten Abnehmer ihrer Waren und großzügigen Kreditgeber, notfalls auch mit Waffengewalt gegen die Handwerker zu unterstützen.
Schließlich gab der Meister der Esse die Einigung bekannt: Die alte Stadtverfassung aus dem Jahre 164 BF war abgeschafft, Twergenhausen sollte eine gemischte Stadtverfassung erhalten, die von den Vertretern der Zünfte und der Patrizier binnen zweier Jahre in Albenhus ausgehandelt werden sollte.
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906 BF

Die neue Stadtverfassung

Exakt nach 24 Monaten, im Jahre 906 BF, hatten sich die Patrizierfamilien und Zunftmeister in Albenhus geeinigt. Die neue Stadtverfassung sah vor, neben den Patrizierfamilien Engstrand, Gliependiek, Kessler und Wladjeff die Zunftvorsteher der sechs ordentlichen Zünfte der Stadt – Bootsbauer, Brotmacher, Eisenwerker, Gewandmacher, Goldwerker, Hausbauer – mit Sitz und Stimme in den Rat der Stadt aufzunehmen, die Familien Gliependiek und Kessler bekamen sogar zwei Sitze. Der Herzog der Nordmarken siegelte die neue Stadtverfassung noch im gleichen Jahr. Die neue Bürgermeisterin, die der gemischte Magistrat wählte, war die alte: Isfrieda Kessler. Weiterhin wurde in dieser Stadtverfassung verdeutlicht, wer in den Patrizierstand erhoben werden durfte: Die vier Patrizierfamilien sorgten dafür, dass alle zünftigen Bürger von einer Erhebung in ihren Stand per Gesetz ausgeschlossen wurden.
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908 BF

Reichsverweser Tedesco beauftragt Jungfer Leumine mit der Aufstellung eines Söldnerregiments

Reichsverweser Tedesco beauftragte die ihm seit der Belagerung von Warunk treu ergebene Jungfer Leumine im Jahre 908 BF damit, ein eigenes Söldnerregiment aufzustellen. Mit ihrem persönlichen Vermögen warb sie daraufhin in Tobrien und Darpatien Kämpfer an und schwor sie auf sich ein. Zu Ehren ihrer Heimat Erzweiler nannte Leumine ihr Regiment »Ingerimms Hammer«.
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910 BF

Die Söldner von »Ingerimms Hammer« bewähren sich in den Regentschaftskriegen

In den Regentschaftskriegen ab 910 BF war Jungfer Leumines Regiment »Ingerimms Hammer« recht erfolgreich und bewährte sich in mehreren großen und kleinen Gefechten. »Diszipliniert wie ein Isenhager« wurde bald zum mit Hochachtung ausgesprochenen, geflügelten Wort.
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Hesinde 910 BF

Gründung der Tempelschule

Die Handwerkermehrheit im Magistrat beschließt die Gründung einer Tempelschule zu Twergenhausen.
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914 BF

Jungfer Leumines tritt in die Dienste Bardurons von Gareth

Nach der Absetzung des Reichsverwesers Tedesco durch Barduron von Gareth im Jahre 914 BF mussten sich Jungfer Leumine und ihre Söldner von – »Ingerimms Hammer« einen neuen Brötchengeber suchen. Sie fanden diesen in Barduron, der nicht wenige Söldner übernahm, die zuvor für Tedesco gekämpft hatten. Von der bornischen Grenze bis nach Almada kämpften die daraufhin Söldner in zahlreichen Schlachten, und bald schon rankten sich Legenden um »Leumine die Siegreiche«, denn niemals unterlag »Ingerimms Hammer« unter der Führung der Obristin in einem Gefecht.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Selbstverständlich gestattete nur die Macht des vom Dreizehnten gesegneten Schwertes »Indomabilis« Leumine diese Siegesserie. Sie selbst dankte jedoch Rondra und Kor für ihre Erfolge.
 
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