Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Vom Hochadel
»… der Adel soll herrschen über das Land…«

Der Hochadel der Baronie Dohlenfelde – also die Baronsfamilie – lenkt nach Praios’ Ordnung die Geschicke des Lehens. Das mittlere Haus der Familie Sturmfels stellte die letzten vier der Barone Dohlenfeldes, von denen es seit der Schaffung der Baronie im Jahre 110 BF insgesamt dreiundvierzig gab. Bis zur Erringung der Baronskrone gehörte das Haus Sturmfels zum alteingesessenen Landadel Dohlenfeldes, die Junker beziehungsweise anfangs Edlen zu Erzweiler waren seit dem zweiten Jahrhundert nach Bosparans Fall Sturmfelser. Von 1029 BF bis 1033 BF war die Baronskrone Dohlenfeldes zwischen zwei Söhnen des dritten Sturmfelser Herrschers über Dohlenfelde, Bernhelms Sigismund von Sturmfels, umstritten: Angrond von Sturmfels m. H. und Hagen von Salmingen-Sturmfels. Angronds setzte sich militärisch durch und ist seit der Schlacht auf dem Schönbunder Grün 1033 BF, der größten Schlacht in den Nordmarken seit mehr als einem Jahrhundert, der einzige legitime Baron auf Burg Dohlenhorst.

Die Barone Dohlenfeldes sind Erbadlige aus eigenem Recht und nur im Rahmen der Lehenspflicht Vasallen der Grafen des Isenhag. Sie üben alle Land-, Wege-, Wasser- und Zollrechte in ihrem Lehen aus, dazu kommt das vor vielen Generationen den Grafen vom Isenhag abgerungene Hand- und Halsrecht über die Freien der Baronie – ein Privileg, das außerhalb Isenhags zumeist bei den Grafen liegt.

Eine wichtige Einschränkung der Macht der Barone Dohlenfeldes beinhaltet die Lex Zwergia: Die Schätze Ingerimms, die »tiefer als ein Pflug die Erde furchen kann« unter der Oberfläche liegen, gehören dem Bergkönig vom Eisenwald (im am Nordufer des Großen Flusses gelegenen Teil des Isenhag fällt dieses Privileg dem Bergkönig von Xorlosch zu). Weiterhin unterstehen alle Angroschim Dohlenfeldes der Rechtsprechung des Rogmarok vom Eisenwald. Damit ist die Grafschaft Isenhag insofern ein Sonderfall zwergischer Rechtsprechung, als dass alle Angroschim innerhalb Dohlenfeldes unabhängig von ihrer Herkunft dem Bergkönig in Senalosch unterstehen, und nicht etwa dem Bergkönig des Königreichs, aus dem sie stammen, wie es in weiten Teilen des Neuen Reiches gehandhabt wird. Doch wie üblich, muss der Bergkönig einen straffällig gewordenen Zwerg – zumindest, so lange die Straftat nicht in einem der drei Bergkönigsgüter begangen wurde – beim Baron auslösen.

Die Baronsfamilie aus dem altehrwürdigen Hause Sturmfels ist traditionell rondragläubig, aber achtet streng darauf, dass den Kirchen des Herrn Praios und der Frau Rondra gleiche Teile des Kirchenzehnts zukommen. Die traditionelle und viele Jahrhunderte lang genutzte Gruft der Barone zu Dohlenfelde befindet sich eigentlich in den Katakomben des Borontempels im Markt Dohlenfelde. Das Haus Sturmfels, das seit 930 BF die Barone stellt, zieht jedoch die Urnenbestattung in der Familiengruft unter dem Sankta-Hildrun-Tempel in Erzweiler vor – das vorausgehende Verbrennen der Leichname der Sturmfelser auf einem Scheiterhaufen aus Eichenholz ist eine uralte Tradition. Die Thronfolge in Dohlenfelde wird vom herrschenden Baron geregelt. Die Lex Darliniensis von 797 BF sieht jedoch vor, dass ein Baron Dohlenfeldes (ebenso wie sein Ehegatte) zwölfgöttergläubig sein muss, dass er nicht magiebegabt sein darf, dass er nicht in neureichischer Reichsacht, nordmärkischer Herzogenacht, isenhagscher Grafenacht oder dem Bann einer der Kirchen der Zwölfe stehen darf, sowie dass er mindestens acht Schilde vorweisen können, den Ritterschlag erhalten und zumindest einen würdigen Gegner im ehrenhaften Kampf oder Turnier bezwungen haben muss.