Wappen der Baronie Dohlenfelde und der Herzogenstadt Twergenhausen

Vom Landadel
»… die Ritter sollen kämpfen…«

Der Landadel der Baronie Dohlenfelde ist zahlreich und heterogen. Die als Junker von Erzweiler mächtigste Landadligendynastie, das Haus Sturmfels, ist nun in der vierten Generation mit der Baronie Dohlenfelde belehnt und hat damit den Aufstieg zum Hochadel geschafft. Eine durch eine unstandesgemäße Eheschließung begründete Nebenlinie des Baronshauses herrscht seit einigen Jahren über das Landedlengut Wichtenfels.

Von reichsweiter Berühmtheit ist der aus Winhall stammende Landedle Aedin von Naris zu Zwackelfegen. Der Borongeweihte, der seit Jahren sein Lehen nicht mehr besuchte, ist als Sprecher des Schweigenden Kreises und Hüter des Heiligtums Boronia einer der einflussreichsten Borondiener überhaupt. Das Landedlengut wird vom Abt des Zwackelfegener Noionitenklosters Sankta Noiona treuhänderisch für Seine Wohlgeboren verwaltet. Die gräflichen Edlen zu Moxarosch hoch oben im Eisenwald an der nordmärkischen Via Ferra stammen seit 476 BF aus dem ehemals sehr einflussreichen, aber seit der Priesterkaiserzeit im Niedergang befindlichen Hause Fallenwerth. Mit dem Märtyrertod Meidharts von Fallenwerth am 20. Hesinde 1020 BF gelangte das Reich noch einmal zu (wenn auch außerhalb der Nordmarken) zweifelhaftem Ruhm. Der auffällige Wappenschild des Hauses (ein roter Greif aus geschwärztem Silber) weist die Familie als heroische Teilnehmer der Zweiten Dämonenschlacht aus.

Das nachweislich älteste Adelsgeschlecht Dohlenfeldes sind die Ritter zu Darlinstein, von deren Gut aus 147 v. BF die Rodung der Darlinauen begann. Der höchste Richter der Baronie, der »Freiherrliche Land- und Marktrichter« wird traditionell von einem Mitglied der Familie Darlinstein gestellt. Die im Darlintal einflussreichsten Landadligen waren über Jahrhunderte die Ritter von Schwarzfels, deren Haus von 1025 BF bis 1033 BF auch das Edlengut Wolkenfold beherrschte. Doch im Streit um die Baronskrone unterstützte Ardor von Schwarzfels den unterlegenen Hagen, was seiner Familie schlussendlich Ritter- und Edlengut kostete. Ardor von Schwarzfels erlangte die Gnade des Barons zurück und dient diesem nun als landloser Ritter, ist jedoch immer noch der Verwalter Cisdarliniens, also des rechts des Darlin gelegenen Teils Freiherrlich Dohlenfeldes (Transdarlinien wird direkt vom Burgvogt zu Dohlenhorst verwaltet). Des Weiteren gibt es die aus der Gratenfelser Baronie Wolfsstein stammende Familie Nadelfels, die seit 479 BF über das Rittergut Freyen am Großen Fluss herrscht. Im Jahre 991 BF wurde das Rittergut Perainshof an ein albernisches Rittergeschlecht, das Haus Siobháran, verliehen. Seither sind die Perainshofer auch die Jagdmeister der Baronie Dohlenfelde. Doch nachdem Angrond der Ritterin zu Perainshof 1034 BF das Edlengut Wolkenfold verlieh, ist das Rittergut Perainshof wieder vakant.

Alle bisher genannten Ritter sind direkte Vasallen des Barons zu Dohlenfelde. Durch die Personalunion der Junker von Erzweiler und der Barone von Dohlenfelde fällt es nicht sonderlich ins Gewicht, dass die seit eineinhalb Jahrhunderten am linken Darlinufer ansässigen Ritter von und zu Maringen Vasallen der Junker und nicht der Barone sind.

Der Landadel Dohlenfeldes berät den Baron in seinen Entscheidungen seit dem Jahre 474 BF, und die Befugnisse des Darlinrates sind seit 797 BF sogar durch ein Gesetzeswerk, die Lex Darlinensis geregelt. Doch seit 935 BF hat kein Baron Dohlenfeldes den auf Gut Darlinstein tagenden »Darlinrat« mehr einberufen.

Eine Sonderrolle nimmt das Haus Darlinmund-Schleiffenröchte ein: Seit 657 BF stellt das Haus die Junker zu Growingen, verkaufte aber Privileg für Privileg fast alle seine Vorrechte an die Herzogenstadt Twergenhausen. So verfügen die Junker zu Growingen heute nur noch über ihren Titel, jedoch über praktisch keine Befugnisse in ihrem Lehen mehr.