Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Maringer Fleckvieh und Zwergenschafe

Die Tierhaltung in Dohlenfelde ist fast genauso bedeutend wie der Ackerbau: Auf den Almen von Loxolosch und Zwackelfegen werden in erster Linie Ziegen und Schafe gehalten, die vorzügliches Ziegenleder, vor allem aber Wolle liefern, die von den Angroschim zu edlem Zwergenfilz weiterverarbeitet wird.

Im Darlin- und Arborintal sowie am Großen Fluss findet sich vor allem Maringer Fleckvieh, eine der verbreitetsten Rinderrassen der Nordmarken, benannt nach dem Rittergut Maringen im Junkergut Erzweiler. Das Rittergut am Darlin ist ein wichtiges Zentrum der Vieh- und Milchwirtschaft der Baronie. Jedes Jahr im Frühsommer findet der Almauftrieb statt, in denen viele hundert Stück Vieh aus dem Darlintal über die Nordmärkische Via Ferra, aus dem Arborintal über den Wilstieg hinauf auf die Sommerweiden um Erzweiler, Wilsitz und Moxarosch getrieben werden, manche noch höher bis nach Ulmenreth und sogar Zwackelfegen. Einige Tiere werden von Valpingen und Dohlenfelde auch über die Almadanische Via Ferra nach Loxolosch getrieben. Im Spätsommer, üblicherweise im Travia, findet das umgekehrte Schauspiel statt: Die Rinder – mit bunten Bändern und laut bimmelnden Glocken behängt – werden in feierlicher Prozessionen zurück in ihre Ställe in die tieferen Lagen getrieben. Die Rinder liefern Milch, aus denen viele verschiedene Käsesorten wie der übel riechende »Bergkönig«, der kräftig pikante »Wilsitter«, der würzige »Stiegenroller« sowie der milde »Bierkäse« hergestellt werden. Fast jede Ortschaft kennt hier ihre Spezialitäten, und zumindest der Wilsitter aus der »Kaiserlichen Käserei« in Wilsitz ist selbst den Feinschmeckern in Vinsalt und Gareth bekannt. Weiterhin sind die Rinder für die Pergamentproduktion von Bedeutung. Die starken Ochsen werden als Zugtiere der schweren Karren eingesetzt, die das Eisenerz von Ilpettasbinge und das Kupfererz von Moxarosch nach Erzweiler und von dort aus das verhüttete Metall nach Twergenhausen bringen.

Viele Höfe halten Geflügel, vor allem Hühner und Gänse, seltener Enten. Hausschweine, die zum Besitzstand fast jedes Bauern gehören, machen vielerorts die Wege und Straßen in den Ortschaften unsicher und werden im Sommer und Herbst üblicherweise zur Eichelmast in die Wilder getrieben, wo sie von den Kindern gehütet werden. Die Pferdezucht ist im Vergleich zur Grafschaft Elenvina und selbst zum benachbarten Rabenstein unbedeutend: Nicht wenige »falsche Ferdoker« und »falsche Elenviner« grasen auf den Wiesen und Weiden, doch eine gezielte Pferdezucht, die über den landwirtschaftlichen Bedarf der Bauern hinausgeht, findet nicht statt. Denn wer in Dohlenfelde oder Twergenhausen etwas auf sich hält, kauft sich selbstverständlich als Reitpferd einen echten Elenviner aus dem aventurienweit bekannten herzoglichen Gestüt.

Von besonderer Bedeutung ist die Zeidlerei – die Waldimkerei – in Dohlenfelde. Die Darlinsche Zeidlerzunft, die ein prächtiges Zunfthaus im Markt Dohlenfelde unterhält, sammelt in allen Wäldern der Baronie Honig, vor allem aber Bienenwachs, das zu großen Teilen für teures Gold an die Elenviner Wehrhalle verkauft wird. Für seine goldene Farbe ist vor allem der auf den Maringer Höhen gesammelte Honig bekannt, und der » Maringer Meistermet« gilt als ebenso delikates wie praiosgefälliges Getränk.