Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Von Recht und Wehr

Die Baronie Dohlenfelde und die Herzogenstadt Twergenhausen sind zwei politisch voneinander unabhängige Entitäten. Das Privilegium Sighelmi (142 BF) garantiert der (damaligen Reichs-) Stadt die volle Selbstverwaltung. Die Lex Zwergia (160 BF) regelte nicht nur das Verhältnis von Menschen und Angroschim, sondern festigte auch die Unabhängigkeit Twergenhausens. Die heutigen Grenzen Dohlenfeldes wurden letztlich erst durch die Retosche Reichsgrundreform (982 BF) festgelegt und durch die Brinsche Reichsreform (1014 BF) bestätigt. Seit dem Praiosmond 1034 BF wird offiziell von der »Baronie Dohlenfelde« und »Herzoglich Dohlenfelde«, wobei letzteres die Herzogenstadt Twergenhausen mit ihren drei Untertanengebieten (dem Rittergut Schwarzfels, der Growinsmark und dem Stadtforst Wilsitz) sowie die Landedlengüter Wichtenfels und Zwackelfegen umfasst, und erstere alle übrigen Territorien Dohlenfeldes.

In beiden Teilen Dohlenfeldes findet sich ein Flickenteppich verschiedenster Rechtsordnungen und Verantwortlichkeiten. So ist Freiherrlich Dohlenfelde in zwei Verwaltungseinheiten aufgeteilt, Cis- und Transdarlinien, die Lande am rechten und linken Ufer des Darlin. Cisdarlinien wird vom (nunmehr landlosen) Ritter zu Schwarzfels verwaltet, Transdarlinien hingegen direkt vom Burgvogt zu Dohlenhorst, der zugleich der Verwalter ganz Dohlenfeldes ist. Das höchste Gericht in Dohlenfelde ist das »Land- und Marktgericht« im Hauptort der Baronie, das in erster Linie nach Isenhager Grafenrecht richtet – in manchen Teilen der Baronie Dohlenfelde gilt jedoch auch Gratenfelser und sogar Almadaner Recht. In Twergenhausen befindet sich ein herzogliches Hochgericht, das sich »Stadt- und Marktgericht« nennt, aber auch für die Freien in den Untertanenlanden der Stadt zuständig ist. Dort wird jedoch nicht nach Stadtrecht geurteilt, sondern nach Isenhager Recht beziehungsweise Garether Stadtrecht. Weiterhin haben die vierzehn städtischen Zünfte und Gilden weitgehende Privilegien, weshalb sie sich ständig mit städtischen Stellen um juristische Zuständigkeiten streiten. Einen besonders komplizierten Sonderfall stellen die beiden zu Herzoglich Dohlenfelde gezählten Landedlengüter Dohlenfelde dar. Obwohl per herzoglichem Dekret der Gerichtsstand für die Freien dieser Herrschaften das »Stadt- und Marktgericht« zu Twergenhausen ist, werden die entsprechenden Fälle traditionell vor dem Dohlenfelder »Land- und Marktgericht« verhandelt. Ein dauerhafter Rechtsbruch, der aber keinen Beteiligten sonderlich zu stören scheint, nicht einmal einmal die Praiosgeweihtenschaft des Tempels zu Dohlenfelde: Dadurch, dass der Dohlenfelder Hochgeweihten Beisitzer im »Land- und Marktgericht« ist, gewinnt er Einfluss auf die Rechtsprechung in zwei Landedlengütern.

Nicht weniger vielfältig als die Juristerei sind die zahlreichen Bewaffneten, die in der Baronie oder der Stadt zu finden sind. In der Baronie Dohlenfelde finden sich insgesamt 51 Waffenknechte in den Röcken zehn verschiedener Adliger, wovon der Baron mit 20 Mann die meisten Gardisten befehligt. Auch die Stadtgarde Twergenhausens ist 20 Mann stark. Dazu kommen aber noch aufgrund der wichtigen strategischen Lage Dohlenfelde zahlreiche Offiziere und Mannschaften des ehemals III. Kaiserlich-Nordmärker Garderegimentes »Ingerimms Hammer«, der herzoglichen Flussgarde sowie der gräflichen Isenhager Jäger. Das Herz der Wehr sowohl Dohlenfeldes als auch Twergenhausens machen jedoch die Freibürger aus, die ihrem jeweiligen Herrn als Streiter in der Land- beziehungsweise Stadtwehr dienen.

Die Baronie Dohlenfelde und Herzoglich Dohlenfelde, Stand 1035 BF:
Lehen Lehensherr Lehnsnehmer
I. Herzoglich Dohlenfelde der Herzog der Nordmarken

vakant

I.1. Landedlengut Zwackelfegen der Herzog der Nordmarken Landedler Aedin Gorm Barinion zu Naris
I.1.1. Abtei Sankta Noiona der Großmeister der Noioniten Äbtissin Aylara von Elburum
I.2. Landedlengut Wichtenfels  der Herzog der Nordmarken Landedler Voltan von Sturmfels m.H.
I.3. Herzogenstadt Twergenhausen mit Untertanengebieten der Herzog der Nordmarken der Magistrat der Herzogenstadt Twergenhausen unter Vorsitz des Bürgermeisters Throndwig Perval Aurentian Gliependiek
I.3.1. Stadt und Stadtmark Twergenhausen der Herzog der Nordmarken der Magistrat der Herzogenstadt Twergenhausen unter Vorsitz des Bürgermeisters, beansprucht vom Baron zu Dohlenfelde
I.3.1.1. Abtei Sankt Badilak der Großmeister der Badilakaner Äbtissin Traviane Lucarda Yaquiria Kessler
I.3.2. Rittergut Schwarzfels der Magistrat der Herzogenstadt Twergenhausen unter Vorsitz des Bürgermeisters, beansprucht vom Baron zu Dohlenfelde vakant, verwaltet durch den vom Bürgermeister Twergenhausens ernannten Burg- und Gutsvogt (einer der zwölf Ratsherren Twergenhausens)
I.3.3. Herzoglich Growinsmark

der Magistrat der Herzogenstadt Twergenhausen unter Vorsitz des Bürgermeisters

Jungfer Haldane von Darlinmund-Schleiffenröchte (nur nominell), verwaltet durch den vom Bürgermeister Twergenhausens ernannten Markvogt (einer der zwölf Ratsherren Twergenhausens)

I.3.4. Stadtforst Wilsitz der Magistrat der Herzogenstadt Twergenhausen unter Vorsitz des Bürgermeisters der vom Bürgermeister Twergenhausens ernannte Bauherr (einer der zwölf Ratsherren Twergenhausens)
I.3.4.1. Dorf Wilsitz

der Magistrat der Herzogenstadt Twergenhausen unter Vorsitz des Bürgermeisters in Vertretung des Herzogs der Nordmarken

die Dorfversammlung
II. Baronie Dohlenfelde der Graf zu Isenhag

Baron Angrond Bernhelm von Sturmfels m.H.

II.1. Bergkönigsgut Loxolosch der Bergkönig des Eisenwaldes der Sippenrat zu Loxolosch
II.2. Bergkönigsgut Grambosch der Bergkönig des Eisenwaldes der Sippenrat zu Grambosch
II.3. Bergkönigsgut Arigalatiko der Bergkönig des Eisenwaldes der Sippenrat zu Arigalatiko
II.4. Gräfliches Edlengut Moxarosch  der Graf zu Isenhag Edle Girte von Fallenwerth
II.5. Freiherrlich Dohlenfelde der Baron zu Dohlenfelde

Baron Angrond Bernhelm von Sturmfels m.H., cisdarlinisch vertreten durch den (landlosen) Ritter zu Schwarzfels, transdarlinisch vertreten durch den Burgvogt zu Burg Dohlenhorst

II.5.1. Markt Dohlenfelde der Baron zu Dohlenfelde den von der Dorfversammlung gewählten Marktschulzen
II.6.
Junkergut Erzweiler der Baron zu Dohlenfelde Baron Angrond Bernhelm von Sturmfels m.H.
II.6.1. Rittergut Maringen der Junker zu Erzweiler Ritterin Aliena von und zu Maringen
II.6.2. Markt Erzweiler der Junker zu Erzweiler der Hochgeweihten des Ingerimmtempels zu Erzweiler als Vorsitzender des Erzrates
II.7. Edlengut Wolkenfold der Baron zu Dohlenfelde Edle Gilia von Siobháran
II.8. Rittergut Darlinstein der Baron zu Dohlenfelde Ritter Markward von und zu Darlinstein
II.9. Rittergut Perainshof der Baron zu Dohlenfelde vakant
II.10. Rittergut Freyen beansprucht vom Baron zu Dohlenfelde und dem Gratenfelser Landgrafen Ritterin Wilgunde von Nadelfels