Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Das Neue Reich
von Bosparans Fall bis 160 nach Bosparans Fall

In den ersten eineinhalb Jahrhunderten nach dem Falle Bosparans wurde im »Heiligen Neuen Kaiserreich vom Greifenthron zu Gareth«, vulgo Neues Reich, der politische Grundstein für das heutige Dohlenfelde, dessen Name zum ersten Mal verwendet wurde, gelegt. Die einfallenden Goblins wurden besiegt, Darlinmund neu gegründet. Die alte Patrizierfamilie Fallenwerth stellte im Reiche Rauls des Großen erst die Edlen zu Darlinmund, danach die Barone zu Dohlenfelde. Der bescheidene Wohlstand des Städtchens und der 110 BF gegründeten Baronie wurde jedoch durch mehrere Thorwalerüberfälle in Frage gestellt, die auch die Fallenwerths ihren Thron kosteten.
 

Anfang 2 BF

Die Grafschaft Ambrocebrâ wird geschaffen

Kaiser Raul machte erhob Helden der Zweiten Dämonenschlacht zu ranghohen Adligen. So wurde eigens für Lusmina von Fallenwerth, die sich in Brig-Lo hervorgetan hatte, die Grafschaft Ambrocebrâ geschaffen, die weite Teile des östlichen Eisenwaldes von der Ambrocebrâ bis zum Darlin umfasste, und damit auch den nordöstlichen Teil des heutigen Dohlenfelde einschloss.
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2 BF

Die Namenlosen Pocken wüten am Darlin

Im Frühling des Jahres 2 BF wüteten die Namenlosen Pocken in den Landen am Großen Fluss, jeder fünfte Bewohner Heiligenfurts und Erzweilers erlag der Seuche, darunter der Procurator von Darlinmund, der seinen Titel auch noch im »Exil« in Heiligenfurt führte. Da es unter den praktizierenden Tsagläubigen Heiligenfurts keine Opfer gab, wurde der Glaube an die Junge Göttin in kürzester Zeit zum wichtigsten Kult im Darlintal. Den Perainekult hatte der Glaube an Tsa binnen weniger Jahre nahezu vollständig verdrängt, waren doch alle Geweihten der Peraine an den Pocken gestorben.
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3 BF

Goblins fallen am Darlin ein und werden in der Schlacht von Heiligenfurt geschlagen

Als hätten die Namenlosen Pocken nicht genug Unheil gebracht, belagerte nur wenige Monate später, im Jahre 3 BF, ein über die Heerstraße von Albenhus kommendes, tausende Köpfe zählendes Goblinheer das Kastell Bolenacum. Ein eilig aufgestelltes Heer Gräfin Lusminas war von den Goblins zuvor aufgerieben worden, die heroisch streitende Gräfin überlebte die Schlacht schwerstverwundet.
Doch wider erwarten hielten die Legionäre Bolenacums einige Tage stand, dann wurde das Kastell von den Goblins im Sturm genommen und zerstört, alle Verteidiger fanden den Tod. Doch die Belagerung Bolenacums gaben Amaldina von Fallenwerth, der jüngeren Schwester Gräfin Lusminas, und dem Bergkönig vom Eisenwald Zeit, ihre Truppen zu sammeln. Im Boronmond des Jahres 3 BF kam es vor den Palisaden Heiligenfurts zur Schlacht, Amaldina wollte Rache für ihre Schwester, von der sie dachte, sie sei gefallen. In einer erbittert geführten Schlacht besiegten schließlich Menschen und Angroschim die große Übermacht Goblins nach schwerem Kampf.
Die ganze Grafschaft Ambrocebrâ feierte den Sieg in der Schlacht von Heiligenfurt, und als auch noch Gräfin Lusmina, deren Leben von einem Magier gerettet worden war, auf war die Freude vollkommen. Gräfin Lusmina krönte ihre jüngere Schwester Amaldina noch auf dem Schlachtfeld zur Edlen von Darlinmund. Einzig der alte und verbitterte Ingerimmgeweihte zu Erzweiler hatte sich bis zum Ende der Bitte der jungen Ritterin verweigert, auch seine Truppen gegen die Goblins zu schicken.

»Auf jeden Menschen kam ein Dutzend Rotpelze, die Übermacht war erdrückend. Doch Amaldina von Fallenwerth, noch keine zwanzig Götterläufe alt, war bereit, für die himmlische Leuin den Heldentod zu sterben, und ihr Beispiel inspirierte ihre Kämpfer. Furchtlos traten die nicht einmal zweihundert Kämpfer aus Darlinmund und Heiligenfurt den Rotpelzen entgegen. Die Schlacht entbrannte, und binnen kürzester Zeit waren die Menschen von den Rotpelzen umringt, und einer nach dem anderen ging zur Herrin. Als schon alles verloren schien – gerade war der tapfere Ritter von Darlinstein, durchbohrt von einem vergifteten Goblinspeer, zu Boden gegangen – erschien die Rettung. Fast dreihundert zwergische Krieger aus dem Bergkönigreich Eisenwald, angeführt von Bergkönig Ubarlosch Sohn des Ugrox, spalteten wie ein stählerner Keil die Reihen der Rotpelze und retteten Amaldina von Fallenwerth und die ihr verbliebene Handvoll Streiter vor dem sicheren Tod. Die feigen Rotpelze flohen ob ihrer neuen Gegner in wilder Panik, aber dennoch blieben mehr als tausend Rotpelze tot auf der Wallstatt zurück. Und kaum hatten die Menschen und Zwerge ihre Gefallenen geborgen, kamen so viele Dohlen, dass der Himmel schwarz wie in der Nacht wurde, und ließen sich auf dem Schlachtfeld nieder. Eine Woche lang hielten die Rabenvögel einen Festschmaus, dann waren von den Rotpelzen nur noch die Knochen übrig. Die Schlacht von Heiligenfurt blieb den Vögeln in so guter Erinnerung, dass Kajax und Nakaja, König und Königin der Dohlen, ihre Residenz nahe der Walstatt wählten und seither jedes Jahr ihre geflügelten Heerscharen im Boronmond zusammenrufen, um in Erwartung eines erneuten Festessens an den Ort der Schlacht zu fliegen.«

(»Kompendium aller Schlachten der Menschheit vom Anbeginn der Zeiten, verfasst und herausgegeben vom Orden der Heiligen Ardare zu Arivor«, 9 Perval (942 BF))

Wann die Ortschaft Heiligenfurt sowie das Darlintal und sein Umland zum ersten Mal als »Dohlenfelde« bezeichnet wurden, lässt sich nicht mehr rekonstruieren (eine andere Herkunftserklärung für »Dohlenfelde« bezieht sich auf die alte Bezeichnung »Dolinus« für das Flüsschen »Darlin« – hiernach wären die »Dohlenfelde« nichts anderes als die Felder am Darlin). Das erste Dokument, das die Bezeichnung »Dohlenfelde« verwendete, war das durch Kaiser Nardes im Jahre 110 BF beurkundete »Pamphlet zur Konsolidierung der firunwärtigen Marken«.
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4 BF

Beginn des Baus der Burg Darlinmund und des neuen Darlinmunder Hafens

Von den 13 v. BF noch sieben Patrizierhäusern– Aeni, Brajani, Digniti, Fallenwerth, Pulchri, Secondi und Trioni – existierten im Jahre 4 BF nur noch drei, die Aeni, Fallenwerth und Trioni. Die vier übrigen waren Flut, Krieg und Pocken zum Opfer gefallen. Amaldina von Fallenwerth ließ sich nun vom Senat zur Procuratorin ernennen und übernahm damit das Amt ihres Vaters. Die Ritterin hatte nach der Schlacht von Heiligenfurt im Jahre 3 BF viele hundert kriegsgefangener Goblins versklaven lassen. Diese Sklaven wurden ab 4 BF zur Trockenlegung des bei der Flut 13 v. BF entstandenen Sumpflandes um den Collis Sanini eingesetzt, vor allem aber zum Bau einer neuen Procuratoren-Burg – die später Burg Darlinmund heißen sollte – auf demselben und zur Befestigung eines neuen Flusshafens. Die beiden anderen Patrizierfamilien Darlinmunds drängten auf eine Neugründung ihrer Stadt und stifteten schließlich das nötige Gold, um einen Efferd- und einen Traviatempel zu errichten. Doch der Morast um den Collis Sanini war ungesund für Mensch, Goblin und Tier, die alle gleichermaßen unter dem allgegenwärtigen Ungeziefer und sogar dem Sumpffieber litten.
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23 BF

Neugründung Darlinmunds

Nach knapp zwei Jahrzehnten, 23 BF, waren die Arbeiten an der Burg auf dem Collis Sanini abgeschlossen. Im gleichen Jahr wurde der großartige Traviatempel der neuen Siedlung geweiht, die feierlich den altehrwürdigen Namen Darlinmund bekam und sich von Kaiser Raul die Stadtrechte bestätigen ließ. Zeugnisse lassen vermuten, dass erst damals – über ein Jahrhundert nach Erlass des Silem-Horas-Edikts – die Ork- und Goblingötter von den menschlichen Bewohnern des heutigen Dohlenfelde nicht mehr verehrt wurden. Sumu-, Satuaria- und diverse Feenkulte gediehen jedoch weiter. Der erste Hochgeweihte des neuen Traviatempels wurde Sighelm Kessler, wie sich die Familie Aeni, die schon zu Admiral Sanins Zeiten die Hochgeweihten des ersten Darlinmunder Traviatempels stellte, nun nannte.

»Jubilieret, zwölfgöttergläubige Einwohner des stolzen Darlinmund, die ihr unter dem Schutze der Häuser Fallenwerth, Aeni und Trioni steht, denn in dieser Siedlung wird niemals mehr der Blutige Stier oder einer der anderen widerwärtigen Götzen der Schwarz- und Rotpelze angebetet werden! Geheiligt sei einzig das Pantheon des Silem-Horas, lang lebe Kaiser Raul von Gareth, lang lebe das Haus Fallenwerth, das stellt unsere Procuratorin und die Gräfin zu Ambrocebrâ!«

(Inschrift im Traviatempel zu Twergenhausen (damals Darlinmund), 23 oder 24 BF)

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25 BF

Bestätigung der Stadtrechte durch Kaiser Raul

Zwei Jahre nach Neugründung Darlinmunds saßen die drei Patrizierfamilien, die die »Schreckensdekaden« überlebt hatte, im Senat Darlinmunds: Die Häuser Fallenwerth, Kessler (zuvor Aeni) und Ochs (zuvor Trioni) teilten alle lukrativen Posten in der Siedlung unter sich auf. Amaldina von von Fallenwerth war aber nicht nur Senatorin, sondern zugleich auch Edle von Darlinmund und residierte auf Burg Darlinmund. Im Jahre 25 BF wurde sie vom Senat zur »Kaiserlicher Procuratorin« bestallt, woraufhin sie nach Gareth zu Kaiser Raul zog und von diesem im Amt bestätigt wurde – zusammen mit der Bestätigung der Stadtrechte des Jahres 854 v. BF für das wiedergegründete Darlinmund. Zum Bedauern der Patrizier siegelte Kaiser Raul nicht die Patriziatsverfassung von 140 v. BF, so dass grundsätzlich wieder alle Geweihten, Adligen und Magier Darlinmunds zum Senat gehörten. Es gelang den Häusern Fallenwerth, Kessler und Ochs jedoch, den kaiserlichen Willen insofern umzuinterpretieren, dass sie nur die Hochgeweihten der Tempel, jedoch keinen Magier und keinen zusätzlichen Adligen im Senat zuzulassen. In den Patrizierstand wurde keiner der neuen Senatoren aufgenommen.
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29 BF

Die systematische Trockenlegung des Sumpflandes um Darlinmund beginnt

Im Jahre 29 BF kam der tobrische Spenglermeister Growin Gliependiek, der sein Handwerk von erzzwergischen Meistern im fernen Vallusa beim Bau der »Großen Mauer« erlernt hatte und sich auf einer Pilgerreise in der Urheimat der Angroschim befand, nach Darlinmund. Der Handwerker – der seinen zwergischen Vornamen von seinem Meister erhalten und sich seinen Nachnamen aufgrund seines Handwerks selbst gegeben hatte – war entsetzt über die unzulängliche Bezwingung des Großen Flusses in Darlinmund, so nah an Xorlosch und Senalosch. Der Spengler sah sofort die Möglichkeiten einer sorgsam angelegten, systematischen Entwässerung. Growin Gliependiek sprach bei den Patriziern vor, und unterbreitete Vorschläge, das Umland des Collis Sanini zu entwässern und den Hafen effektiv zu befestigen. Nach einiger Bedenkzeit, die nach den geradezu fürstlichen Forderungen Growin Gliependieks – er verlangte für sich und seine Familie die Aufnahme in den Patrizierstand, in den Senat und mehrere einflussreiche Posten in der Stadt – notwendig waren, stimmte diese schließlich zu. Gliependiek begann umgehend mit den Arbeiten.
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30 BF

Besiedelung des Freyener Landes

Ein kleines Stück unbewohnten, sumpfigen Landes am linken Ufer des Großen Flusses wurde im Jahre 30 BF von Gratenfelser Truppen besetzt – das Gratenfelser Grafenhaus war bemüht, am Südufer des Großen Flusses Fuß zu fassen. Die Gegend wurde bald darauf von Strafgefangenen aus dem Gratenfelser Becken und Orksslaven trockengelegt und von ausnahmslos freien Bauern aus dem Gratenfelser Becken besiedelt – weshalb der Uferstreifen den Namen »Freyenland« erhielt, schon bald aber entweder »Freyener Land« oder kurz »Freyen« genannt wurde.
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33 BF

Der »Dritte Heiligenfurter Krieg«

Im Jahre 33 BF griffen die Ingerimmgeweihten Erzweilers zum dritten Mal nach der Macht im Darlintal. Im »Dritten Heiligenfurter Krieg« wurden die Erzweilerer aber in der Schlacht am Darlinstein von Kämpfern des Grafen zu Ambrocebrâ und der Edlen Amaldina von Fallenwerth geschlagen, der Hochgeweihte zu Erzweiler anschließend hingerichtet, seine Familie entmachtet. Ein Vogt des Grafen zu Ambrocebrâ zog in Erzweiler ein und übernahm die Herrschaft über die Ortschaft. Die Fluchtburg Erzweilers wurde vom rondragläubigen Vogt aus Darlinmund der Göttin Rondra geweiht.
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42 BF

Das Freyener Land kommt Hausgut der Grafen zu Gratenfels

Das Freyener Land, erst wenige Jahre zuvor am Südufer des Großen Flusses trockengelegt und besiedelt, wurde durch kaiserlichen Ratschluss gegen den Willen des nordmärkischen Herzogs dem Hausgut der Grafen zu Gratenfels zugeschlagen.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Der Graf zu Gratenfels hatte den Freyener Familien eine so erhebliche Summe für die »Unannehmlichkeiten der Reise« nach Gareth bezahlt, dass sie gar nicht anders konnten, als den Kaiser zu bitten, ihr Land Gratenfels zuzuschlagen.
 
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55 BF

Darlinmund hat genauso viele Einwohner wie Heiligenfurt

Nach 26 Jahren hatte Growin Gliependiek seine Arbeiten abgeschlossen: Der Hafen Darlinmunds war befestigt, eine Flutmauer, die dem Großen Fluss trotzen konnte, errichtet, viele Quadratmeilen Morast zwischen Großem Fluss und Grüngischt in fruchtbares Ackerland verwandelt. Die Reichsstadt Darlinmund gedieh in den folgenden Jahren prächtig und hatte schon bald wieder über 1000 Einwohner – deutlich mehr als Heiligenfurt. Die Familie Gliependiek wurde in den Patrizierstand erhoben und bekam eine prächtige Villa auf dem Collis Sanini, direkt neben der Burg der Patrizier- und Procuratorenfamilie Fallenwerth, zum Wohnsitz.
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68 BF

Die Gründung Altengrunds

Auch die Siedlungen am rechten Ufer des Großen Flusses und vor allem in der fruchtbaren Altenau florierten. Seit der Flut im Jahre 13 v. BF war auch hier eifrig Sumpfland trockengelegt worden, das Neuland erwies sich als äußerst fruchtbar. Im Jahre 68 BF wurde schließlich unter Hoheit des Gratenfelser Grafen von Bauern aus dem Freyener Land die Siedlung Altengrund gegründet. Der Procurator zu Darlinmund wiederum förderte nun die Neulandgewinnung am rechten Ufer des Großen Flusses, in der heutigen Baronie Ludgenfels, nach Kräften und schafften aus diesem Grund viele Orksklaven aus den Darlinauen und der heutigen Growinsmark ans rechte, sonnenbeschienene Ufer des Großen Flusses. Dort entstanden ausgedehnte Landgüter, die große Mengen exzellenten Weines produzierten. Fast jeder reiche Darlinmunder oder Heiligenfurter verfügte über ein Weingut am rechten Ufer des Großen Flusses, wo weder Angroschim noch Orks noch Goblins die Menschen an der Expansion hinderten. Die einzige Elfensiedlung der Gegend wurde 92 BF niedergebrannt – als Strafaktion, nachdem die Elfen einen Orkssklaven getötet hatten.
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82 BF

Growin Gliependiek stirbt

Im Alter von 101 Jahren starb der Senator Growin Gliependiek im Jahre 82 BF. Auf dem Totenbett hatte sich der Patrizier von Ingerimm ab- und Efferd zugewandt, er wurde im Efferdtempel der Stadt beigesetzt. Das ganze Land zwischen Großem Fluss, Darlin und Grüngischt wurde zu Ehren Growin Gliependieks »Growinsmark« genannt, der Collis Sanini, wo sich die prächtige Villa der Gliependieks befand, hieß schon bald auch offiziell »Growinssitz«.
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104 BF

Der Patriarch des Ingerimmkultes fordert Erzweiler zurück

Nachdem der Ingerimmkult seinen festen Sitz in Angbar gefunden hatte, forderte der Patriarch von der Gräfin zu Ambrocebrâ die Rückgabe des seit 33 BF von einem Vogt verwaltete Erzweiler. Die Gräfin weigerte sich mit Berufung auf die drei von den Ingerimmgeweihten Erzweilers angezettelten Kriege. Der Hüter der Flamme verbot daraufhin seinen Geweihten, Götterdienste in der Grafschaft zu halten.
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110 BF

Neuordnung der Grafschaft Ambrocebrâ, Schaffung der Baronie Dohlenfelde

Die Baronie Dohlenfelde wurde im Jahre 110 BF vom Grafen von Ambrocebrâ geschaffen, indem dieser den Edlen zu Darlinmund, seinen Vetter zweiten Grades, Leuwin von Fallenwerth, zum Baron Dohlenfeldes erhob. Die Baronie umfasste nur den Nordosten der heutigen Baronie gleichen Namens, dafür jedoch Teile des westlichen Weidleth und auch Territorien am heute ludgenfelsschen Ufer des Großen Flusses. Die Barone residierten auf Burg Darlinmund, gehörten weiterhin zum Patriziat der Stadt und übten auch weiterhin das Amt des Kaiserlichen Procurators über die Reichsstadt Darlinmund aus.
Die Baronskrönung zum »Baron zu Dohlenfelde und Herrn über alle Lande am Darlin« fand am Darlinstein, einer urtümlichen und mythenumwobenen Felsformation am Zusammenfluss von Darlin und Arborin, statt. Die stählerne Darlinkrone wurde dem Baron vom Ritter vom Darlinstein – dem ranghöchsten Landadligen Dohlenfeldes – aufgesetzt.
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119 BF

Die erste Plünderung Darlinsmunds durch Thorwalpiraten, Bau der Stadtmauer

Als 119 BF gestreifte Segel auf dem Großen Fluss vor der Reichsstadt Darlinmund auftauchten, freute sich noch jeder Einwohner auf unbekannte Kaufleute aus fernen Landen. Die Nachricht von der Plündung Elenvinas nur wenige Tage zuvor war noch nicht nach Darlinmund gedrungen. Die Nordleute nahmen die Stadt im Sturm und plünderten die Siedlung zwei lange Tage, um danach weiter gen Albenhus zu segeln. Einzig Burg Darlinmund hielt stand, der Baron Dohlenfeldes, Leuwin von Fallenwerth, fiel jedoch im Kampf gegen die Piraten. Unmittelbar nach dem ersten Thorwalerüberfall wurden die hölzernen Befestigungswerke Darlinmunds durch steinerne ersetzt (faktisch wurde die Flutmauer am Hafen erweitert und um die ganze Stadt gezogen) und durch einen Graben verstärkt. Die neuen Mauern umschlossen nun die heutige Oberstadt und die Efferdstadt.
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121 BF

Erster Abwehrerfolg gegen Thorwalpiraten

Der nächste Thorwalerangriff im Jahre 121 BF konnte dank der neuen Befestigungen abgeschlagen werden. Viele Bürger und Mitglieder der Baronsfamilie ließen jedoch ihr Leben.
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122 BF

Erste Handelswege im Eisenwald wurden erschlossen

Unter dem Druck der Thorwalerüberfälle machten sich menschliche Kaufleute auf, Handelswege im Hinterland zu erschließen. So sandten der Herzog der Nordmarken sowie die Grafen zu Ambrocebrâ ab 122 BF Kundschafter auf uralte zwergische Handelsrouten im Eisenwald, die durch tiefe Schluchten und über steile Grate führten, um Alternativen zum Flusshandel zu erschließen. Doch der Bergkönig vom Eisenwald wachte eifersüchtig darüber, dass sich keine Menschen dauerhaft im Eisenwald ansiedelten.
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123 BF

Die Thorwaler überwinden die Stadtmauern Twergenhausens

Beim dritten großen Thorwalerüberfall im Jahre 123 BF bauten die Nordleute vor der Stadt Belagerungsgerät und überwanden damit die Mauern Darlinmunds, fast einhundert Bürger ließen ihr Leben. Einzig Burg Darlinmund konnte gehalten werden, und die Nordleute verschonten nur den Travia- und den Efferdtempel der Stadt. Es folgte eine weitere Plünderung im Jahre 128 BF.
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131 BF

Zweiter Abwehrerfolg gegen Thorwalpiraten

Wie überall im geplünderten Teil des Reiches wurden nun auch am Darlin Reitertruppen aufgestellt, da diese sich im Kampf wider die Thorwaler mehrfach bewährt hatten. So konnte der Angriff auf Darlinmund im Jahre 131 BF von Reitern des Barons aus dem Hause Fallenwerth heroisch abgeschlagen werden, indem die Kavallerie der Stadt einen Ausfall unternahm und die Nordleute in offener Feldschlacht vor den Mauern besiegte.
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134 BF

Die Thorwaler umgehen Twergenhausen und plündern Heiligenfurt

Nur einmal interessierten sich Thorwaler bei ihren Plünderungen für das Hinterland Darlinmunds: Im Jahre 134 BF folgten zwei Thorwalersippen, die das gut bewachte Darlinmund einfach umgingen, dem Darlinlauf ins Hinterland und plünderten und brandschatzten Heiligenfurt. Als der gräfliche Vogt Erzweilers den Flusspiraten mit mehreren Reitern entgegenzog, zogen sich die Thorwaler kampflos zum Großen Fluss zurück und ruderten davon. Auf dem Rückweg zertstörten die Nordleute jedoch noch den Darlinsteiner Efferdtempel.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Der Swafnirgeweihte der Thorwaler spürte im Darlinsteiner Tempel die Präsenz einer eigentümtlichen, nicht-efferdgefälligen Macht und erschlug daraufhin persönlich die Hochgeweihte und zertrümmerte den Altar. Ob der Geweihte des Walgottes spürte, dass der Tempel auf den Trümmern eines Charyptoroth-Ungheiligtums errichtet worden war, oder ob er den Feenpakt der Hochgeweihten erahnte, ist offen.
 
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136 BF

Thorwaler vernichten die Darlinmunder Reiterei und töten fast die gesamte Baronsfamilie

Beim Überfall im Jahre 136 BF vernichteten die Thorwaler, die eigene Streitrösser auf ihren zahlreichen Drachenbooten mitgebracht hatten, die zahlenmäßig unterlegene Reiterei der Reichsstadt Darlinmund und des dort residierenden Barons. Danach nahmen sie die Stadt im Sturm und belagerten Burg Darlinmund, die wenige Tage später im Sturm genommen wurde. Beinahe die ganze Baronsfamilie starb unter den wütenden Axthieben der Nordleute. Nur die älteste Tochter des Barons, Raulgunde von Fallenwerth zu Darlinmund überlebte – weil sie zum Zeitpunkt des Angriffs in Knappschaft an einem anderen Hof war. Die Patrizierfamilien Kessler, Ochs und Gliependiek erklärten die Patriziatswürde des Hauses Fallenwerth für erloschen, das Amt des Kaiserlichen Procurators für vakant.
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Anfang 139 BF

Der Rücktritt der Baronin zu Dohlenfelde, Baronskrönung Thorkar Hardredssons

Die Plünderungen der Thorwaler am Großen Fluss hatten auch nach vier Überfällen in einer Generation noch kein Ende gefunden. Im Sommer 139 BF tauchten erneut Drachenboote vor der Stadt auf. Raulgunde von Fallenwerth, die noch nicht einmal ihren Ritterschlag erhalten hatte, war von Todesangst erfüllt und fühlte sich von Rondra verlassen. Sie fürchtete, dass mit ihr ihre Linie des Hauses Fallenwerths aussterben könnte und flüchtete von Burg Darlinmund, deren Tore sie kampflos öffnen ließ, in den Traviatempel. Dort gelobte sie, nie mehr ein Schwert in die Hand zu nehmen, sollte sie verschont werden. Die Thorwaler plünderten wie üblich den Traviatempel nicht, Raulgunde überlebte. Der Graf zu Ambrocebrâ war erbost über die Feigheit seiner entfernten Base, der Baronin zu Dohlenfelde, und jagte sie mit Schimpf und Schande aus dem Amt und in die Verbannung. Er bestimmte pikanterweise einen thorwalschen Söldnerhauptmann in seinen Diensten, Thorkar Hardredsson, zum neuen Baron Dohlenfeldes. Dieser wurde am Darlinstein vom Landadel Dohlenfeldes mit der stählernen Darlinkrone zum neuen Baron Dohlenfeldes und »Herrn über alle Landa am Darlin« gekrönt.
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140 BF

Kaiser Sighelm unterstützt die Patrizier gegen den Baron

Die Patrizier Darlinmunds waren erbost über die Baronskrönung des (wohlgemerkt rondragläubigen) thorwalschen Söldners, und baten Kaiser Sighelm, dem »Schlächter und Götterfeind« jeden Zugang zur Stadt Twergenhausen zu verwehren. Zudem baten sie den Kaiser im fernen Gareth, die Stadt ohne die Ernennung eines kaiserlichen Procurators voll eigenverantwortlich regieren zu dürfen. Zur großen Verwunderung des Grafen zu Ambrocebrâ und vor allem Baron Thorkars, der zuvor schon im Solde Kaiser Sighelms gestanden hatte, teilte der Herrscher des Neuen Reiches die Bedenken der Patrizier, und machte es so, wie diese es vorgeschlagen hatten. Kaiser Sighelm befahl den Patriziern, binnen zwölf Monden eine Patriziatsverfassung auszuarbeiten.
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141 BF

Die erste Bürgermeisterwahl zu Twergenhausen

Eine neue Stadtverfassung Twergenhausens trat im Jahre 142 BF in Kraft. Sie sah einen Magistrat vor, der von den vier Patrizierfamilien der Stadt besetzt wurde. Zu den drei alteingesessenen Patrizierfamilien Kessler, Ochs und Gliependiek kam die Familie Rastenburg hinzu, der in den letzten zwei Generationen ein fulminanter Aufstieg von einer einfachen Krämerfamilie zu Kaufleuten mit Luxusgütern gelungen war. Die Familie Fallenwerth wurde übergangen. Die erste Bürgermeisterin Twergenhausens wurde Wengberta Ochs. Baron Thorkar bekam nach massiven Drohungen des Grafen zu Ambrocebrâ vom Bürgermeister das Wohnrecht auf Burg Darlinmund eingeräumt.
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142 BF

Das Privilegium Sighelmi

Bürgermeisterin Wengberta Ochs reiste mit einigen Patriziern im Jahre 142 BF nach Gareth, wo sie Kaiser Sighelm huldigte. Der Kaiser siegelte eine Urkunde, die die vollständige Selbstverwaltung der Reichsstadt Darlinmund »auf immerdar « garantierte. Dieses »Privilegium Sighelmi« gilt bis heute als wichtigstes Dokument der Stadtgeschichte Twergenhausens. Es regelte unter anderem erstmals verbindlich, wer zum Patriziat gehörte. Das Privilegium war auf die vier damals herrschenden Familien zugeschnitten: Von nun gehörten beispielsweise Tempelvorsteher nicht mehr qua Amt zum Patrizierstand, und Adlige waren vom Patriziat Twergenhausens sogar grundsätzlich ausgeschlossen.
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