Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Die Zeit der Wirren
von 746 bis 797 nach Bosparans Fall

Der Orden der Reghianer stürzte durch den Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes in eine tiefe Krise, von der er sich nicht mehr erholen sollte. Die Krise des Ordens wurde bald zu einer Fehde um das Edlengut Wolenach beziehungsweise Wolkenfold, die den halben Eisenwald in Aufruhr versetzte. Am Ende der Zeit der Wirren begann das Haus Sturmfels seinen politischen Aufstieg.
 

746 BF

In der Ersten Schlacht von Arivor kämpfen Reghianer gegen Reghianer, der Niedergang des Ordens beginnt

Mit der Unabhängigkeitserklärung des Lieblichen Feldes im Jahre 744 BF aber stürzten der Orden und das ihm verliehene Reichsedlengut Wolenach nach und nach in eine immer schwerere Krise, hatte der dreizehnte Hochmeister des Ordens doch die Macht der Reghianer durch den Erwerb zweier Burgen im Herzogtum Kuslik vergrößern wollen. So kämpften in der Ersten Schlacht von Arivor im Jahre 746 BF schließlich Reghianer gegen Reghianer, der Orden drohte zu zerbrechen.
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749 BF

Die Reghianer verpfänden Burg Darlinmund an den Herzog der Nordmarken

Um den Krieg im Herzogtum Kuslik finanzieren zu können, waren die Reghianer 749 BF gezwungen, Burg Darlinmund an den Herzog der Nordmarken zu verpfänden.
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751 BF

Der »Zweite Flusskrieg«, das Kaiserliche Flussprivileg wird aufgehoben

Nach seiner Niederlage von 744 BF gegen Eslam III. forderte der Herzog der Nordmarken im Jahre 751 BF erneut die Aufhebung des Kaiserlichen Flussprivilegs von 335 BF. Die kaiserlichen Truppen hatten kurz vorher die Zweite Schlacht von Arivor verloren, fast alle Flussgaleeren des Reiches wurden auf dem Yaquir benötigt, der Herzog der Nordmarken befand sich in einer Position der Stärke. So sammelte sich die herzogliche Flussflotte sammelte in Twergenhausen und fuhr bald darauf in Richtung der Reichsstadt Albenhus. In der Schlacht an der Galebramündung vernichteten sieben herzogliche Flussgaleeren und zwölf Unterstützungsfahrzeuge drei kaiserliche Flussgaleeren und neun Unterstützungsfahrzeuge, die aus Albenhus ausgelaufen waren. Die herzoglichen Schiffe fuhren den Sieg weiter und besetzten die Reichsstadt Albenhus fast kampflos. Nach dem triumphalen Sieg der Nordmärker war Kaiser Eslam IV. gezwungen, das Kaiserliche Flussprivileg aufzuheben, das Haus vom Großen Fluss war nach über vier Jahrhunderten wieder der Herr des Großen Flusses. Der Herzog der Nordmarken musste im Gegenzug aber die Reichsunmittelbarkeit der Städte Albenhus und Kyndoch auf ewig anerkennen.
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752 BF

Der Friede von Kuslik, das Haus Grötz verliert alle Ansprüche in Dohlenfelde und Erzweiler

Mit dem Friede von Kuslik 752 BF wurden die Ansprüche des Hauses Grötz auf Cisdarlinien, also die Lande links des Darlin, auch vom Kaiserreich formell für nichtig erklärt. Erst ein Jahrhundert nach ihrer Auflösung wurde die Baronie Wichtenfels und Erzweiler aus der Wappenrolle des Reiches gestrichen.
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Ende 752 BF

Der liebfeldsche Zweig der Reghianer geht in den Ardariten auf

Einige Monde nach der Unterzeichnung des Frieden von Kuslik, Ende 752 BF, ging der liebfeldsche Zweig der Reghianer formell im Ardaritenorden auf. Die Reghianer hatten ihren Glanz verloren, viele Ritter verließen den Orden und traten anderen Ritterbünden bei, das Ordensland Wolenach wurde immer mehr vernachlässigt.

»Die große Zeit des Ordens vom Heiligen Grabe des Reghian endete mit dem 39. Hochmeister Falkward von Reghianswacht, der im Jahre 260 v.H., seinem 13. Amtsjahr, versuchte, die Macht und den Einfluss des Ordens durch den Erwerb zweier weiterer Burgen im heutigen Lieblichen Felde zu vergrößern. Der Aufstand des liebfeldschen Adels gegen das Garether Kaiserreich im Jahre 249 v.H. machte diese Expansionspläne jedoch zunichte: Falkward befahl seinen Ordensrittern in den aufständischen Provinzen, neutral zu bleiben. Diese, allesamt dem lokalen Adel entstammend, verweigerten ihrem Hochmeister jedoch die Treue, sagten sich von ihrer Stammburg Wolenach los und begründeten den liebfeldschen Zweig des Reghianerordens. Falkward entsandte, entgegen des Rates des Dohlenfelder Barons, umgehend Ordensritter von Burg Wolenach ins Liebliche Feld, um den rechtmäßigen Besitz des Ordens zurückzuerobern und alle rebellischen Ritter zu richten. Die Wolenacher Ritter kämpften mit dem kaiserlichen Heer gegen die aufständischen Liebfelder, und am 20. Ingerimm 247 v.H. kam es in der blutigen Schlacht von Arivor zum Ungeheuerlichen: Reghianer kämpfte gegen Reghianer. Falkward, im Nachhinein entsetzt über das, was er zu verantworten hatte, stürzte sich in sein eigenes Schwert. Die wenigen verbliebenen liebfeldschen Reghianer schlossen sich einige Jahre später den Ardariten an, und die beiden von ihnen kontrollierten Burgen des Ordens vom Heiligen Grabe Reghians gingen in den Besitz des Ardaritenordens über. In den nächsten Jahren wandten sich viele Ordensritter vom Orden vom Heiligen Grabe des Reghian ab und empfingen die Weihen der Rondrakirche oder traten anderen Orden bei.«

(»Vom Ende einer langen Wacht– Die Geschichte des Ordens vom Heiligen Grabe Reghians«, Twergenhausen, 1026 BF)

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758 BF

Das Tulamidische wird in Grambosch nicht mehr gesprochen

Der letzte tulamidischsprachige Bewohner Gramboschs, eine über 90jährige Frau, starb im Jahre 758 BF. Damit endete eine mehr als tausendjährige tulamidische Tradition, die Erinnerung an Al’Gharamosh ist nurmehr Folklore.
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Phex 762 BF

Der Diener des Lebens ist Gast in Dohlenfelde

Auf einer Pilgerfahrt von Anchopal nach Honingen war der Diener des Lebens im Jahre 762 BF auch Gast bei der zutiefst perainegläubige Baronin zu Dohlenfelde, Walima von Streitebeck. Der höchste Perainegeweihte Aventuriens säte mit Hilfe der heiligen »Saat des Lebens– in einer Gemarkung in der Nähe des Marktes Dohlenfelde, in der durch finstere, dämonische Hexerei nichts gedeihen wollte, Weizen aus – noch heute sind diese Äcker die wohl fruchtbarsten der ganzen Baronie. Aus Dank verlieh die Baronin der Perainekirche das Land um den »geheiligten Acker–, das faktisch zum Allod des Dohlenfelder Perainetempels wurde. Der Diener des Lebens ehrte die tief perainegläubige Walima von Streitebeck damit, indem er ihr die goldene Ähre auf grünem Grund als Wappenbild verlieh. Die Ähre ziert seitdem das Baroniewappen.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Mitnichten wurde die »Saat des Lebens– eingesetzt. Vielmehr handelte es sich um eine (durchaus mächtige) Liturgie, um den finsteren Hexenfluch von dem guten Ackerboden zu nehmen. Den höheren Perainegeweihten der Baronie ist dies durchaus bewusst, jedoch lassen sie den einfachen Bauern und vor allem den Pilgern ihren Glauben.
 
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762 BF

Cormac von Rhán wird Edler von Wolkenfold

Nachdem die Reghianer nicht einmal mehr in der Lage, waren, einer Orkbande im Wolenacher Forst Einhalt zu gebieten und diese mehrere Übergriffe auf Gehöfte am Darlin begangen hatte, mischte sich die Dohlenfelder Baronin Walima von Streitebeck – die Dohlenfeldsche Linie des Hauses Streitebeck hatte sich nach der Unabhängigkeit des Lieblichen Feldes von der grötztreuen Hauptlinie in Grangor losgesagt – in Wolenach ein. Sie unterrichtete Kaiser Eslam IV., der gerade durch den Abfall des Bornlandes, Maraskans und der Khom ganz andere Probleme hatte, von den Zuständen im Ordensland Wolenach. Der Kaiser akzeptierte den Vorschlag der Baronin: Das Ordensland blieb reichsunmittelbar, der Kaiser stellte dem Orden jedoch einen von der Baronin Dohlenfeldes vorgeschlagenen Edlen zur Seite, der sich als »Ordensvogt« um viele Alltagsdinge – wie etwa die Vertreibung der Orks – zu kümmern hatte. So wurde Cormac von Rhán Edler zu Wolenach beziehungsweise Wolkenfold, denn die Baronin wünschte einen Neuanfang im Ordensland und benannte dieses daher um. Das Haus Rhán, das seit zweihundert Jahren die Ritter auf Burg Schwarzfels stellte, war das nach der Baronsfamilie reichste und angesehenste Adelsgeschlecht Dohlenfeldes, das in Wohlstand und Prachtentfaltung den Baronen kaum nachstand. Den Vertrag, den der Hochmeister der Reghianer mit Cormac von Rhán im Jahre 762 BF schloss, wurde vom Diener des Lebens, der sich eher zufällig in Dohlenfelde aufhielt, bezeugt. Der höchste Perainegeweihte Aventuriens verpflichtete beide Parteien, sich in erster Linie der Wohlpflege Wolkenfolds, und erst anschließend der Politik zu widmen. Explizit wurde die von vielen Dohlenfeldern beneidete Freiheit der Wolkenfolder Bauern festgeschrieben. Die Gewinne aus dem Verkauf des in Wolkenfold geförderten Mindoriums sollten genügend Gold für den Orden und den Edlen abwerfen.
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763 BF

Kaiser Eslam IV. stellt keine Zwangsarbeiter mehr für die Wolkenfolder Mine ab

Kaiser Eslam IV. hob 763 BF das Privileg der Reghianer auf, dass es diesen erlaubte, kaiserliche Strafgefangene als Zwangsarbeiter für die Mindoriumsmine in Wolenach anzufordern. Die Mine war einfach zu unergiebig geworden, und angeblich hatten auch der Diener des Lebens und Baronin Walima von Streitebeck den Kaiser gebeten, keine Menschen mehr zu dieser todbringenden, fürchterlichen Arbeit zu zwingen.
Der Hochmeister forderte daraufhin die Einstellung der Mindoritförderung, der Edle Cormac von Rhán hingegen die Fortsetzung um jeden Preis.
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764 BF

Die Fehde zwischen Cormac von Rhán und dem Orden beginnt

Der Hochmeister und der Edle zerstritten sich vollends 764 BF, weil Cormac forderte, die Förderung der Mindoriummine dadurch wiederaufnehmen wollte, dass die Wolkenfolder Bauern zu Fronarbeit im Bergbau und der Verhüttung verpflichtet würden: Aufgrund der gefürchtetenMindoritkrankheit war kein Bauer bereit, freiwillig in der Mine zu arbeiten. Als der Edle eigenmächtig einige Bauern zur Minenarbeit zwang, wandten sich diese um Hilfe bittend an den Orden. Der Hochmeister entzog Cormac sein Wohnrecht auf Burg Wolkenfold, woraufhin der Edle mit der Hilfe von Söldnern den hochtrabend »Burg« genannten Wehrturm Adabom am Ufer des Weihlbachs in der Nähe des Pappelhofs besetzte und sich zum alleinigen Herrscher des Reichsedlenguts Wolkenfold ausrief. Danach besetzte Cormac die Mindoriummine. Fast alle Bauern flüchteten sich in die Nähe der vom Orden kontrollierten Burg Wolkenfold, die Mindoritförderung kam vollständig zum Erliegen. Die Baronin Dohlenfeldes sah dem Geschehen hilflos zu, denn sie dürfte in dem Reichsedlengut nicht intervenieren. Mehrere Schreiben an Kaiser Eslam IV. wurden nicht beantwortet.
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766 BF

Die Fehde in Wolkenfold eskaliert

Als 766 BF der Hochmeister der Reghianer einen plötzlichen und unerwarteten Tod starb, wurde als sein Nachfolger ein machtbewusster Adliger gewählt, der den Kampf gegen Cormac aufnahm. Es begann ein regelrechter Kleinkrieg zwischen dem Hochmeister und dem Edlen, in dessen Verlauf mehrere Ordensritter und Söldner Cormacs ihr Leben ließen. Die tief perainegläubige Dohlenfelder Baronin Walima von Streitebeck ergriff keine Partei im Wolkenfolder Konflikt, sondern ermahnte beide Seiten, ihre vertraglichen Verpflichtungen miteinander und ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Untertanen einzuhalten. Kaiser Eslam IV., der den Konflikt hätte beenden können, hatte andere Sorgen als das kleine Reichsedlengut im Nordmärkischen.
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767 BF

Die Reghianer verlieren Burg Darlinmund und werden aus Twergenhausen verbannt

Wenige Monde nach Ausbruch der Kampfhandlungen untersagte die Herzogenstadt Twergenhausen bewaffneten Ordensrittern auf Befehl des Allwasservogts das Betreten der Stadt. Danach beschlagnahmte der Herzog die ihm 749 BF bereits verpfändete Burg Darlinmund. Stadtwehrkämpfer und Flussgardisten besetzten die Festung im Handstreich, danach wurde die Burg formell dem Magistrat der Stadt übergeben. Die wenigen Ordensritter und Rondrageweihten der Reghianer wurden überrumpelt und von einer bewaffneten Eskorte an die Grüngischt gebracht. Der prächtige Rondratempel sollte seine alte Bedeutung nicht wiederlangen, viele Jahrzehnte diente er in erster Linie als Garnisonstempel der Flussgarde.
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768 BF

Der Rondratempel auf Burg Darlinmund wird dem Heiligen Hlûthar geweiht

Der Herzog der Nordmarken hatte unmittelbar nach der Beschlagnahmung der Burg Darlinmund den Meister der Senne des Westens zu Havena gebeten, einen neuen, nicht dem Orden der Reghianer nahestehenden Hochgeweihten zu entsenden. Dieser schuf in Kürze klare Verhältnisse, indem er den Tempel dem kirchlichen anerkannten, nordmarkenweit verehrten heiligen Graf Hlûthar weihte. Seither ist er als Sankt-Hlûthar-von-den-Nordmarken-Sakrale bekannt.
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769 BF

Das Haus Schwarzfels spaltet sich vom Haus Rhán ab

Nachdem im Jahre 769 BF Söldner Cormacs einen kleinen Rondraschrein beschädigten, spaltete sich das Haus Rhán: Die sehr rondragläubige jüngere Schwester Cormacs, Idra von Rhán, sagte sich von ihrem Bruder los und begründete damit das Rittergeschlecht derer von Schwarzfels. Die Schwarzfelser stellten sich hinter den Orden, wer das Haus Rhán unterstützte, blieb unbekannt. Baronin Walima schien zufrieden damit zu sein, dass beide Parteien sich darin einig waren, die Familienfehde, denn dazu wurde der Konflikt zunehmend, auf das Reichsedlengut Wolkenfold zu beschränken. Gardisten aus Twergenhausen und Dohlenfelde besetzten das Gut Pappelhof und die durch Wolkenfold führende Via Ferra, um den freien Personen- und Güterverkehr auf der wichtigsten Handelsstraße der Baronie zu garantieren. Die Häuser Schwarzfels und Rhán verarmten binnen weniger Jahre.
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770 BF

Hartuwal von Zwillenforst wird Vogt zu Perainshof

Der Perainehochgeweihte zu Dohlenfelde setzte auf Bitten Baronin Walimas Hartuwal von Zwillenforst, einen perainegläubigen Bastardsohn des kurz zuvor verstorbenen Bruders der Baronin, als Vogt von Perainshof ein. In den letzten Jahren hatten sich mehrere Dutzend Bauern auf dem Gut Perainshof angesiedelt, so dass es dem Perainehochgeweihten, der alt und krank war, angemessenen und sinnvoll erschien, einen adligen Vogt zu ernennen. Zudem endeten damit die Proteste diverser Isenhager Adliger, die in der Tatsache, dass hier ein Tempel direkte Herrschaft über Grund und Boden ausübte, einen Bruch der Ius Concordia sahen.
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772 BF

Flüchtlinge aus Wolkenfold gründen das Dorf Mühlenheim und besiedeln Wilsitz

Im Jahr 771 BF begann auch der Orden in Wolkenfold, den Bauern vertragswidrig zusätzliche »kriegswichtige und nur vorübergehende« Lasten aufzubürden. Von Frühling 771 bis Sommer 772 BF flüchteten daher fast alle Bauern aus Wolkenfold – da das Edlengut nie unter Priesterkaiserherrschaft stand, lebten dort nur Freie. Die Äcker Wolkenfolds überwucherten in wenigen Jahren. Ein Drittel der Flüchtlinge gründete direkt an der Grenze Wolkenfolds unter dem Schutz Baronin Walimas im Jahre 771 BF das Dorf Mühlenheim, ein Drittel zog durch Wichtenfels in das kaiserliche Wilsitzer Land, wo sie 772 F das »Reichsdorf Wilsitz« gründeten, das letzte Drittel verstreute sich in alle Winde.
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782 BF

Flutkatastrophe am Großen Fluss

Im Jahre 782 BF kam es zur nächsten schweren Flutkatastrophe am Großen Fluss. Weite Teile der Altenau wurden überflutet, das Gut Freyen wurde vollständig überschwemmt, der Hafen Twergenhausen größtenteils zerstört.
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Ende 787 BF

Das Ende des Hauses Streitebeck in Dohlenfelde

Walimas Tochter und Nachfolgerin, Rondriane von Streitebeck, die sich trotz ihres Namens dem Praioskult verbunden fühlte, versuchte im Jahr ihres Amtsantritts 787 BF erneut, den Konflikt um Wolkenfold zu schlichten. Als dies scheiterte, entschied sie sich, nachdem beide Parteien ein Ultimatum verstreichen ließen, mit Zustimmung Kaiser Bodars zu einer gewaltsamen Lösung. Begleitet von einem Inquisitor aus Elenvina marschierte sie mit vier Dutzend Waffenknechten in Wolkenfold ein. Die Söldner verirrten sich jedoch, der Praiosgeweihte wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen und Rondriane kehrte als stammelnde Idiotin aus Wolkenfold zurück. Rondriane konnte die Amtsgeschäfte nicht weiter fortführen und hinterließ auch keine Kinder, ihr einziger Bruder hatte die Weihen Peraines empfangen und schon vor Jahren auf alle Thronansprüche verzichtet. Damit endete die Herrschaft des Hauses Streitebeck über die Baronie Dohlenfelde.
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788 BF

Dankrath von Bregelsaum wird neuer Baron zu Dohlenfelde

Der Darlinrat trat auf dem Rittergut Darlinstein zusammen, um dem Grafen Vorschläge zu unterbreiten, wer neuer Baron Dohlenfeldes werden solle. Der Vogt zu Perainshof, Hartuwal von Zwillenforst, ein Bastard des Bruders der vorletzten Baronin, erhob Ansprüche auf den Thron, fand die Unterstützung der übrigen dohlenfeldschen Ritterschaft sowie der Geweihtenschaft der Baronie und bemühte sich um die Gunst des Isenhager Grafen. Dann jedoch schritt Dankrath von Bregelsaum, dessen Haus von 178 bis 479 BF über das Rittergut Freyen am Großen Fluss geherrscht hatte, in den Festsaal des Guts Darlinstein. Der tapfere und ehrenvolle Ritter aus Darpatien machte als direkter Nachkomme Gyllynde von Bregelsaums, die von 415 bis 420 BF Baronin Dohlenfeldes war, seinen Anspruch auf die Baronie geltend. Nach einigen Monden Bedenkzeit krönte der Isenhager Graf Dankrath gegen den Willen des Darlinrats zum neuen Baron Dohlenfeldes.
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789 BF

Das Gratenfelser Duell und der Tod des Eisentanners

Von Anfang an hatte Baron Dankrath zu Bregelsaum – ein direkter Nachfahr des legendären Warunker und Wehrheimer Grafen Azzo II. von Bregelsaum und dessen Gattin, der Gratenfelser Ritterin Brunna von Hlûtharingen – einen schweren Stand in Dohlenfelde, erbte er doch nicht nur den Konflikt in Wolkenfold, sondern wurde auch von Anfang an misstrauisch vom im Darlinrat versammelten Landadel beäugt. Als Baron Dankrath und sein Vasall, der Edle von Eisentann zu Wichtenfels, ein gutes Jahr nach der Krönung des Barons auf einem großen Turnier in Gratenfels in den Schranken aufeinandertrafen, kam es zum Eklat. Der Edle, ein Parteigänger Hartuwals von Zwillenforst, des Vogtes zu Perainshof, wurde nach mehreren mit aller Härte geführten Lanzengängen durch einen äußerst umstrittenen und von den meisten Anwesenden als falsch erachteten Entscheid des Turniermarschalls zum Sieger gekürt. Zu allem Unglück wurde der Edle zu Wichtenfels auf der Heimreise von Räubern überfallen und erschlagen, und von Anfang an gab es Gerüchte von einem Attentat durch den gedemütigten Baron Dankrath.
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795 BF

Das Massaker vom Freyenforst

Im Jahre 795 BF unternahm Baron Dankrath mit seiner Familie und vielen adligen Gästen einen Jagdausflug am Ufer des Großen Flusses. Es kam zu einem Angriff von unbekannten Kämpfern ohne Wappenschilde, die Gattin des Barons sowie der Thronfolger Dohlenfeldes und noch zwei weitere Kinder Dankraths wurden erschlagen, einzig der Baron und seine älteste Tochter Ermenegilda stürzten schwerverletzt in den Großen Fluss und verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Der Adel Dohlenfeldes und auch der Graf gingen vom Tod des Barons und seines einzigen noch lebenden Kindes aus.

Meisterinformationen (Text wird sichtbar durch Markieren):
Tatsächlich durchschritten Dankrath und seine Tochter ein Tor in die Feenwelt.
 
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Anfang 796 BF

Die zwei Barone

Nach sechs Monden wurde Baron Dankrath offiziell für tot erklärt und Hartuwal von Zwillenforst, der Vogt zu Perainshof, zum Baron Dohlenfeldes gekrönt. Doch unmittelbar nach Abschluss der Zeremonie erschien Dankrath von Bregelsaum in Jagdkleidung, seine Tochter Ermenegilda an seiner Seite, in der Dohlenfelder Praioskapelle. Die beiden berichteten, nur einige Stunden, die auf Dere über ein Jahr währten, in der Obhut einer guten Fee gewesen zu sein, die sie gesundpflegte. Doch der Vogt zu Perainshof weigerte sich, die Krone wieder abzugeben, und auch die Praiosgeweihte, die Hartuwal gekrönt hatte, erklärte Dankraths Anspruch für unrechtmäßig. Der Graf des Isenhag erklärte, er könne nicht ohne die Kenntnis aller Fakten entscheiden und bat um Bedenkzeit.
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Ende 796 BF

Der »Krieg um die Darlinkrone«

Als der Graf nach einigen Monaten zugunsten Dankraths entschied, weigerte sich Baron Hartuwal, der mittlerweile das Albenhuser Grafenturnier gewonnen, eine Nichte des Grafen zu Albenhus geehelicht hatte und feierlich ins Haus Hardenfels aufgenommen worden war, die Baronie aufzugeben. Er forderte eine Entscheidung der Praioskirche und des Herzogs. So lange wollte Baron Dankrath jedoch nicht warten und suchte seinerseits Verbündete. Er fand die Unterstützung der Junker zu Erzweiler und der Barone zu Rabenstein, und marschierte über die Via Ferra in Dohlenfelde ein, besetzte den Hauptort der Baronie und rückte gen Burg Dohlenhorst vor. Im Junkergut Growingen kam es schließlich zur »Zweiten Schlacht an der Wolenacher Brücke«, auch als »Ritterschlacht um die Darlinkrone « bekannt: Die Reitereien der beiden Barone und ihrer Parteigänger, jeweils verstärkt durch fahrende Ritter, suchten die Schlacht. Das Gefecht dauerte nicht lange, war jedoch blutig. Schon bald lagen sowohl Baron Hartuwal als auch seine Gattin von Lanzen durchbohrt im Staub, ihr kleines Heer zog sich zurück. Noch auf dem Schlachtfeld schworen die Dohlenfelder Ritter dem alten und neuen Baron die Treue. Dieser setzte – ohne weitere Rücksprache mit dem Perainetempel zu Dohlenfelde zu halten – seine Schwester als »Ritterin zu Perainshof« ein und entzog damit der Perainekirche das Lehen. Einige Wochen später verstarb der Perainehochgeweihte zu Dohlenfelde und wurde durch eine Gefolgsfrau des Barons ersetze – eine Dame größter Treue zu ihrem Baron, aber geringer Treue zu ihrer Kirche und von nur schwachem Glauben.
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