Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Rohal der Weise und Koradin der Nordmärkische
von 465 bis 564 nach Bosparans Fall

In den ersten hundert Jahren nach den Priesterkaisern erholten sich die Lande am Darlin, gleich drei kleine Magierschulen entstanden. Eine gute Zeit für Dohlenfelde und Twergenhausen begann, der bittere Streit und Größenwahn der Priesterkaiserzeit schien einer finsteren Vergangenheit anzugehören. Es sollte jedoch zu Streit um die Altenau kommen.
 

465 BF

Das rasche Ende der Priesterkaiserherrschaft in Dohlenfelde und die »Erste Schlacht an der Wolenacher Brücke«

Als die Priesterkaiserherrschaft im Jahre 465 BF durch Rohal den Weisen in Gareth beendet wurde, befand sich das Gebiet des heutigen Dohlenfeldes, wie so viele Teile des Mittelreichs, kurz vor der offenen Revolte gegen die Praiosgeweihten. Doch die Geweihtenherrschaft ging schnell zu Ende. Am Tage, als die Nachricht von der Entmachtung des letzten Priesterkaisers, Gurvan Praiobur II., und der Auflösung des Bannstrahl-Ordens sowie des Ordens der Göttlichen Kraft in Dohlenfelde eintraf, handelte Baron Rulmasch – der im Kerker von Burg Katzenstein, die damals von den meisten Dohlenfeldern schon Burg Schwarzfels genannt wurde, schmachtete – ohne Gram mit dem Bannstrahler-Kommandanten der Burg dessen freien Abzug über die Via Ferra nach Punin aus. Der Ritter zu Maringen schloss sich dem ehrenvollen Abzug an, der Bannstrahl-Ritter zu Growingen flüchtete in die Stadt Twergenhausen.
Der Zwergenbaron starb überraschenderweise in der darauffolgenden Nacht – der ersten, die er seit zwölf Jahren nicht in einem feuchten Verlies verbrachte. Nun wurde deutlich, dass Rulmasch nicht nur die Bevölkerung vor den Praiosgeweihten und den Sonnenlegionären geschützt hatte, sondern auch umgekehrt, die Bewohner Dohlenfeldes fortwährend beschwichtigt hatte – selbst, als er im Kerker auf Burg Schwarzfels saß. So sammelte sich am Borontempel Dohlenfeldes ein wütender Mob, der die »Praiosknechte« bezichtigte, den Baron vergiftet zu haben. In den nächsten drei Tagen sammelten sich etwa dreihundert bewaffnete Bauern und Handwerker, darunter viele Leibeigene. Forderungen, die während der Priesterkaiserherrschaft verlorene persönliche Freiheit zu erneuern, wurden laut. Schließlich zog der Mob langsam dem linken Darlinufer folgend gen Twergenhausen. Der Praioshochgeweihte der Stadt war schließlich Herr der Sonnenvogtei Dolini.
Die Adligen Dohlenfeldes und Erzweilers waren zutiefst über diese Entwicklung besorgt, sammelten ihrerseits ihre Truppen und marschierten eilends am rechten Darlinufer nach Twergenhausen. In der Stadt handelte der Magistrat gerade mit dem Praioshochgeweihtem aus, wie nun zu verfahren sei. Über den Volksaufstand im Hinterland waren der Bürgermeister und der Geweihte gleichermaßen entsetzt, und mobilisierten die Stadtwehr und die Sonnenlegion. So kam es an der Mündung der Grüngischt in den Darlin zur »Ersten Schlacht an der Wolenacher Brücke«: Nach einem zähen Ringen triumphierte die Allianz aus Städtern, Praioten und Adligen unter Führung Jungfer Asgundes von Sturmfels. Die Hälfte der aufständischen Dohlenfelder und Erzweilerer Bauern und Handwerker lag tot auf der Wallstatt, die Überlebenden wurden vom Twergenhäuser Praioshochgeweihten ausnahmslos zum Tode verurteilt und anschließend aufgehängt. Die praiosgefällige Ordnung in Dohlenfelde war wieder hergestellt worden – insbesondere die Städter waren aber über das Blutbad entsetzt.
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Ende 465 BF

Interregnum in Dohlenfelde, erstes Zusammentreten des Darlinrates

Der Adel Dohlenfeldes trat nach dem Ende der Priesterkaiserherrschaft auf Gut Darlinstein zum Darlinrat zusammen und beriet das weitere Vorgehen. Nach langen Debatten wurde sich Ende 465 BF darauf geeinigt, den Ritter zu Darlinstein zum Verweser der Baronie zu ernennen. Ihm wurde als Beraterin die Hochgeweihte des Dohlenfelder Perainetempels zur Seite gestellt. Die Reghianer herrschten in Einvernehmen mit dem dohlenfeldschen Adel über die Lande zwischen Grüngischt und Weihlbach.
Währenddessen hatte in Erzweiler Raulgunde die Löwin den Thron bestiegen. Ihre Ansprüche auf das 416 BF dem Junkergut zugeschlagene Moxarosch stellte vorerst niemand in Frage, denn einen Isenhager Grafen gab es nicht.
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466 BF

Die Rohalsche Restauration und der Abzug der Sonnenlegion aus Twergenhausen

In Gareth hatte Rohal der Weise am 1. Praios 466 BF den Kaiserthron bestiegen und begann umgehend mit der Restauration des Raulschen Reiches. So setzte er unter anderem die Lex Zwergia wieder in Kraft. Da der letzte Graf zu Isenheag jedoch vor einigen Jahrzehnten gestorben war, mussten sich die Bergkönige von Eisenwald und Xorlosch erst einmal auf einen Nachfolger einigen, was einige Jahre dauern sollte. In Elenvina hatte derweil das praiosgläubige Rittergeschlecht derer vom Großen Fluss, das seit einigen Jahrzehnten die Allwasservögte des nordmärkischen Herzogen-Wahrers stellt, die Macht übernommen. Der Patriarch des Hauses ließ sich vom bisherigen Herzogen-Wahrer zum Herzog der Nordmarken krönen und machte den vormaligen Herrscher der Nordmarken zu seinem persönlichen Beichtvater und politischen Ratgeber. Einige Monde später sollte Rohal das Haus vom Großen Fluss offiziell als nordmärkisches Herzogengeschlecht bestätigen. Maringen, das während der Priesterkaiserzeit dem Elenviner Herzogen-Wahrer direkt unterstellt war, fiel als Landedlengut an das Haus vom Großen Fluss. Der neue Herzog krönte einen Kegel, seine Tochter Ingrimmhilde vom Berg, zur Landedlen von Maringen. Die Linie Berg-Maringen war begründet. Ebenso krönte der neue Herzog einen neuen Baron zu Eisenstieg, missachtete jedoch die Bitte Drahomira von Fallenwerths, berücksichtigt zu werden, da sie die Baronie unrechtmäßig verloren hätte.
Rohal löste derweil die Sonnenlegion auf. So kehrte der Ritter zu Freyen, der Oberst eines Regiments der Sonnenlegion war, auf sein Lehen am Großen Fluss zurück – und befahl den Sonnenlegionären auf Burg Darlinmund und in der Hafenzitadelle, die Festungen an den Magistrat der Stadt zu übergeben. Der Offiziere der Sonnenlegion gehorchten, und die Soldaten fuhren auf einer Flussgaleere gen Elenvina. Der Praioshochgeweihte zu Twergenhausen fürchtete nun um sein Leben – der Magistrat der Stadt beteuerte zwar die Unantastbarkeit des Tempels auf Burg Darlinmund, aber im einfachen Volk und insbesondere im Dohlenfelder Hinterland wurde er nur »Henker im Geweihtenrock« genannt. Und tatsächlich wurde der Hochgeweihte einige Tage später im Schlaf von einem Unbekannten mit einer Axt erschlagen. Der Tempel sollte vorerst leer stehen. Auf der linken Darlinseite, gegenüber der Stadt, wurden die Arbeiten an der Abtei Sankt Gurvan endgültig eingestellt. Nicht einmal das Fundament war fertiggestellt worden, auf der Baustelle lagen hunderte mühsam herangeschaffte Quader Koschbasalt und Marmor herum.
In der Altenau bestätigten die Landgrafen zu Gratenfels ihre Ansprüche durch das Entsenden von Truppen. Die Bregelsaums auf ihrer Wasserburg Bregelstolz im Rittergut Freyen behielten ihre Gratenfelser Grafenunmittelbarkeit.
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Ende 466 BF

Die Aufhebung des Kaiserlichen Flussprivilegs scheitert

Seit dem 1. Ingerimm 335 BF verfügt das Reich über alle Wege- und Zollrechte auf dem Großen Fluss. Der ehemalige Allwasservogt des Herzogen-Wahrers aus dem Hause vom Großen Fluss, nun selbst Herzog, bat Rohal den Weisen um die Aufhebung des Kaiserlichen Flussprivilegs. Dieser ließ das Privileg aber aus Gründen der Freiheit des Handels in Kraft.
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467 BF

Alles Gold in Auradur wird in Katzengold verwandelt

Die in Auradur residierende Komturin des Bannstrahlordens hatte sich unmittelbar nach dem Ende der Priesterkaiserherrschaft dem nordmärkischen Herzog unterworfen, laut Lex Zwergia gehörte Auradur aber zu Almada. Zwischen der almadanischen Fürstin Zafira von Aguilon und dem Herzog der Nordmarken, die beide die Festung Auradur beziehungsweise deren Goldminen für sich beanspruchten, kam es 467 BF zu einem heftigen Streit, der fast zum Krieg im Eisenwald geführt hätte. Herzoglich-nordmärkische Flussgardisten, die wenige Wochen zuvor noch die Uniform der Sonnenlegion trugen, verstärkten die Bannstrahler in Auradur.

Doch die Machtprobe fand ein für alle Beteiligten unerwartetes Ende, als ein mächtiger Geode alles Gold Auradurs und seiner Stollen in das wertlose Katzengold, von den Angroschim Pyrit genannt, verwandelte. Von einem auf den anderen Tag war das mächtige und reiche Auradur um die Grundlage seines Wohlstandes und seiner Existenz gebracht, und binnen weniger Wochen war die Festung so gut wie entvölkert. Die Bannstrahl-Komturin zog mit ihren Rittern und den Sonnenlegionären nach Elenvina, almadanische Soldaten besetzten die aufgelassene Festung. Praios hatte Auradur offensichtlich seine Gnade entzogen.
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468 BF

Die Rekognition der Reghianer und deren Einzug in Twergenhausen

Der Orden vom Heiligen Grabe Reghians hatte unmittelbar nach dem Ende der Priesterkaiserherrschaft die Rekognition als Laienritterorden der wiederauferstandenen Rondrakirche beantragt, und bekam diese 468 BF vom Schwert der Schwerter gewährt. Die gleichzeitig erhoffte Heiligsprechung Reghians wurde den Rittern aber verweigert. In Twergenhausen war zwischenzeitlich eine Mehrheit im Magistrat der Meinung, die Rondrakirche und speziell die Reghianer zu unterstützen. Auf einen Wunsch des Meisters des Bundes der Senne Westen schenkte die Stadt Twergenhausen Burg Darlinmund an den Orden. Die Reghianer wollten zuerst den Ucuritempel Meister Owilmars niederreißen und an gleicher Stelle einen Rondratempel errichten lassen. Doch die Ritter waren von der Pracht des Praiostempels hoch über der Stadt so geblendet, dass sie von ihrem Vorhaben abließen. Auch forderten mehrere weise Geweihte, die Fehler der Priesterkaiser nicht zu wiederholen. So wurde der Ucuritempel dem Rondraheiligen Reghian umgeweiht und zum Haupttempel des Reghianerorderns erklärt. In einer feierlichen Prozession zogen siebzehn Ordensritter aus dem Wolenacher Forst zu ihrem neuen Ordenssitz in Twergenhausen. Eine Kognition dieser Umweihe erfolgte weder durch die Rondra- noch die Praioskirche. Erstere äußerte Zweifel an der historischen Existenz Reghians, letztere akzeptierte grundsätzlich keine Umwidmungen sakraler Gebäude.
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472 BF

Ein neuer Graf zu Isenhag, Moxarosch wird wieder gräflich

Die Bergkönige von Eisenwald und Xorlosch einigten sich erst nach sechs langen Jahren, im Jahre 472 BF, auf einen neuen Grafen für die Grafschaft Isenhag. Dieser schwor dem Herzog der Nordmarken den Vasalleneid. Die Stadt Twergenhausen ließ sich unmittelbar nach der Einsetzung des Grafen ihre laut Lex Zwergia bestimmte Grafenunmittelbarkeit bestätigen – der zwergische Graf schien ein angenehmerer Stadtherr zu sein als der neue Herzog der Nordmarken. Eine Beschwerde des Herzogs bei Rohal dem Weisen wies dieser zurück – die Lex Zwergia sei wieder in Kraft, am gräflichen Status Twergenhausens sei nichts zu rütteln. Der neue Graf bestätigte das Privilegium Sighelmi und garantierte damit der Stadt ihre Selbstverwaltung. Auch Burg Darlinmund nahm der neue Graf formell in Besitz, belehnte danach aber die Reghianer mit der stolzen Festung.
Die Jungfer zu Erzweiler, Raulgunde von Sturmfels, schwor dem neuen Grafen die Treue. Die Herren Erzweilers unterstanden damit nicht mehr der Ingerimm- oder Praioskirche, sondern hatten zum ersten Mal seit Jahrhunderten einen weltlichen Lehnsherrn. Der Hüter der Flamme in Angbar protestierte scharf beim Grafen Isenhags, wurde von diesem, der den menschlichen Ingerimmkult mit großem Misstrauen betrachtete, jedoch nicht erhöhrt. Der Graf forderte von Erzweiler aber das Edlengut Moxarosch zurück, und Raulgunde akzeptierte – behielt aber die Kontrolle über den vormals Rabensteinschen Berggasthof Goldkuppe. Dieser blieb unter Erzweilerer Herrschaft, womit das Junkergut auch seine Grenze zu Rabenstein behielt. Proteste der Rabensteiner beim Isenhager Grafen verhallten ungehört: Der Berggasthof Goldkuppe war in der Lex Zwergia nicht erwähnt, da er zur Zeit der Siegelung des Gesetzeswerkes noch nicht existierte.
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473 BF

Erster Isenhager Ständetag seit 334 BF

Der neue Isenhager Graf lud im Jahre 473 BF die Stände seiner Grafschaft zum ersten mal seit fast eineinhalb Jahrhunderten zum Ständetag auf Burg Darlinmund nach Twergenhausen. Die Reghianer bereiteten den Adligen, Geweihten und Bürgern der Grafschaft einen prächtigen Empfang. Die Insignien der Grafschaft wurden vom Bürgermeister Twergenhausens feierlich vom Magistratsgebäude in den Rittersaal der Burg Darlinmund gebracht. Der Graf dankte den Ratsherren dafür, die Insignien während der Priesterkaiserzeit vor dem Zugriff der Praiosgeweihtenschaft bewahrt zu haben und räumte dem Bürgermeister das Privileg ein, auch weiterhin für die Sicherheit der Insignien zu sorgen.
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Ende 473 BF

Die Belehnung des Drahomira von Fallenwerth mit Moxarosch

Der neue Graf des Isenhag belehnte 473 BF die ehemalige Baronin zu Eisenstieg, Drahomira von Fallenwerth, der ihre Baronie 457 BF genommen worden war, mit dem Edlengut Moxarosch. Der Zwerg hatte hohe Achtung vor dem hohen Pflichtgefühl und dem unbedingten Willen zur Pflichterfüllung aller Mitglieder des Hauses Fallenwerth.Drahomira ließ ihrem Vorfahr Sankt Nitram umgehend eine Kapelle errichten.
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Anfang 474 BF

Adalhard von Streitebeck wird Baron zu Dohlenfelde, das Haus Renwin erhält Wolenach

Der neue Graf krönte am 2. Praios 474 BF Adalhard von Streitebeck, der gerade erst vom Herzog der Nordmarken seinen Ritterschlag erhalten hatte, im Einvernehmen mit dem Ritter zu Darlinstein, der von der dohlenfeldschen Ritterschaft zum Verweser Dohlenfeldes ernannt worden war, zum Baron Dohlenfeldes gekrönt. Das Haus Streitebeck besaß große Ländereien in Phecadien und im Windhag, war aber bisher im Isenhag nicht präsent. Der neue Graf hatte sich bewusst für einen jungen Adligen aus einem im Isenhag unbekannten Haus entschieden: Die Jugend garantierte, dass Adalhard während der Priesterkaiserzeit keine Schuld auf sich geladen haben konnte, und das aus dem Herzogtum Kuslik stammende Adelshaus sicherte eine gewisse politische Loyalität – aber auch Abhängikeit vom Grafenhaus. Und tatsächlich: Der neue Baron suchte ganz im Sinne Rohals des Weisen den Ausgleich. So machte er Burg Katzenstein zu seinem Sitz, nannte sie aber als Mahnung an die Priesterkaiserzeit und insbesondere das Niederbrennen im Jahre 416 BF in »Schwarzfels« um. Außerdem befahl der Adlige aus dem Lieblichen Feld den Wiederaufbau des 452 BF – seinem Geburtsjahr – zerstörten Dohlenfelder Praiostempels. Ein Praiosgeweihter für den Tempel fand sich jedoch die nächsten fast sechs Jahrhunderte nicht, so dass das geweihte Haus in manchen Urkunden der Lichtei Elenvina gar nur als »Sancta-Lechmin-von-Weiseprein-Kapelle« geführt wurde. Adalhard belehnte weiterhin einen Freund aus seiner Knappenzeit mit allen Landen zwischen Grüngischt und Weihlbach, nun »Edlengut Wolenach« genannt. Damit war das Haus Renwin begründet.
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474 BF

Die Jungfer zu Erzweiler verweigert dem Baron zu Dohlenfelde den Treueeid

Einige Monde nach seiner Krönung im Sankta-Lechmin-von-Weiseprein-Tempel zu Dohlenfelde forderte Baron Adalhard von Streitebeck unter Berufung auf die Grenzen der Sonnenvogtei Dolini von 452 BF den Vasalleneid der Jungfer zu Erweiler ein. Diese weigerte sich, und für kurze Zeit sah es 474 BF nach einem Krieg zwischen Erzweiler und Dohlenfelde aus. Doch als der Magistrat Twergenhausens, der Baron zu Eisenstieg und auch die Landedle zu Maringen ankündigten, Raulgunde gegen die Ansprüche Adalhards zu unterstützen, musste der Baron den Status Quo zähneknirschend akzeptieren.
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Ende 474 BF

Einigung der Reghianer mit dem Edlen zu Wolenach

Der Edle zu Wolenach aus dem Hause Renwin und die Reghianer einigten sich im Jahre 474 BF auf Drängen Baron Adalhards – der den Rondrahochgeweihten zu Twergenhausen zu seinem Hofkaplan und Berater erkoren hatte – über gemeinsame Rechte im Edlengut. Es wurde mit dem groß angelegten Wiederaufbau von Burg Wolenach begonnen.
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475 BF

Das Junkergut Growingen fällt an die Baronie Dohlenfelde zurück

Das Junkergut Growingen, das während der Priesterkaiserzeit faktisch städtisch verwaltet wurde, fiel an den Baron zu Dohlenfelde zurück. Adalhard von Streitebeck ließ sich selbst zum Junker krönen.
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477 BF

Der Bau des Twergenhäuser Ingerimmtempel beginnt

Die selbstbewussten Zünfte Twergenhausens begannen im Jahre 477 BF, in der Praiosstadt einen prachtvollen Ingerimmtempel zu errichten.
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479 BF

Flutkatastrophe am Großen Fluss

Im Jahre 479 BF kam es erneut zu einer verheerenden Flut am Großen Fluss, die Altenau wurde vollständig überspült, die Siedlung Altengrund fast komplett zerstört. Die Wasserburg Bregelstolz nahe dem heutigen Gut Efferdshain versank sogar gänzlich in den fürchterlichen Fluten, alle Familienmitglieder kamen ums Leben. Die isenhagsche Linie des Hauses Bregelsaum erlosch damit nach drei Jahrhunderten Herrschaft über das Rittergut Freyen. Das Rittergut fiel an den Landgrafen zu Gratenfels zurück.
Der Graf zu Isenhag, Baron Adalhard von Streitebeck zu Dohlenfelde und Jungfer Asgunde von Sturmfels zu Erzweiler beanspruchten nun jeder sowohl das »vakante« Rittergut Freyen als die ganze Altenau mit Altengrund für sich. Schon wenige Tage nach der Flutkatastrophe wurden Reiter aus Erzweiler in der Altenau gesichtet.
Die Landgrafen zu Gratenfels entsandten umgehend Truppen in die umstrittene Gegend und belehnten das ihnen unbedingt loyale Haus Nadelfels – die alten Feinde des Hauses Sturmfels, die 337 BF die Wolfsteiner Hauptlinie der Sturmfelser ausgelöscht hatten – mit dem Rittergut Freyen. Da das Haus Nadelfels weder über ein großes eigenes Vermögen verfügte, noch die Landgrafen von Gratenfels eine neue Burg in Freyen finanzieren wollten, bezogen die neuen Herren Freyens den größten Gutshof der Gegend, der bis heute Sitz der Ritter zu Freyen aus dem Hause Nadelfels ist.
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480 BF

Heiligsprechung der Hildrun von Sturmfels, der Rondratempel zu Erzweiler wird ihr geweiht

Unmittelbar nach dem Ende der Priesterkaiserherrschaft, im Jahre 466 BF, hatte Jungfer Asgunde von Sturmfels befohlen, das zugemauerte Tor des Erzweilerer Rondratempels wieder zu öffnen. Es war fast gleichzeitig mit einer umfassenden Erweiterung der ohnehin schon wehrhaften Tempelanlage begonnen worden, die zu einer kleinen Burg im Herzen der Ortschaft Erzweiler geworden war. 480 BF wurde die Märtyrerin Hildrun von Sturmfels vom Schwert der Schwerter heiliggesprochen. Der gerade fertiggestellte Wehrtempel in Erzweiler wurde der Heiligen aus dem Hause Sturmfels und direkten Vorfahrin der amtierenden Jungfer zu Erzweiler geweiht. Die Junkersfamilie zog vom kleinen Turm Sturzwacht, der über dreihundert Jahre der Familie als Wohnsitz gedient hatte, in den Wehrtempel im Hauptort ihres Lehens. Der Junkersturm hatte ohnehin an Bedeutung eingebüßt, seit die große Kupfermine, in deren Nähe er dereinst errichtet wurde, im Jahre 471 BF aufgegeben worden war.
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482 BF

Die »Beinahe-Schlacht von Freyen«

Baron Adalhard von Streitebeck zu Dohlenfelde und Jungfer Asgunde von Sturmfels zu Erzweiler entsandten im Jahre 482 BF fast gleichzeitig Truppen, um die Altenau und das Freyener Land »für den Grafen« zu besetzen. Nicht weit vom Gutshof Freyen entfernt bereiteten sich die beiden Heere zur Schlacht vor. Doch dazu kam es nicht: In der Nacht vor der Schlacht entführten Schergen des Dohlenfelder Barons Jungfer Asgunde von Sturmfels aus ihrem Zelt, die Adlige konnte erst 485 BF von ihrer Familie ausgelöst werden. An der Zugehörigkeit des Ritterguts zur Grafschaft Gratenfels änderte sich vorerst nichts.
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497 BF

Manjescha von Ferdok beginnt mit dem Bau der Bergkapelle auf dem Sankt Rhÿs

Von 497 bis 541 BF erbaute die Ingerimmgeweihte Manjescha von Ferdok ohne fremde Hilfe und nur mit selbst hergestellten Werkzeugen und selbstgehauenem Stein auf dem damals zur herzogsunmittelbaren Baronie Eisenstieg gehörenden Sankt Rhÿs eine Bergkapelle, die seither zu Ingerimms Wunderwerken gezählt wird. Nachdem sie die Kapelle fertiggestellt hatte, stieg Manjescha von dem Berg herab, ging zum Erzweilerer Ingerimmtempel, dankte ihrem Gott – und erlitt, als sie sich wieder erheben wollte, den Boronsschlag. Das Zwergendorf Loxolosch-Tena, die dem Sankt Rhÿs nächstgelegene Siedlung, wurde zu einer wichtigen Pilgerstätte für Steinmetze aus dem westlichen Mittelreich. Der Ingerimmglaube war während der Priesterkaiserzeit kontinuierlich zur – nach dem Peraine- und dem Traviaglauben – zahlenmäßig drittwichtigsten Denomination in Dohlenfelde geworden.
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503 BF

Die Reghianer verlegen ihren weltlichen Ordenssitz nach Burg Wolenach

Nach fast dreißig Jahren war Burg Wolenach – nun die größte und prachtvollste der Baronie – endlich fertiggestellt. Sie wurde zur gemeinsamen Residenz der Reghianer und der Edlen zu Wolenach, 503 BF wurde diese Regelung feierlich durch den »Vertrag von Wolenach« erneuert. Das sakrale Zentrum des Ordens blieb jedoch der Rondratempel auf Burg Darlinmund, die auch weiterhin im Besitz des Ordens blieb. Durch die klare Trennung zwischen weltlichem und geistlichem Ordenszentrum wurde auch der Status der Gemeinschaft als Laienorden gefestigt.
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510 BF

Gründung des Erzweilerer Elementaristenkonvents

Im Jahre 510 BF schloss sich ein Schüler des großen Alchimisten Paramunthus zu Havena mit einigen Magiern und Druiden, darunter sogar ein Geode, zum »Erzweilerer Elementaristenkonvent« zusammen. Die kleine Magierakademie im Markt Erzweiler, die bald darauf von Rohal anerkannt wurde, widmete sich in erster Linie der Erforschung der geodischen Elementarmagie und trug mit ihren Forschungen nicht unerheblich zum elementartheoretischen Teil des Lexikons der Alchimie bei.
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512 BF

In Twergenhausen wird ein Ingerimmtempel geweiht

Die selbstbewussten Zünfte Twergenhausens weihten Ingerimm im Jahre 512 BF nach mehr als drei Jahrzehnten Bauzeit einen prachtvollen Tempel, der den berühmten Erzweilerer Ingerimmtempel zumindest an Kunstfertigkeit in den Schatten stellte. 336 BF war der erste Ingerimmtempel zu Twergenhausen von den Priesterkaisern geschlossen worden. Die Praiosstadt im Osten Twergenhausens wurde nach der Eröffnung des neuen Ingerimmtempels in Eisenstadt umbenannt, der alte Name war ohnehin nach Ende der Priesterkaiserzeit kaum noch verwendet worden.
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537 BF

Altengrund erhält das Gratenfelser Stadtrecht

Nach einem Streit zwischen dem Grafen zu Isenhag und dem Landgrafen zu Gratenfels um die Zugehörigkeit einiger Täler in den nördlichen Ingrakuppen erhöhte der Landgraf den Druck auf seinen Konkurrenten, indem er dem Dorf Altengrund in der Altenau im Jahre 537 BF feierlich das Gratenfelser Stadtrecht verlieh. Im gräflich-isenhager Twergenhausen fürchtete man, dass aus der kleinen Ansiedlung ein Konkurrent im Handel mit den Angroschim erwachsen könnte.
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541 BF

Der Handelsvertrag zwischen dem Bergkönigreich Eisenwald und Altengrund

541 BF wurden die seit 537 BF gehegten Befürchtungen Twergenhausens wahr: Der Bergkönig zu Eisenwald schloss einen Handelsvertrag mit Altengrund, was zu stürmischen Protesten in Twergenhausen führte. Der Graf zu Isenhag und der Landgraf zu Gratenfels trafen sich zu Schlichtungsverhandlungen. Da Isenhager Graf am Rodasch nicht nachzugeben bereit war, blieb es dabei, dass Altengrund eine Stadt blieb.
Den Magistrat der Stadt Twergenhausen stellte dies erwartungsgemäß nicht zufrieden. Zunehmend machte sich Unmut über den Stadtherrn in Calbrozim breit. Im Laufe der nächsten Jahre kam es zu immer handfesteren Streitereien der Bürger der beiden Städte.
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550 BF

Altengrund beginnt mit dem Bau seiner Bastion

Ein zwergischer Festungsbaumeister aus Xorlosch begann im Jahre 550 BF in Altengrund mit dem Bau einer Stadtmauer, die die Stadt unneinehmbar machen sollte. Das Geld für den Ausbau der Stadtbefestigungen stammte vom Grafen zu Gratenfels sowie von privaten Geldgebern – das kleine Altengrund bezahlte einen ordentlichen Zinssatz für die geliehenen Dukaten, und stellte keine Fragen nach der Herkunft des Goldes. Twergenhausen fühlte sich gleichermaßen bedroht wie herausgefordert.
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Ende 550 BF

Das »Twergenhäuser Meisterstechen«

Ende 550 BF wurden Gerüchte laut, dass Twergenhäuser Handwerker der Grafenstadt Altengrund heimlich Gold geliehen hätten, dass zum Bau der Stadtmauer verwendet würde. Die Bürgermeisterin Twergenhausens, Calderine Kessler, bezichtigte bald darauf mehrere Zunftmeister aus Twergenhausen des Hochverrats. Es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen in der Stadt, an deren Ende das »Twergenhäuser Meisterstechen« stand: Die Stadtgarde massakrierte in einer lauen Sommernacht auf Befehl der Bürgermeisterin neun Handwerksmeister – darunter alle vier Stadträte aus dem Handwerkerstand. Im Anschluss wurde die Stadtverfassung von 160 BF wiederhergestellt, die Patrizierfamilien Gliependiek, Kessler, Ochs und Steinhauer regierten erneut alleine in der Herzogenstadt.
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556 BF

Der Erzweilerer Elementaristenkonvent löst sich auf

Nur ein Jahr nach dem Tode des Gründers löste sich der Erzweilerer Elementaristenkonvent nach 46 Jahre wieder auf. Der wichtigste Grund war ein Streit im Kollegium: Einige Magier hatten in Erzweiler begonnen, nach geheimnisvollen, vermuteten anti-elementaristischen Formeln zu forschen, was die übrigen Magier und vor allem Druiden als Frevel an den Elementen bezeichneten. Da man sich nicht einigen konnte, entschied man sich, die gemeinsamen Forschungen einzustellen.
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Ende 556 BF

Gründung der Altengrunder Magierschule

Drei »Antimagier« aus dem aufgelösten Erzweilerer Elementaristenkonvent siedelten sich in der Gratenfelser Grafenstadt Altengrund und nannten sich nun hochtrabend »Altengrunder Antimagische Akademie«, wodurch sich die Isenhager Grafenstadt Twergenhausen trotz aller Beteuerung der drei Magier bedroht sah.
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557 BF

Gründung der Twergenhäuser Magierschule

Der Magistrat Twergenhausens lockte durch großzügige Alimentationen in den Monaten nach der Gründung der »Altengrunder Antimagische Akademie« ein halbes Dutzend Kampfmagier aus ganz Aventurien in die Stadt. Die Magier schlossen sich zur »Hohen Schule der elementaren Thaumaturgie zu Twergenhausen« zusammen.
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Anfang 563 BF

Die »Erste Fehde um die Altenau«, Twergenhausen wird herzoglich

Die »Erste Fehde um die Altenau« begann am Ende des Jahres 563 BF mit einer Streitigkeit zwischen Magiern der Twergenhäuser und Altengrunder Akademien. Der Landgraf von Gratenfels forderte im Namen seiner Stadt Altengrund die Stadt Twergenhausen auf, eine angeblich straffällig gewordene Magierin der gratenfelsschen Jurisdiktion zu überstellen. Der Twergenhäuser Magistrat weigerte sich, berief sich auf seine Selbstverwaltung.
Als der Stadtherr Twergenhausens, der Isenhager Graf, den Rat bedrängte, die Magierin Canyzethia von Havena – eine bekannte Thaumaturgin und Anhängerin der Lehren des Tharsonius von Bethana, des späteren Borbarad – zu übergeben, eskalierte die gespannte Lage: Der Magistrat Twergenhausens bat »Seine Hoheit, den werthen Herzog Koradin«, später genannt »der Nordmärkische«, die Stadt am 23. Tage des Weinmondes des Jahres 97 der Herrschaft Kaiser Rohals des Weisen unter seinen praiosgesegneten Schutz zu stellen – der Graf des Isenhag würde seinen Schutzverpflichtungen als Stadtherr nicht genügend nachkommen und habe vor allem die vom Privilegium Sighelmi garantierten Freiheiten missachtet. Zur großen Überraschung des Isenhager und auch des Gratenfelser Grafen schickte Herzog Koradin tatsächlich Flussgardisten nach Twergenhausen, obwohl die Stadt durch die Lex Zwergia eindeutig als dem Grafen zu eigen bestimmt war. Der nordmärkische Herrscher bestätigte weiterhin die volle Selbstverwaltung der Stadt gemäß dem nicht angetasteten Privilegium Sighelmi.
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564 BF

Der »Altenauer Friede«, das Ende der Gratenfelser Grafenstadt Altengrund

Schon im Sommer 564 BF drohte der Konflikt zwischen Twergenhausen und Altengrund erneut zu eskalieren. Der Ritter zu Freyen aus dem Hause Nadelfels, der als einer der besten Streiter der Nordmarken galt, hatte mit Gratenfelser Gold viele Dutzend Söldner angeworben, das Haus Greifax zahlreiche Streiter nach Altengrund entsandt. Zudem hatten die Reghianer sich für eine Auslieferung der »Rondrafrevlerin« Canyzethia von Havena ausgeprochen. Herzog Koradin der Nordmärkische forderte das Gratenfelser Grafenhaus ultimativ auf, eine gütliche Einigung in der Altenau zu suchen. Der Ritter zu Freyen betrachtete die Zuspitzung des Konflikts, insbesondere das Entsenden zwei Banner Flussgardisten und mehrere herzoglicher Kampfmagier nach Twergenhausen, zusehends besorgt und bot daraufhin dem Baron zu Dohlenfelde den Vasalleneid an – sofern in seinem Gut das Gratenfelser Landrecht in Kraft bliebe, und sich ansonsten sich nichts änderte. Der Baron Dohlenfeldes akzeptierte – unter schwerem Protest des Junkers zu Erzweiler, dem das Rittergut Freyen vor dem Angriff auf die Altenau versprochen worden war.
Doch mit dem Seitenwechsel des Ritters zu Freyen war die Erste Fehde um die Altenau entschieden, ohne dass eine Schlacht geschlagen worden wäre. Unter herzoglichem Druck akzeptierte der Graf zu Gratenfels die Annexion der Altenau mit Altengrund und des Ritterguts Freyen durch die isenhagsche Baronie Dohlenfelde. Die Herzogenstadt Twergenhausen bestand darauf, Altengrund das Stadtrecht zu entziehen und die Stadtmauer zu schleifen, die Zünfte und Gilden der Stadt aufzulösen und die Magierakademie zu schließen, was auch geschah. Ohne den Schutz des Hauses Greifax blieb den Altengrunder jedoch nichts übrig, als einzulenken. Als Zugeständnis an die Reghianer ordnete Herzog Koradin eine gründliche Untersuchung der Anschuldigungen gegen Canyzethia von Havena durch seinen Ersten Hofmagier an.
Dem Landedlen zu Maringen wurde vom Baron Dohlenfeldes auf persönlichen Wunsch des alten Herzogs Koradin die bis dahin von Erzweiler beanspruchten, aber nur von einigen Waldbauern und Köhlern bewohnten Lande an Arborin, Wichtelbach und Leen zugesprochen. Das Erzweilerer Herrscherhaus Sturmfels mühte sich vergeblich, mit dem Hause Greifax ein Bündnis wider den »Altenauer Schandfrieden« zu schließen.
Der Graf des Isenhag akzeptierte weiterhin gegen herzogliche Zugeständnisse an anderer Stelle die landesherrliche Stadthoheit über Twergenhausen. Burg Darlinmund blieb jedoch, wie in der Lex Zwergia festgehalten, der Versammlungsort der Stände der Grafschaft Isenhag.


Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Herzog Koradin schätzte die strategische und vor allem symbolische Bedeutung des Ritterguts Freyen richtig ein und entsandte seinen Herold zu diesem, um ihm für seinen Seitenwechsel ein beträchtliches Bestechungsgeld anzubieten. Der Ritter akzeptierte.
 
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Ende 564 BF

Herzog Koradin der Nordmärkische fordert von Kaiser Rohal erneut die Aufhebung des Kaiserlichen Flussprivilegs

Genau ein Jahr, nachdem die Stadt Twergenhausen an ihn gefallen war, im Rahja 564 BF, forderte der Herzog der Nordmarken erneut die Aufhebung des Kaiserlichen Flussprivilegs. Rohal hörte Vertreter der Reichsstädte Kyndoch, Eisenhuett und Albenhus und entschied schließlich gegen die Forderung des Provinzherrn – eine der wenigen politischen Niederlagen Koradins des Nordmärkischen.
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565 BF

Der Streit um Wichtenfels

Um den neueroberten Landstrich am Großen Fluss, den »cisdarlinischen Teil Freiherrlich Dohlenfeldes«, besser kontrollieren zu können, ließ der Baron Dohlenfeldes ab 565 BF, finanziell unterstützt von Herzog Koradin, mit dem Bau der mächtigen Burg Dohlenhorst am firunwärtigen Hang der Dohlenhöhe beginnen. Zur gleichen Zeit begannen Siedler aus dem Landedlengut Maringen mit der Rodung der nun »Wichtenfels« genannten Lande am Arborin. Schon nach der ersten Ernte war klar, dass der Boden dieser Gegend einer der fruchtbarsten in den ganzen Nordmarken war. Es begann ein Rechtsstreit zwischen dem Herzog der Nordmarken und dem Grafen zu Isenhag – letzterer akzeptierte aufgrund der Paragraphen der Lex Zwergia die Jurisdiktion des Landedlen von Maringen über die Lande an Arborin, Wichtelbach und Leen nicht. Der Bergkönig von Xorlosch und Rohal der Weise wurden als Schlichter angerufen, ein Urteil sollte nie gefällt werden. Währenddessen zogen immer mehr Freie aus dem Darlintal, besonders aber aus der verwüsteten Altenau, nach Wichtenfels.
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566 BF

Der Tod Herzog Koradins

Als die Nachricht vom Tod des nordmärkischen Herzogs Koradin in Twergenhausen eintraf, wurde dort eine 12tägige Trauer verordnet: Der Magistrat wusste, wieviel er dem neuen Stadtherrn zu verdanken hatte. Militärisch wäre es Twergenhausen wohl nicht möglich gewesen, Altengrund in die Knie zu zwingen. Koradins Nachfolger auf dem Herzogenthron bestallte unter anderem einen neuen Ersten Hofmagier, der die Untersuchung der Anschuldigungen gegen Canyzethia von Havena nicht fortführte und die Magierin ohne weitere Prüfung für rechtschaffen und ohne Fehl und Tadel erklärte.
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