Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Der Orden und die Stadt
von 655 bis 746 nach Bosparans Fall

Die Baronie Dohlenfelde erholte sich nach den Kriegen Helmbrechts von Streitebeck recht schnell von den Verheerungen, das Land blühte für ein knappes Jahrhundert auf. Die Herzogenstadt Twergenhausen wurde zu einem bedeutenden Handelszentrum, der Orden der Reghianer wurde einer der einflussreichsten Ritterbünde des Neuen Reiches.
 

655 BF

Die Regentschaft des Darlinrates

Da das älteste Kind Baron Helmbrechts seinen Ritterschlag noch nicht erhalten hatte, übernahm der Ritter zu Darlinstein für den Darlinrat die Regentschaft Dohlenfeldes. Der geschickte Jurist handelte binnen weniger Monate Friedensverträge mit allen Feinden Helmbrechts aus, verpflichtete die Baronie aber zu hohen finanziellen Kontributionen. Die Alternative wäre die Abtretung weiter Landstriche gewesen – insbesondere der Graf zu Gratenfels forderte die Rückgabe der Altenau.
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656 BF

Ein neuer Baron

Der Thronfolger des Barons erhielt auf Drängen seiner Mutter im Phex 656 BF vorzeitig den Ritterschlag und wurde unmittelbar danach zum Baron Dohlenfeldes gekrönt. Er erbte eine durch die zahlreichen Kriege verarmte und durch die Reparationszahlungen hoch verschuldete Baronie. Der Baron wusste, dass er auf die Unterstützung der Landadligen angewiesen war, und bat zweimal im Jahr den Ritter zu Darlinstein, die Landadligen Dohlenfeldes auf dessen Gut zu rufen, auf dass sie ihrem Baron mit Rat und Tat zur Seite stehen könnten.
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Ende 656 BF

Ein neuer Baron, das Junkergut Growingen wird auf 144 Jahre an den Herzog der Nordmarken verpachtet

Der wichtigste Gläubiger des Hauses Streitebeck waren der Herzog der Nordmarken sowie die Herzogenstadt Twergenhausen. Der Herzog und der Bürgermeister bot dem neuen Baron im Rahja 656 BF an, der Baronie alle Schulden zu erlassen und darüber hinaus noch jährliche Subsidien zu zahlen, so der Stadt das Junkergut Growingen, also alle rechtsdarlinischen Ländereien vom Großen Fluss bis zur Grüngischt, auf 144 Jahre verpachtet würden. Von seiner Schuldenlast fast erdrückt, blieb dem Baron Dohlenfeldes gar keine andere Wahl, als dem Angebot zuzustimmen. Der Darlinrat stimmte nach langer Debatte dem Entschluss des jungen Barons zu.
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657 BF

Das Haus Schleiffenröchte wird mit Growingen belehnt

Um die praiosgefällige Ordnung in Growingen zu wahren, krönte der Herzog der Nordmarken seinen loyalen Gefolgsmann Rondhelm von Schleiffenröchte zum Junker von Growingen. Die Linie Darlinmund-Schleiffenröchte war begründet.
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663 BF

Erzweiler und Rabenstein schließen einen Handelsvertrag

Im Jahre 663 BF schloss der Junker Erzweilers mit dem Baron Rabensteins einen Vertrag, der beiden Seiten die unbesteuerte Nutzung der Via Ferra und gegenseitigen Schutz zusicherte – ein Bündnis, das wie zu erwarten das Missfallen der Barone Dohlenfeldes erregte. Ein Jahr später einigte sich Twergenhausen mit Erzweiler und Rabenstein sogar auf gegenseitige Handelsbegünstigungen. Das zwischen Rabenstein und Erzweiler geschlossene Bündnis sowie die Annährung der Nachbarbaronie und des Junkerguts an Twergenhausen bedrohten zusehends das von den zahlreichen Kriegen geschwächte und verarmte Dohlenfelde.
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664 BF

Der Junker zu Erzweiler wird Edler zu Maringen und damit Vasall des Dohlenfelder Barons

Um einem sich anbahnenden Konflikt mit dem Junker Erzweilers auszuweichen, bot der Baron Dohlenfeldes dem Junker begrenzte Zollfreiheit auf der Via Ferra an – und bot ihm zusätzlich an, Edler des seit 656 BF vakanten dohlenfeldschen Edlenguts Maringen zu werden. Im Gegenzug verlangte der Baron die ewige Garantie der Altenau und Wichtenfels’. Der Junker akzeptierte, und war damit als Edler von Maringen ein Vasall des Dohlenfelder Barons.
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666 BF

Brandkatastrophe in Twergenhausen

Im Jahre 666 BF wurde Twergenhausen nach einem Missgeschick in einer Schmiede Opfer einer verheerenden Brandkatastrophe, die einen Großteil der Stadt in Schutt und Asche legte und über einhundert Todesopfer forderte, darunter auch der ungeschickte Handwerksmeister.
Nach dem Feuer kam es zu massiven Unruhen in der Bevölkerung, die die Zerstörung des Rathauses, des Efferdtempels und den Tod dreier Ratsherren als Zeichen der Zwölfe sah, die Zünfte an der Stadtregierung zu beteiligen. Der Magistrat ließ die Unruhen durch Flussgardisten niederschlagen und die Unruhestifter festnehmen. In Prozessen gegen mehrere Handwerkgesellen und -meister wurden Todesurteilen gefällt und Handwerker auf Lebenszeit aus der Stadt verbannt.
Der im Feuer schwer beschädigte Ingerimmtempel wurde von den Patriziern als »Symbol des Hochmuts der Handwerker« bezeichnet, eingerissen und nicht wieder aufgebaut. Weiterhin wurde den Ingerimmgeweihten vorgeworfen, die Löscharbeiten massiv behindert zu haben. An der Stelle des Ingerimmtempels wurde unter anderem das Hotel »Haus Eisenwald« errichtet, das seither als erste Adresse in der Stadt gilt.


Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Der Hüter der Flamme protestierte nicht gegen die Schließung des Ingerimmtempels zu Twergenhausen, was einen guten Grund hatte: Der ungeschickte Schmied, in dessen Werkstatt das Feuer ausbrach, hatte vor langer Zeit für zwei Jahre in der Schmiede des späteren Patriarchen gearbeitet. Der Hüter der Flamme fühlte sich mitschuldig für das Ungeschick des Handwerkers und verzichtete deshalb auf jeden Kommentar zur Schließung des Twergenhäuser Tempels.
 
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671 BF

Wilsitz wird kaiserlich

Der Eslamidenkaiser Alrik der Ritterliche bekam 671 BF vom nordmärkischen Herzog im Tausch gegen Jagdrechte südlich von Rabenstein umfangreiche Privilegien im wildreichen Wilsitzer Land eingeräumt, wo sich nur eine herzogliche Jagdhütte befand. Das Wilsitzer Land bekam den Status einer Reichsvogtei. Im Jahre 673 BF besichtigte ein kaiserlicher Baumeister aus Punin Wilsitz und zeichnete Pläne für eine eindrucksvolle kaiserliche Jagdresidenz, doch der Baumeister erlag auf dem Rückweg nach Almada dem Boronsschlag, das Schloss wurde nie gebaut.
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688 BF

Das neue Magistratsgebäude wird fertiggestellt

Nachdem das Rathaus der Stadt 666 BF vollständig niedergebrannt wurde, wurden gut zwei Jahrzehnte später die Bauarbeiten am neuen Magistratsgebäude abgeschlossen. Das Gebäude wurde weithin als Meisterwerk bürgerlicher Architektur gelobt. Um einen Ausgleich zwischen den sich ewig befehdenden Patrizierfamilien Gliependiek und Kessler zu erreichen und einen Streit wie 662 BF zu verhindern, bekam das Rathaus zwei Portale.
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695 BF

Die Baronie Eisenstieg erobert den Berggasthof Heiligenpfad

Im Jahre 695 BF erklärte der Baron zu Eisenstieg dem Baron zu Dohlenfelde die Fehde und besetzte den Berggasthof Heiligenpfad. Ein Dohlenfelder Versuch, die wertvolle Zollstelle zurückzuerobern, scheiterte kläglich.
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700 BF

Die Sankta-Bethana-Sakrale zu Twergenhausen wird geweiht

Der neuerrichtete Efferdtempel Twergenhausens, in Form einer riesigen Muschelschale errichtet und bis heute das höchste Gebäude der Stadt, wurde im Jahre 700 BF nach über drei Jahrzehnten Bauzeit vom Hüter des Zirkels zu Bethana geweiht.
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714 BF

Baron Meinhardt von Streitebeck wird aufgrund von Dekadenz abgesetzt

Zu einem in der mittelreichischen Rechtsgeschichte einzigartigem Fall kam es in Dohlenfelde im Jahre 714 BF: Baron Meinhardt von Streitebeck, ein gemütlicher Baron, dem man seine Lebenslust vor allem an seiner Leibesfülle ansah, hatte den Wahrer der Ordnung des Mittelreichs zu Besuch auf Burg Dohlenhorst. Um dem Metropoliten zu imponieren, ließ Meinhardt alle Speisen beim Festmahl zu Ehren des Wahrers der Ordnung mit Blattgold überziehen. Dies wurde zu einem großen Gesprächsthema in Dohlenfelde, denn nicht nur der Landadel und die Freibürger, sondern vor allem auch die Angroschim empfanden diese kulinarische Angeberei als zutiefst dekadent und unangemessen. Schließlich wurde das Festmahl selbst in Calbrozim diskutiert, und der Graf forderte von Baron Meinhard eine Stellungnahme zu den Anschuldigungen. Als dieser sich Einmischungen in seine Privatangelegenheit verbat, wurde er vom Isenhager Grafen kurzerhand für abgesetzt erklärt – und zwar aufgrund »eines einem Isenhager Baron ungebührlichen, verschwendungssüchtigen Benimms«.
Der Wahrer der Ordnung legte scharfen offiziellen Protest am Isenhager Grafenhof und am nordmärkischen Herzogenhof ein, aber vergebens. Der Graf bemerkte nur, dass sein Vater sich genügend mit den Priesterkaisern herumgeärgert habe und er sich jede Einmischung verbitte – und erklärte auch noch die für den Isenhag zuständige Inquisitorin zur unerwünschten Person. Der abgesetzte Baron Meinhardt wurde, nachdem der Metropolit für ihn ein gutes Wort bei Kaiser Eslam II. eingelegt hatte, zum kaiserlichen Zeremonienmeister ernannt. Neue Baronin Dohlenfeldes wurde Meinhardts älteste Tochter, die zeitlebens für ihre karge Lebensführung bekannt war.
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718 BF

Zweite Erweiterung der Stadtmauer Twergenhausens

Im Jahre 718 BF wurde die östliche Erweiterung der Stadtmauer Twergenhausens fertiggestellt, die Mauer schloss nun vier Stadtteile ein: Oberstadt, Efferdstadt, Eisenstadt und Darlinstadt.
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722 BF

Die Sankta-Bethana-Sakrale zu Twergenhausen wird für zwanzig Jahre Metropolitensitz

Im Jahre 722 BF wurde Efferdiane Gliependiek zur Meisterin des Flusses geweiht. Die Schwester des Twergenhäuser Bürgermeisters erwählte umgehend die Herzogenstadt zu ihrem Amtssitz. Nach ihrem Tode im Jahre 742 BF sollte Albenhus wieder der Sitz des höchsten Binnenland-Geweihten der Efferdkirche werden.
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740 BF

Die Reghianer feiern ihr vierhundertjähriges Bestehen

Der Orden vom Heiligen Grabe Reghians feierte sein vierhundertjähriges Bestehen im Jahre 740 BF mit dem vielleicht größten Turnier, das bis heute auf nordmärkischem Boden ausgetragen wurde. Vor den Mauern Twergenhausens stand eine kaum überschaubare Stadt aus hunderten bunter Turnierzelte, die Streiter waren aus ganz Aventurien angereist. In Twergenhausen gab es feierliche Prozessionen zum Rondratempel auf Burg Darlinmund, wo das Schwert der Schwerter die Huldigungen des Hochmeisters und des höchsten Geweihten der Reghianer entgegennahm. Die Hofhaltung des Ordens auf den Burgen Darlinmund und Wolenach war zu dieser Zeit durchaus der eines Metropoliten oder gar eines Provinzherren würdig. Doch die reiche Handelsstadt Twergenhausen feierte nicht nur den Orden, dessen geistliches Zentrum immer noch der Rondratempel auf Burg Darlinmund war, sondern vor allem auch sich selbst. An Bedeutung, Pracht und sogar Bevölkerungszahl überflügtelte Twergenhausen in diesen Jahren sogar Albenhus.
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744 BF

Der »Erste Flusskrieg«

Die Herzöge der Nordmarken forderten schon seit Generationen alle Rechte auf dem Großen Fluss ein, die ihnen durch das Kaiserliche Flussprivileg von 335 BF genommen worden waren. Als der Herzog der Nordmarken 744 BF Kaiser Eslam III. drohte, keinen Nachschub mehr in das sich im offenen Aufruhr befindende Herzogtum Kuslik durchzulassen, reagierte der Herrscher des Raulschen Reiches ungehalten und entsandte eine Strafexpedition aus der Reichsstadt Albenhus in die Herzogenstadt Twergenhausen. Fünf kaiserliche Galeeren versenkten zwei herzogliche Galeeren, danach wurde die Stadt mit Brandsätzen beschossen. Die Feuer vernichteten viele Häuser im Hafen, und nur dank eines einsetzenden Wolkenbruchs wurde die Twergenhausen von einer Katastrophe verschont. Der Herzog der Nordmarken lenkte ein.
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