Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Von Handwerk und Handel

Zwei von fünf erwerbstätigen Dohlenfeldern und drei von fünf Bürgern Twergenhausens leben nicht von der Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Jagd oder Fischerei, sondern als Handwerker und Dienstleister. Im hohen Eisenwald seien die Bergleute besonders erwähnt, in Twergenhausen die Flussschiffer, Lotsen und Hafenarbeiter. Insgesamt beruht der Reichtum Twergenhausens und auch Dohlenfeldes auf dem Handel: Die beiden wichtigsten Handelswege des Eisenwaldes, die Nordmärkische und die Almadanische Via Ferra, treffen sich auf dem Gebiet der Baronie, fast zwei Drittel der auf der Via Ferra gehandelten Waren werden in Twergenhausen mit dem Schiff weitertransportiert. Die wichtigsten, überregional bedeutenden Ingerimmsschätze Dohlenfeldes sind Eisen und Steinsalz. Als bedeutende Handwerker wären die Waffenschmiede und Harnischmacher sowie Drahtzieher und Küfer zu nennen.

Der Wohlstand der Baronie Dohlenfelde beruht zu einem guten Teil auf dem gewinnbringenden Verkauf der produzierten Güter in Twergenhausen. Da die dortigen Kaufleute insbesondere an aventurienweit begehrten erzzwergischen Handelsgütern interessiert sind, ist das Verhältnis zwischen Twergenhausen und dem Junkergut Erzweiler traditionell recht gut, während sich die Bauern Freiherrlich Dohlenfeldes jedes Jahr aufs Neue von den Aufkäufern der Patrizierfamilien übervorteilt fühlen – Getreide, Vieh und Bier gibt es allerorten und unterliegen daher einem harten Preiskampf, wer erzzwergische Metalle, Waffen und mechanische Wunderwerke erwerben möchte, kommt am Eisenwald und damit auch an Erzweiler nicht vorbei. Die Gründung des Albenhuser Bundes verschärfte dieses strukturelle Problem noch, da nun die Patrizier Twergenhausens ganz direkt die Bauern im Darlintal vor die Wahl stellen, aufgrund der Konkurrenz im Kosch und in Gratenfels weniger Geld für ihre Waren zu bekommen, während sie die erzzwergischen Waren Erzweilers noch weiter handeln als zuvor, und die dadurch gestiegene Gewinnspanne zumindest zu einem Teil den Handwerkern und Bergleuten in Erzweiler zugute kommt. Baron Angrond hat sich in diese Konflikt – wie schon sein Vater Bernhelm – recht klar auf die Seite der Bauern gestellt. Damit machte er sich nicht nur in Twergenhausen, sondern auch in Erzweiler Feinde. Dies konnte Hagen während seiner kurzen Herrschaft in Dohlenfelde zu seinen Gunsten ausnutzen, in dem er klar Partei für die Interessen der Erzweilerer und damit durchaus auch die Herzogenstadt nahm.