Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Fehden und Magierkriege
von 567 bis 602 nach Bosparans Fall

Nach einem guten Jahrhundert Friedensherrschaft eskalierte der sich bereits lange abzeichnende Streit zwischen Altengrund und Twergenhausen. Der Krieg zwischen den Städten und schließlich die Magierkriege ruinierten die Lande am Darlin. Wichtenfels wurde besiedelt und löste sich von Dohlenfelde, Twergenhausen wurde herzoglich.
 

567 BF

Der Aufstieg Canyzethias von Havena

Canyzethia von Havena wurde wenige Monate nach dem Tode Herzog Koradins zur Ehrenbürgerin Twergenhausens ernannt und kurz darauf zur stellvertretenden Spektabilität der »Hohen Schule der elementaren Thaumaturgie zu Twergenhausen« ernannt.
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572 BF

Der Baron zu Dohlenfelde verleiht Altengrund das Marktrecht

Der Baron zu Dohlenfelde sah schon bald die Vorteile, die darin bestanden, über eine große Siedlung am Großen Fluss mit einem Hafen in direkter Nachbarschaft des Bergkönigreichs Eisenwald zu herrschen. So räumte er – eine unklare Formulierung des Altenauer Friedens von 564 BF ausnutzend – der Siedlung Altengrund ein beschränktes Marktrecht ein. Der Magistrat Twergenhausens war sofort alarmiert, der neue nordmärkische Herzog schätzte die Lage jedoch nicht als kritisch ein.
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575 BF

Die »Herzogenfehde«

Der Magistrat Twergenhausens vertrat aufgrund der Entwicklung in Altengrund die Ansicht, dass einzig die direkte Herrschaft Twergenhausens über dieses Gebiet den Wiederaufstieg Altengrunds verhindern und damit die Vormachtstellung der Herzogenstadt sichern könne. Weiterhin war man besorgt, dass die Burg Dohlenhorst auch Twergenhausen bedrohen könnte – würde es von der in Sichtweite von Twergenhausens Burgberg gelegenen Baronsburg doch möglich sein, den Großen Fluss zu beschießen und damit den Handel von Twergenhausen nach Elenvina, Kyndoch und Havena zu unterbinden. So entbrannte im Jahre 575 BF die »Herzogenfehde«: Die Stadt forderte am linken Darlinufer die gesamte fruchtbare Altenau inklusive Altengrunds, dazu das Freyener Land und Burg Dohlenhorst, am rechten Darlinufer alles Land bis zur Grüngischt. Nachdem ein Vermittlungsversuch der Reghianer gescheitert war, unterstützte der Gratenfelser Graf den Dohlenfelder Baron massiv finanziell. Zwei Magier der 564 BF aufgelösten Altengrunder Akademie, immer noch erbost über die Schließung ihrer Akademie und den Aufstieg Canyzethias von Havena, traten in die Dienste des Dohlenfelder Barons.
Nach einigen Monden schlugen dohlenfeldsche Truppen und Gratenfelser Söldner in der »Darlinschlacht« vor der Herzogenstadt die Bürger Twergenhausens, obwohl diese zahlenmäßig deutlich überlegen waren und sogar von drei Bannern Flussgarde sowie mehreren Kampfmagiern unterstützt wurden. Die Befehligerin der Flussgardisten, eine Tochter des Herzogs, geriet in Geiselhaft des Barons zu Dohlenfelde. In der gleichzeitig ausgefochteten »Dorinschlacht« gelang es dem Landedlen zu Maringen und dem Junker zu Erzweiler, die auf der Seite Twergenhausens kämpften, die Ortschaft Dohlenfelde zu besetzen. Burg Schwarzfels wurde belagert. Als der Landedle und der Junker jedoch von der verheerenden Niederlage bei Twergenhausen hörten, beendeten sie ihre Offensive und zogen ihre Truppen kampflos über den Darlin zurück.
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576 BF

Der »Friede von Albenhus«

Nun begannen in der Reichsstadt Albenhus zähe Verhandlungen zwischen den Parteien, die erst ein Jahr später zum Abschluss kamen. Schließlich wurde die Tochter des Herzogs gegen die Zahlung erheblicher Summen an den Gratenfelser Grafen und Dohlenfelder Baron freigelassen. Zudem erhielt der Baron Dohlenfeldes das Landedlengut Maringen zugesprochen – wobei er jedoch den Sohn des Edlen, und damit das bekanntermaßen herzogentreue Haus Berg-Maringen, als erblichen Junker akzeptieren musste.
Wichtenfels wurde ein Teil Dohlenfeldes, was Erzweiler »auf ewig« anerkennen musste. Die Herzogenstadt Twergenhausen war der große Verlierer der Hezogenfehde: Sie erreichte nicht nur keines ihres Kriegsziele, sondern musste auch noch für einen Großteil der herzoglichen Lösegeldzahlungen aufkommen. Beim »Twergenhäuser Tellerschmelzen« wurden alle silbernen Teller und Essbestecke in der Herzogenstadt eingesammelt und eingeschmolzen, um dem Grafen zu Gratenfels übergeben zu werden. Am härtesten traf Twergenhausen jedoch, dass Altengrund nun sogar die Stadtrechte vom Baron Dohlenfeldes erhielt – und den Handelsvertrag mit dem Bergkönigreich Eisenwald von 541 BF erneuerte.
Die ursprünglich norbardischstämmige Kaufmannsfamilie Wladjeff, die zu Beginn der Rohalszeit nach Twergenhausen gezogen war, nutzte die finanzielle Not des Magistrats aus und erkaufte sich den Patrizierstand durch die Zahlung einer ungenannten hohen Summe in den Stadtsäckel. Nun bestimmten die Familien Gliependiek, Kessler, Ochs, Steinhauer und Wladjeff die Geschicke der Herzogenstadt.
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585 BF

Burg Dohlenhorst wird bezogen, das Haus Rhán erhält Burg Schwarzfels

Zwanzig Jahre nach Baubeginn, im Jahre 585 BF, bezogen der Baron Dohlenfeldes schließlich die mit herzoglichem Gold fertiggestellte Burg Dohlenhorst, die über die Altenau wacht und gen Twergenhausen droht. Die ehemalige Baronsburg Schwarzfels wurde dem Haus Rhán, treuen ritterlichen Vasallen der Streitebecks, die sich in der Herzogenfehde ausgezeichnet hatten, als Rittergut zum Lehen gegeben.
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587 BF

Wichtenfels bekommt einen Grötzer Vogt

Ritter Galmin von Bochsbansen-Grötz wurde im Jahre 587 BF vom Baron Dohlenfeldes zum Vogt von Wichtenfels ernannt. Der aus Nebenlinien des mächtigen Grafenhauses Grötz stammende Ritter hatte sich in der Herzogenfehde als Gefolgsmann des Dohlenfelder Barons ausgezeichnet.
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589 BF

Canyzethia von Havena wird Protektorin Twergenhausens

Rohal legte 589 BF aufgrund zunehmender Kritik an seiner langen Regierungszeit die Amtsgeschäfte nieder, im Jahr darauf brachen die Magierkriege zwischen den großen Magiergilden aus, die alle die rechtmäßige Nachfolge Rohals beanspruchten. Auch in den Nordmarken kam es zu kuriosen Schlachten, und der Magistrat Twergenhausens war besorgt, dass auch seine Stadt Opfer übler Magie verwenden könnte. So bat er Canyzethia von Havena, mittlerweile zur Spektabilität der »Hohen Schule der elementaren Thaumaturgie zu Twergenhausen« aufgestiegen, als Protektorin »die Stadt vor aller finsterer Unbill zu bewahren«.
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Ende 592 BF

Flutkatastrophe am Großen Fluss

Im gleichen Jahr kam es zur nächsten großen Flut am Großen Fluss, die in der Altenau schwere Schäden anrichtete. Dafür, dass Twergenhausen nicht betroffen war, wurde auch Canyzethia von Havena großer Dank gezollt.
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593 BF

Die Zweite Schlacht vom Reghiansgrab

Im Jahre 593 BF kam es zur »Zweiten Schlacht vom Reghiansgrab«: Ein finsterer Magier versuchte, das Schwert des Heiligen Reghian, dem mächtige magische und wunderbare Eigenschaften zugeschrieben wurden, mit einer Armee aus Untoten an sich zu bringen. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung stellten sich die Reghianer, der Adel Dohlenfeldes, Maringens und Erzweilers sowie die Bürger und Magier Twergenhausens und die Adligen mehrerer benachbarter Baronien der Bedrohung entgegen. In der ebenso mit Schwertern wie mit Magie ausgetragenen Schlacht wurde der Angreifer schließlich Dank Rondras Gnade besiegt: Hochmeisterin Gwynna von Reghianswacht bezwang einen Dämonen, den der finstere Nekromant in einer letzten Kraftanstrengung beschworen hatte. Sieben Jahre später, im Jahre 600 BF, sollte Hochmeisterin Gwynna – die mittlerweile die Weihen empfangen hatte und Meisterin des Bundes der Senne Westen war – in der Schlacht von Ferdok den Heldentod finden. Einige Jahre später wurde die Metropolitin sogar heilig gesprochen.
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Ende 593 BF

Wichtenfels wird Junkergut und löst sich von Dohlenfelde

Die Verluste in der Zweiten Schlacht vom Reghiansgrab waren immens: Zwei von drei Kämpfern waren gefallen, darunter der Freiherr von Isenbrueck und Calmir, die Baronin Dohlenfeldes und der Junker zu Maringen. Der Junker zu Erzweiler war schwer verwundet worden und litt unter fürchterlichen Albträumen, die ihm den Schlaf und jede Entschlussfreude raubten. Der umtriebige Wichtenfelser Vogt Galmin von Bochsbansen-Grötz, in dessen Landen mittlerweile mehrere hundert Menschen lebten, schloss einige Monde nach der Schlacht ein Bündnis mit dem Baron von Ludgenfels und dem Grafen von Gratenfels.
Daraufhin löste er alle Bande mit Dohlenfelde und schwor dem Baron von Ludgenfels als Junker die Treue. Gleiches tat der Ritter zu Freyen. Wichtenfelser und Ludgenfelser Truppen besetzten das Junkergut Maringen, Gratenfelser Truppen die Altenau mit Altengrund. Danach belagerten die Bündnispartner unter Führung eines Gratenfelser Offiziers Burg Dohlenhorst. Die Bevölkerung der Altenau begrüßte die Gratenfelser stürmisch, der Graf verlieh Altengrund erneut die Gratenfelser Stadtrechte. Ein Erzelementarist in Gratenfelser Diensten ließ einen Dschinn binnen Stunden eine neue Altengrunder Stadtmauer errichten.
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595 BF

Absetzung Canyzethias von Havena, Plünderung der Twergenhäuser Magierschule

Im Jahre 595 BF endeten die Magierkriege mit der Schlacht in der Gorischen Wüste zwischen Rohal und Borbarad. Kurz nachdem diese Nachricht Dohlenfelde erreicht hatte, wurde der Stadtrat Twergenhausens der mittlerweile mehr als 70 Jahre alten Protektorin Canyzethia von Havena – die nie einen Hehl daraus gemacht hatte, der Weltanschauung Borbarads näher als derjenigen Rohals zu stehen – überdrüssig. Die Spektabilität hatte sich seit der »Zweiten Schlacht vom Reghiansgrab« immer mehr zurückgezogen hatte und war dem Magistrat immer unheimlicher geworden: Die Ratsherren heuerten zwergische Söldner aus dem Amboss an, die die Magierakademie in Twergenhausen stürmten und die wenigen Magier, die sie dort antrafen, massakrierten. Auch Canyzethia von Havena wurde ohne Gegenwehr niedergemacht. Eine Plünderung der Akademie durch die wütenden Bürger verhinderte die Stadtgarde: Der Magistrat hatte entschieden, die wertvollen Buchbestände an die Wehrhalle zu Elenvina zu verkaufen.
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596 BF

Garether Pamphlet

Die Siegelung des Garether Pamphlets im Jahre 596 BF legitimierte im Nachhinein die gewaltsame Schließung der Magierschule zu Twergenhausen. Canyzethia von Havena wurde posthum als Unterstützerin Borbarads zum Tode verurteilt. Die Patrizier beschlossen, die Verfassung ihrer Stadt insofern zu ergänzen, dass Magiebegabte ein Sitz im Rat der Stadt verwehrt ist.
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597 BF

Der Rote Rotz und die Blaue Keuche fordern viele Opfer

Vier aufeinanderfolgende Missernten hatten von 593 bis 596 BF schwere Hungersnöte über den südlichen Isenhag gebracht. Im Frühling 597 BF kam es schließlich zu einer verheerenden Epidemie von Rotem Rotz und Blauer Keuche: Die wenigen wehrfähigen Männer und Frauen, die die Magierkriege und Hungerjahre überlebt hatte, starben nun an den Seuchen. Insgesamt erlag jeder fünfte Dohlenfelder den Krankheiten, in Twergenhausen sogar jeder vierte Einwohner. Alle Dohlenfelder Pläne, die Altenau oder Wichtenfels zurückzuerobern, waren zunichte gemacht worden.
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598 BF

Stiftung des Twergenhäuser Therbûnitenspitals

Unter dem Eindruck der Blauen Keuche des Jahre 597 BF stiftete der Magistrat der Stadt Twergenhausen 598 BF ein Spital des Ordens der Gesegneten Heilerschaft der Peraine-Gläubigen, üblicherweise Siechenhaus der Therbûniten genannt. Insbesondere die Patrizierfamilie Ochs, die während der Seuche mehrere Tote zu beklagen hatte, unterstützt den Orden.
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Ende 624 BF

Der Ingerimmtempel erhält weitgehende Rechte im Markt Erzweiler

Der Hüter der Flamme zu Angbar hatte seit 466 BF immer wieder erfolglos die Rückgabe Erzweilers an seine Kirche gefordert. Doch nach dem Sieg über den Purpurwurm war der Junker zu Erzweiler bereit, der Ingerimmkirche zu Dank verpflichtet. Er betraute den tapferen Hochgeweihten des Erzweilerer Ingerimmtempels mit der Verwaltung des Marktes Erzweiler an – ein Arrangement, das bis heute besteht.
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